news 
Gedenkveranstaltung in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München

vergrößern

Am 27. Januar 2026, am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, an welchem vor 81 Jahren die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers Ausschwitz befreite und welcher 1996 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde, ist auch in der Sanitätsakademie der Bundeswehr mittels einer Gedenkveranstaltung mit anschließender Einweihung einer Gedenkstele zur Erinnerung an die in den Nebenlagern des Konzentrationslagers Dachau in der heutigen Ernst-von-Bergmann-Kaserne begangenen Menschenrechtsverletzungen gedacht worden.

vergrößern

Im Rahmen einer Gedenkstunde im Auditorium Maximum „Hans Scholl“, bei welcher die Gäste, Angehörige sowie Nichtangehörige der Bundeswehr, die sehr zahlreich der Einladung in die Liegenschaft im Münchner Norden gefolgt sind (vom Generalkonsul der Republik Polen in München, Rafał Wolski, vom Kommandeur Landeskommando Bayern, Brigadegeneral Thomas Hambach, vom Akademischen Leiter des Generalkonsulats des Staates Israel, Elias S. Jungheim, von der Stadträtin der Stadt München, Barbara Likus, vom stellvertretenden Vorsitzenden des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Klaus Schex, vom stellvertretenden Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr. Michael Wolf, vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, Oberstleutnant a. D. Rufin Mellentin, vom Redakteur des Sankt Michaelsbundes, Joachim Burghardt, vom Vorsitzenden des Personalrats beim Landeskommando Bayern, Hauptmann Andreas Steidl, über den 2. Vorsitzenden Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. - Bezirksverband München, Oberstleutnant a. D. Heinrich Stadelmeier, über den Vorsitzenden der Truppenkameradschaft Fürst-Wrede-Kaserne, Stabsfeldwebel Josef Kistler, über den Leiter des Zentralen Instituts des Sanitätsdienstes der Bundeswehr München in Garching, Oberstapotheker Hans Guttenthaler und dessen Stellvertreter und Abteilungsleiter C – Pharmazie, Oberstapotheker Dr. Florian Plößl, über die Kommissarische Schulleiterin der Bundeswehrfachschule München, Diplom-Lehrerin Anne Gottschalk, bis hin zum Vorsitzenden der Kameradschaft ERH München, der größten Kameradschaft im Landesverband Süddeutschland, Oberstleutnant a. D. Hubert Reiter, um nur einige der Gäste namentlich zu nennen), nach der Begrüßung und der Einführung in die Gedenkveranstaltung durch den Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, von Flottenarzt a. D. Dr. Volker Hartmann und Stabsfeldwebel Mirko Lange detailliert darüber informiert wurden, was sich in den Jahren der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, insbesondere auch in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne, ereignet hat, was äußerst interessant und emotional sehr berührend war.

Im Anschluss wurde eine von der Pionierschule in Ingolstadt gefertigte Gedenkstele eingeweiht, vor welcher ein Kranz von der Sanitätsakademie der Bundeswehr durch Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm und ein Kranz von der Gemeinschaft Katholischer Soldaten durch den stellvertretenden Bereichsvorsitzenden der Gemeinschaft Katholischer Soldaten – Süd, Hauptmann a. D. Stefan Nüßle, niedergelegt wurde.

Danach folgte eine Schweigeminute für die Opfer des Nationalsozialismus und ein Friedensgebet der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, in dessen Rahmen die Versammelten zum Mitbeten eingeladen waren.

Um bei dieser Veranstaltung nach dem Bildungsteil und dem Besinnungsteil auch dem Teil der Begegnung gerecht zu werden, erfolgte jetzt die Verlegung in das Offizierheim der Kaserne, wo bei einer kleinen Stärkung noch ein reger Austausch unter den Menschen aus den verschiedensten Bereichen stattfand.

Menschen, welche die Lehren der Geschichte wachhalten und Verantwortung für die Zukunft übernehmen, die für das Erinnern und gegen das Vergessen einstehen, die mit dem Besuch der Gedenkveranstaltung gezeigt/sichtbar gemacht haben, dass uns der Friede, dass uns das gute Miteinander mit allen Menschen, gleich welchen Geschlechtes, welcher Abstammung, welcher Rasse, welcher Sprache, welcher Heimat und Herkunft, welchen Glaubens, welcher religiösen oder politischen Anschauungen sowie das Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung und deren Prinzipien und Werte in Gänze alle angeht und nicht nur eine Angelegenheit von wenigen Einzelnen ist!

Text: Stefan Nüßle
Fotos: Maximilian Feigk, Thomas Kreil, Marcus Blum, Iris Mellentin