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Digitale GKS-Akademie 2021


1. Akademie-Abend – Eine gelungene Einladung zum sehr persönlichen Nachdenken

Am 2. November 2021 startete die digitale GKS-Akademie 2021 mit dem ersten Abend. 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich digital und über Zoom verbunden, auf die Suche nach dem, was ihnen Halt gibt und wie sie selbst anderen im Privaten, aber auch im dienstlichen Zusammenhang, Halt geben können.

Und wer sich auf 90 Minuten Zuhören vor dem Bildschirm eingestellt hatte, der wurde schnell eines Besseren belehrt: Der Referent Ludwig Weitz, dessen Profession im Coaching von Menschen und Organisationen liegt, begann seine Ausführungen mit der zurückgespielten Frage: Was gibt Ihnen Halt? In diesen Zeiten? In Ihrer Verantwortung für andere? In kleinen Gruppen in den sogenannten Break-out-Räumen ging es dann sehr rasch wirklich mitten in diese Fragestellung hinein. Deutlich wurde, wie tief diese Fragen in einer Zeit bewegen, in der alles und alle vor großen Veränderungen stehen und diese Veränderungen nicht nur die Äußerlichkeiten betreffen, sondern bis ins Grundsätzlichste und Grundlegende hinein gehen. Vieles von dem, was fester Bestandteil des eigenen Lebens und des Lebens der Gemeinschaft war, das unverrückbare rechte und linke Leitplanken darstellte, trägt nicht mehr, gibt keinen oder nur noch als sehr unsicher empfundenen Halt. Was kann mir in einer solchen Situation konkret Halt geben? Die Teilnehmer tauschten sich über ihre sehr persönlichen Antworten auf diese Frage aus. Ludwig Weitz machte im nächsten Schritt deutlich, dass Leben Veränderung ist, dass es nicht anhaltbar, nicht aufhaltbar ist, aber es Möglichkeiten gibt, gut in und mit diesen Veränderungen zu leben. Eine davon stellt die Resilienzforschung vor.

Sie geht von 7 Säulen aus, die einen Menschen widerstandsfähig in schwierigen Situationen machen: Eine von Optimismus getragene Grundhaltung, die Fähigkeit zur Akzeptanz dessen, was nicht zu ändern ist, Lösungsorientiertheit, den Willen, die Opferrolle zu verlassen und damit zum Subjekt, zum Handelnden in der Situation zu werden, der Wille zur Übernahme von Verantwortung für das eigene Schicksal, die Orientierung auf ein Netzwerk, in dem ich Unterstützung und Mit-Getragenwerden finden kann und die Fähigkeit, auch in schwierigsten Situationen nicht den Blick für die – bessere - Zukunft zu verlieren.

Nachdenklich und um viele Gedankenanstöße reicher verabschiedeten sich die Teilnehmer nach einem geistlichen Impuls voneinander.

Jedoch nicht ohne vom Akademieleiter, Oberst Rüdiger Attermeyer, darauf hingewiesen worden zu sein, dass am kommenden Dienstag der nächste digitale Akademieabend folgen wird:

Dienstag, der 9. November 2021, 19.30 – 21.00 Uhr
Thema: Hat oder braucht die Bundeswehr ein eigenes Menschenbild?

Referent: Oberst i.G. Reinhold Janke,
Zentrum Innere Führung, Abt Weiterentwicklung Innere Führung

 

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