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Max Tau zum 125. Geburtstag - Der erste Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels

Max wer? Der jüdische Autor und Verleger erhielt 1950 als erster den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Von Paula Konersmann KNA

Tief bewegt fühlte sich der Schriftsteller Hans Schwarz von einem Buch: „Glaube an den Menschen“ von Max Tau. Der jüdische Verleger war 1938 aus Deutschland nach Norwegen geflüchtet, wo er bis zum Beginn der deutschen Besatzung als Lektor arbeitete. Sein Buch erschien zehn Jahre nach seiner Flucht.

Am 19. Januar jährt sich Taus Geburtstag zum 125. Mal. Schwarz sah in Tau einen „Botschafter zwischen zwei Welten“, der die jüngste Geschichte in einer Weise beschrieb, zu der damals allerhand Mut gehörte. „Leider waren die Menschen bei uns damals noch nicht so weit, sich davon überzeugen zu lassen“, schrieb Schwarz. Ihm gelang es jedoch, einige Verleger zu überzeugen, dass Tau einen Friedenspreis verdient habe. Die deutschen Verleger mussten ihn stiften, so Schwarz, und damit einen Akt guten Willens gegenüber der Außenwelt begehen. Tau erhielt den Friedenspreis Deutscher Verleger am 3. Juni 1950 in einem Privathaus bei Hamburg. Ein Jahr später wurde die Auszeichnung umbenannt: Bis heute ist sie als Friedenspreis des deutschen Buchhandels bekannt.

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