Militärbischof warnt vor Kürzungen bei der Militärseelsorge

Manche Politiker fordern Kürzungen oder sogar eine Abschaffung der Militärseelsorge. Ein solcher Schritt würde bei Soldatinnen und Soldaten auf Widerstand stoßen, sagt der katholische Militärbischof Overbeck.
Berlin/München (KNA) 16.02.2026


Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck warnt vor Kürzungen bei der Militärseelsorge. „Ich würde behaupten, dass ein solcher Schritt auf Widerstand bei den Soldatinnen und Soldaten stoßen würde“, sagte der Bischof von Essen. „Über 90 Prozent von ihnen nehmen unsere Gespräche und sonstigen Angebote in Anspruch, obwohl nur 50 Prozent aller Soldatinnen und Soldaten getauft sind.“ Zuletzt hatten Politiker von Links und Rechtsaußen sogar eine Abschaffung der Militärseelsorge gefordert.

Mit dem Krieg in der Ukraine kommt eine ganz neue Gefahrenwelt auf uns zu, betonte Overbeck. Das müssen wir intensiv begleiten, nicht nur bei den Soldatinnen und Soldaten, sondern auch bei deren Familien. Die Ängste, möglicherweise in einen Krieg involviert zu werden, steigen und sind nicht von der Hand zu weisen.

Auf die Frage, ob es künftig mehr Militärseelsorger brauche, antwortete der Bischof, diese seien in Konfliktsituationen dringend nötig - zu Hause, aber auch an den Schauplätzen von möglichen Kämpfen, von denen er hoffe, dass sie nicht stattfinden. Entsprechende Vorbereitungen liefen, wohl wissend, dass wir eine Priorisierung der Aufgaben vornehmen müssen angesichts der nicht sehr großen Zahl von Priestern und Pastoralreferentinnen und-referenten, die in der katholischen Kirche für diese Aufgaben zur Verfügung stehen.

 

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