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1939 1945 GKS Shutterstock w1939 - 1945 / (c) Shutterstock.com

75 Jahre Kriegsende in Europa – 

Kein Frieden ohne Versöhnung

 

Am 8. Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich bedingungslos. – Damit war zumindest in Europa der 2. Weltkrieg beendet.
Er ist der größte militärische Konflikt in der Geschichte der Menschheit.
Direkt oder indirekt waren über 60 Staaten an ihm beteiligt, geschätzte 110 Millionen Menschen nahmen als Soldaten oder sonstige Bewaffnete an ihm teil.

Brandbomben Dresden GKS Shutterstock wBrandbomben auf Dresden / (c) Shutterstock.com
Die Zahl der Kriegstoten wird mit mehr als 60 Millionen Menschen angegeben. Weitere 17 Millionen Menschen waren verschollen und blieben es oft bis heute.

Zahlen, die so unvorstellbar hoch sind, dass es schwer fällt, ihre Dimension wirklich zu erfassen.

Der von Deutschland ausgegangene Zweite Weltkrieg war nicht nur ein Krieg gegen Staaten, sondern ausdrücklich gegen die Bevölkerungen der überfallenen Staaten gerichtet. Militärisches Handeln gab den Rahmen für Massenverbrechen an Juden, Kriegsgefangenen, Sinti und Roma, politisch Andersdenkenden, Behinderten und Zwangsarbeitern.
Angesichts der Grausamkeit, der Menschenverachtung, des millionenfachen Sterbens und des unsagbaren Leids, schworen sich viele Menschen guten Willens damals:


Nie wieder Krieg!

Dieser Schwur bindet uns bis heute.

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges herrscht in Deutschland Frieden. Dies ist die längste Friedensperiode, die Deutschland jemals erleben durfte.

75 Jahre Frieden! –

Diese 75 Jahre Frieden sind ein großes Geschenk, aber sie sind auch eine Herausforderung und eine Verpflichtung, die Gegenwart und Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen auf dieser Welt zu gestalten.

Sankt Michael redaktionelle Nutzung Shutterstock wSankt Michael / GKS / redaktionelle Nutzung / Electric Egg / Shutterstock.com

Der Katholikenrat beim Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr und die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) haben aus diesem Anlass eine gemeinsame Erklärung unter dem Titel

„Kein Frieden ohne Versöhnung“

herausgegeben.

„Die europäische Geschichte nach dem 8. Mai 1945 zeigt uns: nur wenn letztlich Feindschaft und Hass überwunden und stabile Beziehungen etabliert werden, ist ein dauerhafter Frieden möglich (Gaudium et Spes, Nr. 82). Der Einsatz militärischer Mittel kann für uns daher immer nur die letzte Möglichkeit sein, um weitere Gewalt einzudämmen und den Politikern sowie zivilen Friedensinitiativen Zeit und Raum zum Verhandeln einer dauerhaften und gerechten Friedenslösung zu verschaffen. Der 8. Mai 1945 steht für uns daher nicht nur als Verpflichtung für den Frieden, sondern auch für die Hand der Versöhnung und die Chance auf einen positiven Neuanfang“ heißt es dort.

 

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