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Internationaler Soldatengottesdienst in Köln

Traditionell wird der Reigen der Weltfriedenstagsgottesdienste in Deutschland mit dem Internat. Soldatengottesdienst in Köln eröffnet. Auch in diesem Jahr.

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Am 22.01.2026 feierte der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki mit hunderten Soldatinnen und Soldaten verschiedenster Nationen, sowie den Angehörigen der Bundespolizei ein Pontifikalamt im Hohen Dom zu Köln. Feierlich schritt die lange Prozession der Geistlichen, unterstütz von Soldatinnen und Soldaten im Ministrantendienst unter den Klängen des Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg in den gut gefüllten Dom, wo der Leitende Militärdekan Köln, Msgr. Schnettker, die Anwesenden herzlich in der „Gemeinschaft der Friedensbetenden“ begrüßte.

Leo XIV. stellt seine Friedensbotschaft in diesem Jahr unter das Thema: „Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“ https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-12/botschaft-papst-leo-weltfriedenstag-1-1-2026-wortlaut-deutsch.html

Ein Thema, das angesichts der vielfachen Kriege und gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Welt und den Zerreißproben und Herausforderungen, denen wir uns, auch in der Bundeswehr und der NATO, gegenübersehen, von großer Aktualität ist.

Zum Frieden braucht es das miteinander Sprechen, auch über Grenzen und unterschiedliche Meinungen und Interessen hinweg, das Ringen um Verständigung, es braucht Verlässlichkeit und den Willen Absprachen, Verträge und das Völkerrecht einzuhalten, auch dann, wenn es schwer ist, nicht den eigenen Vorstellungen entspricht oder den eigenen Plänen dient. „Aber für uns Christen gehört auch das Beten dazu, denn wir spüren, dass wir allein diesen Frieden, den wir alle brauchen und nach dem wir uns so sehnen, nicht erreichen werden“, eröffnete Kardinal Woelki den Gottesdienst.

Sehr klar nahm er im weiteren dazu Stellung, dass Krieg und Aggression gegen andere Völker oder Nationen niemals dem Willen Gottes entspricht und die Berufung auf einen Heiligen Krieg oder eine andere religiöse Begründung eines solchen Handelns immer ein Frevel gegenüber Gott sind.

Widerstand und Verteidigung gegen Aggression und Gewalt, auch mit dem Einsatz von Waffen und militärischer Gewalt, sind dann unter strengen Voraussetzungen legitim und moralisch gerechtfertigt, denn es ist „unsere Aufgabe, für den Frieden, den Gott schenkt, einzutreten, der mehr ist als ein Waffenstillstand, denn er beruht auf Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe.“

Zahlreiche Gäste aus Militär, Bundespolizei, Militärseelsorge, Politik und Stadtgesellschaft folgten der Einladung des Leitenden Militärdekan Monsignore Rainer Schnettker im Anschluss an die Messe zum Empfang im Maternushaus.

Diese Gelegenheit nutzte der designierte Militärgeneralvikar, der Leitende Militärdekan Arthur Wagner, um schon einmal „sein Gesicht“ zu zeigen und Tuchfühlung mit diesem seit 1978 stattfindenden Ereignis aufzunehmen.

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In seinem Grußwort ging der Vorsitzende der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, Oberstleutnant Ulrich Schäffer, auf die Friedensbotschaft von Papst Leo XIV. ein und setzte sich mit dem dort geforderten Frieden auseinander. Er forderte dazu auf, mutig, unverdrossen und mit langem Atem für einen „unbewaffneten Frieden“ einzutreten, indem man nicht zuerst mit Misstrauen reagiert und jeden Menschen als potentielle Bedrohung sieht, sondern das Gegenüber auch unter schwierigen Bedingungen achtet und sich für einen „entwaffnenden Frieden“ stark zu machen, indem man Feindbilder überprüft und diese, wo es möglich ist, ablegt, Eskalationen vermeidet und Macht so ausübt, dass sie dem Schutz des Lebens dient, ohne weitere Gefährdungen heraufzubeschwören.

 

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