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Themenwochenende der GKS Fürstenfeldbruck 29.04. - 01.05.2022

Bereich Süd, Kreis Fürstenfeldbruck

Nach reiflicher Planung konnte wieder ein Themenwochenende durchgeführt werden. Die Teilnehmer trafen pünktlich am Freitagabend wohlbehalten in Steingaden ein. Das Karl-Ebert- Haus war vorbereitet so konnte nach einem wunderbaren Abendessen im Tagungsraum die Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Michael Lipp vorgenommen werden. Auch folgten einige Ablaufinformationen für die Teilnehmer und die Bekanntgabe des Themas „Traditionen in der Bundeswehr“, welches am Samstag durch den Referenten vorgetragen wurde.

Nachdem Burkhard Küttner am Samstagmorgen einen christlichen Morgenimpuls durchgeführt hatte, konnte das hochinteressante Thema durch den Referenten Prof. h.c. Dr. phil. Eberhard Birk begonnen werden.

Was sind Traditionen in der Bundeswehr? Was sind Traditionen?

Um Traditionen verstehen zu können, verdeutlichte Herr Dr. Birk den Rückblick auf die Militärgeschichte, die verschiedenen historischen deutschen Wehren. So viele verschiedene in deutschen Landen existierenden Streitkräfte ab dem deutschen Kaiserreich gab es in keinem anderen Land. Von den königlich militärischen Truppen, über das deutsche Heer, die deutschen Armeen über die deutsche Wehrmacht hin zur deutschen Bundeswehr, welche am 12.11.1955 eingeführt wurde.

Jedoch ist es schwierig den Begriff „Tradition“ zu definieren. Für viele in der Truppe ist es das Pflegen von Bräuchen und Sitten. Da Traditionen auch als Werteverständnis in den Streitkräften gedeutet werden kann, haben diese ihren Eingang im Grundgesetz gefunden. Es sind unser aller unverletzliche und unveräußerlichen Menschenrechte. Das Wissen um die Geschichte kann nun in der Truppe aus allen Epochen der Armeen heraus heute Traditionen aufbauen und leben. Der Bundeswehr Struktur und Einheit, Orientierung und Sicherheit, Stabilität und auch Gewissheit geben.
Festgehalten werden kann daher:

Tradition ist nicht Geschichte
und
Brauchtum ist nicht Tradition

Wie soll also die deutsche Bundeswehr heute zu Traditionen kommen? Es dienen unter anderem VORBILDER der Truppe als „Wegweiser“, die sinnstiftend wirken. Hierzu wurde durch das Verteidigungsministerium ein „Traditionserlass“ erarbeitet und herausgegeben sowie in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt. Es ist ein hin und her, da die Einen an Vergangenem festhalten wollen, als bewahrendes Erbe (Benennung von Kasernen, ect.), die Anderen jedoch einen „Neuanfang“ mit einem Aufbau von Traditionen wünschen und dies verbunden mit den demokratischen Werten der Bundesrepublik Deutschland von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freiheit.

Herr Dr. Birk veranschaulichte das Thema wunderbar und hätte sicherlich den Vortrag noch Stunden fortführen können, doch es läuteten schon die Mittagsglocken. Dankenswerter Weise blieb Herr Dr. Birk noch bis Sonntag, wodurch in Gesprächen und kleineren Gruppen weitere Informationen zu erhalten waren. Die Kinder waren auch zu diesem Zeitpunkt durch die Kinderbetreuerinnen gut versorgt und die Eltern konnten sich ganz dem Thema widmen.

Am späten Nachmittag durften wir Pater Patrick aus der Seelsorgeeinheit Cham-Weiden begrüßen, der mit und für uns die Sonntag-Vorabendmesse zelebriert hat.
Am Sonntag fand nach einem ausgedehnten Sonntagsfrühstück noch eine Feedback-Runde statt. Es waren ausschließlich positive Rückmeldungen zu verzeichnen und waren mit dem Thema, dem Referenten sowie auch der Organisation und der Kinderbetreuung voll des Lobes.

Danke allen Teilnehmern/innen, Mitwirkenden und Organisationen für ein wahrhaft gelungenes Themenwochenende des GKS-Kreises Fürstenfeldbruck.

Elisabeth Biebel und Werner Eickmann
 

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Vom 25.-29.05.2022 findet in Stuttgart der 102. Deutsche Katholikentag statt.

Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten ist mit einem Stand auf der Kirchenmeile und mit einem Werkstattgespräch zum Thema: „Das 5. Gebot halten – auch wenn andere getötet werden?“ dabei.

Hier geben wir kleine Einblicke, über das Geschehen und natürlich können Sie uns auch auf Facebook und Instagram folgen.

29.04. – 01.05.2022: Bundesvorstandssitzung in Berlin

Am letzten Wochenende im April traf sich der Bundesvorstand in Berlin zu seiner Frühjahrssitzung mit dem neugewählten Bundesvorsitzenden, um sich über die Zusammenarbeit und die anstehenden Punkte der nächsten Monate auszutauschen.
 

Am Beginn der Sitzung stand die gemeinsame Feier der Heiligen Messe mit dem Geistlichen Beirat auf Bundessebene, Militärdekan Bernd F. Schaller. Im Anschluss daran konnte dieser die neueingerichtete Bundesgeschäftsstelle einweihen.

Hierzu überreichte der Geistliche Beirat ein Kreuz, das den Zukunftsprozess des Erzbistums Paderborn begleitet.

Es ist bunt, aus vielen verschiedenen Formen zusammengefügt, die durch ein Kreuz, das aus dünnen, weißen Linien gebildet wird, zusammengehalten werden, und sich um dieses als ihren Mittelpunkt gruppieren. „Möge es auch Sinnbild für die GKS, ihre Arbeit und ihre Gemeinschaft sein!“ sagte MD Schaller, als er das Kreuz dem Bundesvorsitzenden OTL Schäffer überreichte.

Doch es gab noch einen weiteren Punkt, den es zu feiern galt. Denn Militärdekan Bernd F. Schaller ist nun bereits 10 Jahre unser Geistliche Beirat auf Bundesebene. In dieser Funktion ist er unverzichtbares Mitglied des Bundesvorstandes und unermüdlich für und in der GKS unterwegs. Grund genug, ihm eine gläserne Dankeschön- Urkunde zu überreichen, natürlich mit dem Wunsch verbunden, dass dieses Miteinander-Unterwegssein noch viele Jahre fortgesetzt werden möge.

 

 

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Wichtige Festtage der drei monotheistischen Religionen in den nächsten Wochen

Wichtige Feiertage und geprägte Zeiten der Christen, Juden und Moslems fallen in diesem Jahr zusammen, denn im Islam wird vom 2. April bis zum 2. Mai der Fastenmonat Ramadan begangen, für die Christen beginnt mit dem 10. April die Karwoche, die zum Osterfest hinführt, das am 17. und 18. April gefeiert wird, und die Juden feiern vom 15. bis 23. April das Pessachfest.
 

Ramadan:

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Zu den fünf Säulen muslimischer Glaubenspflichten gehört das Fasten. Durch die Selbstbeherrschung, die der Verzicht auf Essen fordert, sollen sich fastende Moslems aufs Wesentliche konzentrieren: die Barmherzigkeit gegenüber Armen und Schwachen, die Unterstützung anderer Fastender und das Zwiegespräch mit Allah. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf nichts in den Magen gelangen, also nicht gegessen und nicht getrunken werden. Nach Sonnenuntergang nehmen Muslime traditionell das Iftar im Kreis von Familie oder Freunden als ein erlaubtes tägliches Fastenbrechen ein. Das Ende des Ramadan ist für gläubige Moslems ein sehr wichtiger Festtag, denn es ist gleichzeitig Tag des Ramadanfests, das sogenannte "Zuckerfest". Dieses fröhliche Fest dauert je nach Land und Region bis zu drei Tage.
 

Pessach:

Pessach ist das erste von drei jüdischen Wallfahrtsfesten und fällt in den jüdischen Frühlingsmonat Nissan, die Zeit der ersten Gerstenernte in Israel. Pessach erinnert an das Wunder des Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten. Im Gedenken an den Zug durch die Wüste wird während des achttägigen Festes nur ungesäuertes Brot gegessen.

Im Mittelpunkt der Feiern steht am Vorabend von Pessach das sogenannte Sedermahl, bei dem - einer bestimmten Ordnung (hebräisch: Seder) folgend - die biblischen Passagen vom Auszug aus Ägypten gelesen und Speisen mit symbolischer Bedeutung gegessen werden.

 

GKS-Bundeskonferenz vom 24.-26.3.2022 in Lutherstadt Wittenberg

Vom 24.-26. März 2022 fand im Rahmen der 61. Tage der Begegnung die Bundeskonferenz der GKS in der Lutherstadt Wittenberg statt. Sie waren in dieser Form zugleich die letzten, denn ab dem kommenden Jahr werden die Vollversammlung des Katholikenrats und die Bundeskonferenz der GKS unabhängig voneinander tagen. Dies ist die logische Konsequenz aus einer umfangreichen Änderung der Rahmenordnung, die im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist.

Die Bundeskonferenz war für viele Delegierte nach über zwei Jahren die erste Gelegenheit sich wieder einmal persönlich zu begegnen. So genossen alle das Beisammensein.

Die Tage waren ausgefüllt mit intensiver Gremienarbeit: Bei den Berichten richtete sich der Blick zurück auf die vergangenen Monate. Außerplanmäßig wurde der Bundessvorstand neu gewählt.

Und Dr. Marco Schrage vom IThF teilte mit uns seine friedens- und konfliktethischen Reflexionen zum Ukrainekrieg. Selbstverständlich kam auch das Geistliche und Spirituelle nicht zu kurz, für das unser Geistlicher Beirat, Militärdekan Bernd F. Schaller, sorgte. Im Abschlussgottesdienst konnte er dann auch die kurz vor Beginn der Coronapandemie angeschafften Fahnen für die GKS-Kreise segnen, so dass nun alle GKS-Kreise mit einer Fahne ausgestattet sind.

Natürlich durfte auch ein Stadtspaziergang durch Wittenberg, die Stadt der Reformation, nicht fehlen. Im Hof des ehemaligen Wohnhauses Luthers trafen wir dabei zufällig auf den Katholiken und Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, der sich Zeit nahm, um mit uns über Wittenberg und die Lage der Kirche und Welt zu sprechen.

 

 

Wir haben einen neuen Bundesvorstand!

Der außerturnusmäßige Rücktritt des bisherigen Bundesvorsitzenden Stabshauptmann Andreas Quirin aus persönlichen Gründen machte Wahlen notwendig. Um nicht unterschiedliche Wahlperioden der Stellvertreter*innen und des Vorsitzenden zu haben, stellten auch die beiden Stellvertretenden Bundesvorsitzenden ihre Ämter zur Verfügung, erklärten sich aber bereit, wieder zu kandidieren, wenn dies gewünscht sei.

Nach ausführlicher Wahlvorbereitung schritt die Bundeskonferenz dann am Samstag, den 26.3.22 zur Wahl: Mit großer Mehrheit wurde Oberstleutnant Ulrich Schäffer als Bundesvorsitzender gewählt. Oberstleutnant Gerd Fridrich und Hauptfeldwebel Juliana Haberlag wurden als Stellvertretende Bundesvorsitzende wiedergewählt.

In coronabedingter Abwesenheit des scheidenden Bundesvorsitzenden übergaben die Ehrenbundesvorsitzenden Oberst a.D. Karl-Jürgen Klein und Oberst Rüdiger Attermeyer die Fahne zum Amtsübergang.
 

Bischöfe verurteilen russische Aggression gegen die Ukraine – Gebet um Frieden in der Ukraine und der ganzen Welt

Mit einem eindringlichen Appell für Frieden und einer scharfen Verurteilung des russischen Angriffskriegs hat am Montag die Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischöfe in Deutschland begonnen. Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, sagte beim Eröffnungsgottesdienst im oberfränkischen Wallfahrtsort Vierzehnheiligen, dass die russische Aggression offenbar keinen Halt kenne.

Er bittet um das Gebet aller Gläubigen.

Link zum von Bischof Bätzing verfassten Friedensgebet
 

newsBerichte aus der GKS

Das Seminar „Die Dritte Lebensphase“ fand bei der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) als wichtiger Baustein für den Übergang in den Ruhestand statt.

Vom 02.03.2022 bis 06.03.2022 fand in Nürnberg im Caritas-Pirkheimer Haus (cph) das Seminar „Dritte Lebensphase“ statt. Der Übergang in den Ruhestand bedarf einer umfangreichen Planung und Vorbereitung. Das Seminar der GKS bietet eine Möglichkeit sich auf diesen Lebensabschnitt mit seinen großen Veränderungen gut vorzubereiten.

Herr Franz Kapsner bringt als Hauptreferent seine umfangreichen Kenntnisse im Umgang mit diesem Personenkreis sowie seine spezifische Lebenserfahrung mit dem Themenfeld Pensionierung und Übergang in den Ruhestand ein.

So stellen sich zum bevorstehenden Ruhestand typischerweise folgende Fragen:

  • Was ist der erfüllende Lebensinhalt in dieser neuen Phase?
  • Wo findet man neue Aufgaben und Herausforderungen?
  • Wie strukturiert man den Tagesablauf?
  • Wie füllt man sinnvoll die verfügbare Zeit aus?
  • Woher erfährt man Anerkennung und Bestätigung?
  • Wie lässt sich eine ausreichende finanzielle Sicherheit erzielen?

Weitere Fragen und relevante Antworten können Sie bei Bedarf unter Ruhestand-Muenchen.de nachlesen.

Neben dem Hauptreferenten stehen hochqualifizierte Fachreferenten für die nachfolgenden Spezialthemen zur Verfügung

  • Versorgung und Beihilfe
  • Medizinische Aspekte des Alterns
  • Vollmachten, Betreuungsrecht, Patientenverfügung
  • Beziehung im Alter
  • Gut Altern - (Wie) geht das? (Themenfeld Psychogerontologie)
  • Eigene Spiritualität
  • sowie begleitend ein kleines Kulturprogramm am Tagungsort

Die Evaluierung des Seminares bei den 16 Teilnehmern zeigt, dass die Erwartungen in einem hohen Maße erfüllt oder gar übertroffen wurden. Mit dem psychosozialen Charakter des Seminares wird ein umfangreiches Portfolio für die zukünftige Ausrichtung der Lebensabläufe angesprochen. Jedoch sollten die Angebote der anderen Akteure auf dem Gebiet der Ruhestandsvorbereitung nicht außer Acht gelassen werden.

Insgesamt kann die Durchführung des Seminares als eine wichtige und erfolgreiche Veranstaltung für Soldaten, die in den Ruhestand wechseln, betrachtet werden. Besonders die persönlichen Kontakte einer Präsenzveranstaltung wurden nach langer Pandemieeinschränkung als sehr positiv empfunden.

Reinhard Kießner
Seminarverantwortlicher


Gemeinschaft katholischer Soldaten (GKS) spricht sich für die Einführung eines Allgemeinen Gesellschaftsdienstes aus

Die Ausführungen der Bundesministerin für Verteidigung im ZDF, in denen sich Christine Lambrecht (SPD) gegen die Wiedereinführung einer „reinen Wehrpflicht“ ausgesprochen hatte, sich aber wohlwollend für ein „allgemeines Engagement für diesen Staat“ geäußert hat, greift die GKS auf, um erneut dazu aufzurufen, über die Einführung eines verpflichtenden Allgemeinen Gesellschaftsdienstes in Deutschland zu diskutieren.

Bereits im Jahr 2018 hat sich die GKS für eine zügige Planung und Einführung einer solchen allgemeinen Dienstpflicht für junge Männer und Frauen ausgesprochen. Das von der GKS entwickelte Modell, das sich an der Idee des in Frankreich praktizierten Service National Universel orientiert, umfasst dabei vielerlei Einsatzmöglichkeiten die im Bereich der Bundeswehr, aber auch des Zivil- und Katastrophenschutzes sowie im sozialen und caritativen Bereich liegen können. So ist es auch vorstellbar, Teile der Dienstpflicht im europäischen Ausland abzuleisten und damit zum Erhalt einer robusten, wehrhaften und gesellschaftlich-engagierten Demokratie auf europäischer Ebene beizutragen.

Die Einführung eines Allgemeinen Gesellschaftsdienstes ist dabei aus Sicht der GKS nicht nur der Ausdruck der seit dem Angriffskrieg Russlands gegenüber der Ukraine drastisch veränderten Sicherheitslage in Deutschland, Europa und der Welt. Sie ist auch als Antwort auf die Lehren aus der Corona-Pandemie zu verstehen. So musste die Bundeswehr an vielen Stellen Amtshilfe leisten, um die bestehenden personellen Lücken im Katastrophenschutz sowie im sozialen Bereich zu schließen.

Ein allgemeiner Gesellschaftsdienst könnte solche Situationen zukünftig vermeiden und zusätzlich dazu beitragen, dass das Interesse für Berufe im sozialen Bereich gefördert und diese für unsere Gesellschaft wichtigen Tätigkeiten wieder mehr in den Blickpunkt junger Menschen gerückt werden.

Es ist an der Zeit, offen und vorbehaltlos über die Einführung eines allgemeinen Gesellschaftsdienstes für unsere jungen Männer und Frauen zu diskutieren und einen Weg zu finden. Wir als Gemeinschaft Katholischer Soldaten setzen uns dafür ein.

Berlin, den 2. März 2022
Andreas Quirin, Stabshauptmann und Bundesvorsitzender

Link zur Erklärung zum Allgemeinen Gesellschaftsdienst:
https://gemeinschaft-katholischer-soldaten.de/themen/allgemeiner-gesellschaftsdienst
 

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„Ukraine ist das Opfer einer Aggression seines größeren Nachbarn“

Bischof Bätzing zur Eskalation der Russland-Ukraine-Krise

Anlässlich der Ausweitung und Eskalation der Russland-Ukraine-Krise erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing:

„Vor wenigen Stunden hat die Russische Föderation die von der Ukraine abtrünnigen Gebiete, die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk, anerkannt und erhebliche Truppenteile dorthin entsandt. Dies ist ein Angriff auf die Ukraine, und die Wahrscheinlichkeit, dass es dort zu einem großen Krieg kommt, ist gewachsen. Vieles deutet darauf hin, dass die jetzigen Entscheidungen nur ein Schritt auf dem Weg zu einer weiteren Eskalation sind.

In jedem Fall gehört es zur Wahrheit, die auch in diesem Moment laut ausgesprochen werden muss, dass sich in diesem Konflikt nicht zwei Staaten gegenüberstehen, die in vergleichbarer Weise den Gang der Dinge verschuldet hätten. Die von Russland ins Feld geführten Sicherheitsbedürfnisse können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Angriff nicht von der Ukraine provoziert wurde. Die Ukraine ist das Opfer einer Aggression seines größeren Nachbarn, der die Sphäre seiner Herrschaft ausweiten will. Die militärischen Maßnahmen stellen eine gravierende Verletzung der Souveränität und der territorialen Integrität dieses Landes dar.

Die Menschen in der Ukraine sollen in dieser Stunde wissen, dass alle, denen Frieden und Freiheit am Herzen liegen, an ihrer Seite stehen. Zwar darf es keine zusätzliche Gefährdung des Weltfriedens durch eine Beteiligung weiterer auswärtiger Mächte an den militärischen Auseinandersetzungen geben. Aber die westlichen Länder würden ihre Glaubwürdigkeit einbüßen, sie würden Verrat nicht nur an der Ukraine, sondern auch an den eigenen Werten und am europäischen Projekt üben, wenn sie nicht bereit wären, entschiedene Gegenmaßnahmen zügig und in großer Einmütigkeit auf den Weg zu bringen. Auch die Bevölkerung in unserem Land wird manche Härten hinnehmen müssen, wenn nicht jegliche Chance auf eine Neubesinnung in Russland von vornherein verspielt werden soll.

Christen glauben nicht daran, dass der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt die Welt zu einem besseren Ort macht. Gewaltanwendung kann nur die Ultima Ratio sein, wenn den Schwachen gegenüber den Starken nicht anders zu helfen ist und eine reale Möglichkeit besteht, auf diese Weise tatsächlich eine grundlegende Verbesserung zu erreichen. Gewaltfreie oder gewaltärmere Strategien sind deshalb der Gewalteskalation immer vorzuziehen. Auch an diesen Grundsatz muss in der gegenwärtigen Situation, in der es darum geht, einer illegalen Invasion entgegenzutreten, erinnert werden – ohne dass damit Feigheit, Tatenlosigkeit und Desinteresse unter einer Maske der Moral versteckt werden dürfen. Wir appellieren an die Partner der Ukraine, eine Politik der Stärke und der Konsequenz mit Augenmaß und der steten Bereitschaft zu fairen Lösungen zu verfolgen.

Als Christen glauben wir an die Kraft des Gebets. Wir bitten Sie deshalb um Ihr Gebet für alle, die die Folgen der Aggression zu erleiden haben. Beten wir gemeinsam für den Frieden, den Gott uns allen schenken will!“

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 22.2.2022

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Berichte aus der GKS

Endlich wieder in Präsenz – Der Sachausschuss Sicherheit und Frieden zu Gast bei Institut für Theologie und Frieden in Hamburg

Der GKS Sachausschuss 'Sicherheit und Frieden' kann auf ein ereignisreiches Wochenende zurückblicken. Am zweiten Februarwochenende durfte die an aktuellen sicherheitspolitischen Themen interessierte Gemeinschaft das St. Ansgar Haus beziehen, welches zentral an der Alster gelegen einen hervorragenden Ausgangspunkt für lehrreiche Unternehmungen und den ein oder anderen schönen Spaziergang bieten sollte.

So sind wir nach einem geselligen Freitagabend der Anreise und des Kennenlernens am nächsten Morgen aufgebrochen, um bei klarem Sonnenschein und kühler Brise die katholische Akademie aufzusuchen. Dort angekommen wurden wir von Prof. Dr. Justenhoven und Dr. Schrage empfangen, welche uns freundlicherweise durch den Tag begleiten und uns ferner einen Blick durch das Brillenglas der Friedens- und Sozialethik auf militärische Einsätze gewähren sollten.

Als jeder seinen Platz gefunden hatte, begann der Vormittag mit dem sehr anregenden und aufklärenden Vortrag von Prof. Dr. Justenhoven zu dem Thema 'Afghanistan - Lessons learnd', welcher sich der Analyse eines gescheiterten Statebuilding widmete und dabei stets die Einbeziehung einer sozialethischen Perspektive wahrte.

Dem schloss sich eine Vorstellung des Zentrums für ethische Bildung in den Streifkräften (ZEBIS) an, welches sein breites Portfolio an Weiterbildungsmöglichkeiten zu ethischen Herausforderungen vorstellte. Es sei hier erwähnt, dass sich das Angebot an alle Angehörigen der Streitkräfte richtet!

Bevor programmatisch in den Samstagnachmittag übergangen werden sollte, wurde eine ausgiebige Mittagstafel im 'Rheinischen Hafen' abgehalten, die von kölscher Küche und heiteren Gesprächen geprägt war. Wieder in die Akademie eingerückt, folgte die Vorstellung der Arbeit des Instituts für Theologie und Frieden, bevor uns Dr. Schrage in die Ergebnisse seiner Bewertung des Mali-Einsatzes und einer möglichen – wie könnte es anders sein – friedensethischen Aufarbeitung mitnahm. Hier konnten wir genau erfahren, welche Überlegungen vielleicht angeregt werden sollten, bevor man eine ernsthafte Motivation für ein militärisches Einwirken in fremden Gemeinwesen definieren kann.

Der Samstag endete mit einem gemütlichen Abend, an dem sich junge und alte Offiziere über die neuen Einblicke austauschten. Bei einem Kaltgetränk teilte man die Gewissheit, dass man nicht nur etwas dazu gelernt hatte, sondern auch als Gemeinschaft ein Stückchen näher zusammengerückt ist.

Text: Corvin Nagel

GKS-Kreis München gratuliert seinem „militärischen Landesfürsten“ zum 60. Geburtstag!

Bitten und Wünsche werden vor Gott gebracht

Am Mittwoch, den 19. Januar 2022, beging der in Fürstenfeldbruck (also ein waschechter Oberbayer) geborene Brigadegeneral Thomas Hambach seinen 60. Geburtstag, in der Hauptstadt des Freistaates Bayern, in dessen oberster territorialer Kommandobehörde, dem Landeskommando Bayern, er seit dem 01. Oktober 2019 seinen Dienst als Kommandeur verrichtet. Dadurch ist er der erste Ansprechpartner der Bayerischen Staatsregierung im Rahmen der territorialen Aufgaben und repräsentiert die Bundeswehr in Bayern.

Brigadegeneral Hambach nimmt die Wünsche und Präsente des GKS-Kreises München entgegen

Gleich morgens, nachdem er von Angehörigen seines Stabes noch vor dem Betreten des Gebäudes mit einem Geburtstagsständchen begrüßt wurde und er von seinem Stellvertreter, Oberst Andreas Brendel, eine „anlassbezogene“ Torte überreicht bekam, konnte auch die Gemeinschaft Katholischer Soldaten - Kreis München (im Beisein ihres Bereichsvorsitzenden Leutnant Marcel Rost), ihrem „militärischen Landesfürsten“ gratulieren, ihm Gesundheit, Glück, Erfolg sowie Gottes reichen Segen wünschen und ihm mittels einer kleinen Geste in Form von ausgesuchten Präsenten des Verbandes für seine Verbundenheit in den zurückliegenden Jahren danken.

Im Anschluss daran erfolgte dann der Besuch des ökumenischen Standortgottesdienstes in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne, wo gleich zu Beginn einem Jeden die Möglichkeit eingeräumt wurde, seine ganz individuellen und persönlichen Bitten und Wünsche symbolisch mittels eines kleinen Mosaiks, welches an das auf dem Altar präsente Kreuz geklebt wurde, vor Gott zu bringen.

Die örtliche Militärseelsorge gratuliert Brigadegeneral Hambach zu dessen 60. Geburtstag

Dieser Gottesdienst stand ganz im Zeichen des lutherischen Theologen und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligten Dietrich Bonhoeffer.

Dessen geistliches Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ als Lied und dessen Glaubensbekenntnis, auf welches Militärdekan Jürgen Andreas Eckert (Katholisches Militärpfarramt München) explizit einging und dessen Kernaussagen er hierbei hervorhob, waren/sind zweifelsohne prädestiniert dazu, um bei den Mitfeiernden einen Impuls in Richtung Glaube, Hoffnung und Zuversicht auszulösen. Möge dieser Impuls die Menschen gerade jetzt, in der heutigen, von der Corona-Situation geprägten Zeit, inspiriert und durchweg optimistisch in das noch junge Jahr 2022 und explizit unseren Jubilar in sein siebtes Lebensjahrzehnt blicken lassen.

Militärdekan Nagel, Brigadegeneral Hambach, Militärdekan Eckert und Leutnant Rost

Untermauern lässt sich dieser Wunsch für unseren Gefeierten insbesondere auch noch durch die oft als Glückszahl angesehene Zahl Sieben (in Bezug auf dessen bereits aufgeführtes siebtes Lebensjahrzehnt), welche auch theologisch, von den sieben Gaben des Heiligen Geistes über die sieben Haupttugenden und die sieben Sakramente bis hin zu den sieben Schöpfungstagen etc. ihre Bedeutung hat und welche in der Bibel auch für die Vollkommenheit und Fülle in Gottes Heilsplan steht!

 

Text: Hauptmann Stefan Nüßle, GKS-Kreis München
Bilder: Leutnant Marcel Rost/Hauptmann Stefan Nüßle

 

Herzliche Einladung zum 2. GKS-Online-Abend 2022

Bild: iStock

Papst Franziskus hat für die kommenden drei Jahre zu einem synodalen Weg aufgerufen, der sich mit der Synodalität von Kirche beschäftigt. Eine Synode abzuhalten bedeutet, so Papst Franziskus, gemeinsam als Volk Gottes einen Weg zu beschreiten. Ziel dieses Weges ist es, sich den brennenden aktuellen Fragen in und außerhalb der Kirche zu stellen, die eine vielfältige Breite aufweisen. Zunächst mag die Vorbereitung zur Bischofssynode 2023 wie eine Doppelung zum Synodalen Weg in Deutschland wirken. Doch Papst Franziskus greift viele Anliegen der Teilkirchen aus den letzten Jahren auf und stellt sie auf eine breitere, grundsätzlichere und auch weltkirchliche Basis. Er legt dabei sehr viel Wert auf die Art und Weise des Miteinanders auf dem „gemeinsamen Weg“ und eine Einbindung aller, die sich einbringen wollen. Alle sind eingeladen, mitzudenken, mitzudiskutieren, ihre Gedanken einzubringen.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat alle Katholikinnen und Katholiken in den Diözesen aufgerufen, sich einladen zu lassen und ihre Gedanken, Anregungen, aber auch Kritiken, Wünsche, Hoffnungen und Träume einzubringen. Diese werden in den Diözesen gesammelt und zu einem Papier der Diözese zusammengefasst, das dann einfließt in die zusammengefassten Gedanken der Katholikinnen und Katholiken in ganz Deutschland, die in die Weltsynode eingebracht werden.

Auch wir, als Mitglieder der GKS, als Angehörige der Kirche unter Soldaten, als Menschen, denen etwas an der Kirche liegt, sind eingeladen, mitzudenken und unsere Gedanken einzubringen. Wir wollen dies gemeinsam im Rahmen eines GKS-Online-Abend tun.

Unter Leitung von

Frau Petra Hammann, Dir´in i.K.,
stellv. Leiterin des Referats II, Pastoral und Liturgie im KMBA,

werden wir uns gemeinsam Gedanken dazu machen, was wir in diesen Prozess der Weltsynode einbringen wollen. Nach einer kurzen Einführung wird in Gruppen anhand verschiedener Fragen und Themenstellungen gearbeitet und dann die gesammelten Gedanken im Plenum zusammengeführt.

Der Online-Abend findet
am Mittwoch, den 9. Februar 2022
von 19.30 – 21.00 Uhr statt.

Alles was Sie zur Teilnahme brauchen, ist ein Smartphone oder ein PC (idealerweise mit Mikro und Kamera). Die Veranstaltung wird über das Online-Portal Zoom stattfinden, Sie müssen aber nicht bei Zoom registriert sein.

Wir bitten um

Anmeldung bis zum 8. Februar 2022, 10.00 Uhr

unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zeitgerecht vor der Veranstaltung erhalten Sie dann eine Mail mit den Zugangsdaten und weiteren Hinweisen.

Internationaler Tag der menschlichen
Brüderlichkeit – 4. Februar

Am 21. Dezember 2020 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen während ihrer 75. Plenarsitzung festgelegt, dass der 4. Februar eines jeden Jahres dem Internationalen Tag der menschlichen Brüderlichkeit gewidmet ist. In der Erklärung der Vereinten Nationen heißt es, dass die Versammlung mit der Annahme dieser Resolution die Mitgliedstaaten einlädt, diesen Tag zu begehen, „um den interreligiösen und interkulturellen Dialog zu fördern“.

In dem Bewusstsein, dass wir uns selbst nicht retten können, fordert die Resolution alle Anstrengungen zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs, wie er in dem 2019 in Abu Dhabi von Papst Franziskus und dem Großen unterzeichneten Dokument über die menschliche Brüderlichkeit für Weltfrieden und Koexistenz befürwortet wird Imam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb.

Eine filmische Botschaft des Vatikans zum Tag der menschlichen Brüderlichkeit:
https://www.youtube.com/watch?v=zyvQ55OFvC4

 

Dekanatsarbeitskonferenz I/2021 in Ellwangen (Jagst)!

Blick in die Region Ostwürttemberg

Auf Einladung des Katholischen Leitenden Militärdekanats tagten die Delegierten aus den Pfarrgemeinderäten der Militärpfarrämter sowie die Kreis- und Bereichsvorsitzenden der Gemeinschaft Katholischer Soldaten des Dienstaufsichtsbereiches Baden-Württemberg und Bayern vom 08. Oktober 2021 bis zum 10. Oktober 2021 im Tagungshaus Schönenberg in Ellwangen (Diözese Rottenburg-Stuttgart), der drittgrößten Stadt des Ostalbkreises.

Dekanatsarbeitskonferenz im Oktober 2021

Dort durften die Angereisten bereits am ersten Abend, nach der Eröffnung und der Vorstellung des Programms durch den Moderator Oberstleutnant Johannes Witsch und nach dem Bericht zur Lage, den der Leitende Katholische Militärdekan Artur Wagner vortrug, in der auf dem 530 Meter hohen Schönenberg erbauten Schönenbergkirche, einem der Schmuckstücke barocker Baukunst, im Rahmen einer Abendandacht neben Begegnung und Bildung nun auch noch Besinnung erfahren.

Unter dem Thema „Aufbruch in eine verheißungsvolle Zukunft – Die Neuausrichtung der Militärseelsorge innerhalb des Laienapostolates“ erfolgte am Samstagvormittag dann gemeinsam (Pfarrgemeinderäte/Gemeinschaft Katholischer Soldaten) die inhaltliche Arbeit mit anschließender Auswertung und Diskussion.

Die Schönenbergkirche

Nach dem Mittagessen wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dann selbstverständlich auch noch ein entsprechendes Zeitfenster zur freien Verfügung eingeräumt. Dieses nutzten nicht wenige für einen Spaziergang durch den unweit entfernt gelegenen Stadtkern der ehemaligen Garnisonsstadt Ellwangen, in welcher sich von 1958 bis 2008 der Stab der Panzergrenadierbrigade 30 „Alb-Brigade“ befand. Danach ging es dann in getrennten (Pfarrgemeinderäte/Gemeinschaft Katholischer Soldaten) Sitzungen mit der inhaltlichen Arbeit wieder weiter.

Abends folgte dann die Wahl des neuen Moderators und dessen Stellvertreterin, worauf Oberstleutnant Johannes Witsch somit nach über acht Jahren die Moderation an den frisch gewählten Stabsfeldwebel Gerd Glaubitz übergeben konnte, zwar mit einer gewissen Erleichterung, sicher aber auch mit einer ordentlichen Portion an Wehmut, wie dem scheidenden Moderator und dessen anwesender Gattin deutlich anzusehen war.

Im Inneren des Gotteshauses

Am nächsten Morgen, im Anschluss an die Feedback-Runde, in deren Rahmen Leutnant Marcel Rost (Vorsitzender der Gemeinschaft Katholischer Soldaten – Bereich Süd) die Gelegenheit nutzte, Oberstleutnant Gereon Gräf (Vorsitzender des Katholikenrates beim Katholischen Militärbischof) für das gute Füreinander und Miteinander zu danken und ihm zeitgleich zu dessen Namenstag zu gratulieren (natürlich unter Schenkung entsprechender Präsente), wurde dann in der auch als Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau“ bezeichneten Schönenbergkirche die Eucharistie gefeiert, was zweifelslos als ein äußerst würdiger Abschluss dieses Wochenendes in der Region Ostwürttemberg angesehen und gewertet werden kann.

Vom Vorsitzenden für den Vorsitzenden - Dank und Gratulation

Nach dem anschließenden Mittagessen folgte dann auch schon wieder die Abreise/Rückreise der fast 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche sich, sofern es die Corona-Situation im März 2022 zulässt, dann wieder (sicherlich auch mit der einen oder anderen personellen Veränderung) im Rahmen der kommenden Dekanatsarbeitskonferenz I/2022 in der 10. Kalenderwoche 2022 im Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal (Diözese Rottenburg-Stuttgart) begegnen werden!


Text und Bilder:
Hauptmann Stefan Nüßle,
Gemeinschaft Katholischer Soldaten - Kreis München

 

Weltfriedenstag

Der Weltfriedenstag der katholischen Kirche wird seit 1968 jährlich am 1. Januar begangen. Er geht zurück auf eine Initiative Papst Pauls VI. (1963-1978).

Der Weltfriedenstag steht in jedem Jahr unter einem besonderen Aspekt des Weltfriedens. Zu diesem veröffentlicht der Papst eine Botschaft. 2022 steht der Weltfriedenstag unter dem Motto: „Bildung, Arbeit, Dialog zwischen den Generationen: Instrumente zur Schaffung eines dauerhaften Friedens“.

Anfang Januar lädt der Erzbischof von Köln jedes Jahr zum Internationalen Soldatengottesdienst aus Anlass der Feier des Weltfriedenstages im Erzbistum ein. Er eröffnet damit den Reigen der Weltfriedenstagsgottesdienste, die in den verschiedenen Diözesen übers Jahr verteilt mit großer Beteiligung von Soldatinnen und Soldaten, Polizei und Vertreterinnen und Vertretern der anderen Blaulichtorganisationen gefeiert werden.

In diesem Jahr wurde der Internat. Soldatengottesdienst am 13. Januar 2022 im Kölner Dom coronageschuldet mit kleiner Besetzung gefeiert. Zelebriert wurde der Gottesdienst aufgrund der besonderen Situation im Erzbistum von unserem Militärbischof, Dr. Franz-Josef Overbeck.

Impressionen von Internat. Soldatengottesdienst 2022:

 2022 WFT Koeln 1 klein 2022 WFT Koeln 2 klein 2022 WFT Koeln 4 klein 2022 WFT Koeln 5 klein  
 

Quelle: Pixabay

Botschaft des Papstes zum 55. Weltfriedenstag

Papst Franziskus ruft zu mehr Friedens-Anstrengungen auf

„Alle können zusammenarbeiten, um eine friedvollere Welt aufzubauen“, schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum 55. Welttag des Friedens 2022. Der Papst beklagt die vielen Kriege und schweren Konflikte in der Welt, die Verschlimmerung der Auswirkungen des Klimawandels und die sich immer weiter ausbreitenden Hungersnöte.

Mehr und mehr werde die Wirtschaft geprägt vom Individualismus, als vom Wert der solidarischen Teilhabe. Notwendig sei es, „ein ausgewogenes Verhältnis zwischen wirtschaftlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit“ herzustellen.

Dauerhafter Frieden setze einen Sozialpakt voraus, der den gelingenden Dialog zwischen den Generationen, große, weltweite Anstrengungen im Bildungswesen und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen umfasst.

Der Papst würdigt das Engagement insbes. auch junger Menschen für die Umwelt und eine gerechtere Welt, denn ein „Kurswechsel, den die Schwierigkeiten verlangen, die aus der heutigen ethischen und sozio-ökologischen Krise entstanden sind“ sei zwingend erforderlich. Notwendig sei es, mehr in Bildung zu investieren und weniger in Rüstung. Ein echter internationaler Abrüstungsprozess wäre für die Völker und Nationen und die Erde von großem Nutzen.

Wortlaut der Botschaft des Papstes:
https://www.vatican.va/content/francesco/de/messages/peace/documents/20211208-messaggio-55giornatamondiale-pace2022.html

Neues zum Synodalen Weg

Die nächste 3. Vollversammlung des Synodalen Weges findet vom 3.-5. Februar 2022 in Frankfurt statt. Die Vollversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Synodalen Wegs. Auf der Tagesordnung steht die Beratung und Abstimmung zahlreicher Papiere zu den vier zentralen Themen Sexualität, Rolle der Frauen, Macht und priesterliche Lebensform.

Weitere Infos:
https://www.synodalerweg.de/

GKS-Bundesvorstandssitzung am 21. und 22. Januar 2022 via Zoom

Der Bundesvorstand wird sich in seiner kommenden Sitzung u.a. mit der Vorbereitung der Bundeskonferenz, die im Rahmen der Tage der Begegnung vom 24.-26.3.2022 in Lutherstadt Wittenberg stattfinden wird, befassen.
Auch die Vorbereitung der Teilnahme der GKS am Katholikentag in Stuttgart im Mai 2022 wird ein Thema sein. Die GKS wird dort ein Werkstattgespräch sein zum Thema: Das 5. Gebot halten – wenn andere deshalb getötet werden? Mit Soldat*innen im Gespräch über ein schwieriges Dilemma. Beide Aktivitäten sollen ein Angebot für die Besucherinnen und Besucher des Katholikentages sein, um sich aktiv mit friedensethischen Fragen sehr konkret auseinander zu setzen.
Auch die Erklärung von London des Apostolat Militaire International (AMI), des Dachverbandes aller katholischen Soldatinnen und Soldaten, und wie diese in unserer konkreten Arbeit in der GKS fruchtbar gemacht werden können, wird ein Thema sein.
Und last but not least wird auch der GKS-Haushalt ein Thema sein.

Herzliche Einladung zum 1. GKS-Online-Abend 2022

24 Monate Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland – Eine Zwischenbilanz

Am 1. Advent 2019 wurde der Synodale Weg der kath. Kirche in Deutschland feierlich eröffnet. Seitdem hören wir viel von Auseinandersetzungen, großen Streitpunkten und intensiven Bemühungen, zu tragbaren Kompromissen zu kommen. Aber so ganz genau, was da diskutiert wird, um das zu erfahren, braucht es viel Mühe und Eigeninitiative.

Wir haben die große Chance und Gelegenheit, mit einem Teilnehmer am Synodalen Weg ins Gespräch zu kommen und von ihm aus erster Hand Informationen und seine Sicht der Dinge zu erfahren.
Wir freuen uns deshalb ganz besonders, dass uns

Oberst i.G. Dr. Burkhard Köster

der uns als Mitglied des ZdK für die katholischen Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr in der Synodalversammlung und im Synodalforum 3 “Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ vertritt zum zweiten Mal – bereits im November 2020 war er zu dieser Thematik unser Gast - als Impulsgeber und Gesprächspartner zur Verfügung stehen wird. Wie es schon gute Tradition ist, wird es nach einem Einführungsvortrag viel Zeit geben, um miteinander über diese Thematik, die uns alle angeht, ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung findet
am Mittwoch, den 12. Januar 2022
von 19.30 – 21.00 Uhr statt.

Alles was Sie zur Teilnahme brauchen ist ein Smartphone oder ein PC (idealerweise mit Mikro und Kamera). Die Veranstaltung wird über das Online-Portal Zoom stattfinden, Sie müssen aber nicht bei Zoom registriert sein.
Um alles gut vorbereiten zu können, bitte ich um

Anmeldung bis zum 11. Januar 2022, 10.00 Uhr
unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zeitgerecht vor der Veranstaltung werde ich Ihnen dann eine Mail mit den Zugangsdaten und weiteren Hinweisen zusenden und stehe auch bei technischen Fragen bereit.
Bis dahin alles Gute und bleiben Sie gesund!

Gestern wurde Christine Lambrecht als neue Bundesministerin der Verteidigung vereidigt.

Als erste Amtshandlung ernannte sie die Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller und Thomas Hitschler zu Parlamentarischen Staatssekretären.

Am Nachmittag wurde sie vom Generalinspekteur mit militärischen Ehren im Bundesverteidigungsministerium empfangen.

In ihrer Antrittsrede sagte die Ministerin:
„Es ist eine große Verantwortung für mich, dass die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte jetzt bei mir liegt – eine Verantwortung für über 260.000 Menschen der Bundeswehr. Dafür sind mir Gespräche und Besuche in der Truppe auch schon in den nächsten Tagen besonders wichtig.

Ich möchte gerade mit Blick auf die Auslandseinsätze erfahren, was die Soldatinnen und Soldaten bewegt, wenn sie den Auftrag ausführen, den ihnen das Parlament gegeben hat und dabei Leib und Leben gefährden. Es ist mir wichtig zu wissen, was in den Soldatinnen und Soldaten vorgeht, welche Erfahrungen sie gemacht haben, damit ich mich dann hier im Inneren für sie engagieren und im politischen Raum ganz konsequent für die Belange der Truppe einstehen kann.“

Wir wünschen der Ministerin und ihren Parlamentarischen Staatsekretären alles Gute, Kraft, Mut und Gottes Segen für ihre Aufgabe.

Bilder: Sebastian Wilke / Bundeswehr

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