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Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) gestaltet „Friedenstag“ in Fürsty

Zur Erinnerung an das Ende der XX. Olympischen Sommerspiele veranstaltete die GKS am 10./11. September 2022 unter dem Motto „Friedenstag nine eleven 1972“ ein Gedenkwochenende mit einem bunten Strauß verschiedenster Veranstaltungen.

Oberstleutnant Rufin Mellentin, der Vorsitzende des Sachausschusses Sicherheit und Frieden und seine Helferinnen und Helfer, hatten viele Wochen intensiv die unterschiedlichen Veranstaltungen vorbereitet. Der Bundesvorstand der GKS hatte seine Vorstandssitzung extra nach Fürstenfeldbruck verlegt, um die Veranstaltung und das damit verbundene Ansinnen zu unterstützen.

Mit einem Gottesdienst in St. Mariä Himmelfahrt im Kloster Fürstenfeld begann der Veranstaltungsreigen.

Die Heilige Messe wurde als Friedensgottesdienst vom Geistlichen Beirat der GKS auf Bundesebene, dem Leitenden Militärdekan Bernd F. Schaller zelebriert. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch den Ukrainischen Chor „Pokrow“ aus München und dem Akkordeonorchester „Maisacher Würfel“ umrahmt.

Ein kleiner Höhepunkt im Gottesdienst war die Segnung der Hainbuche, die als Erinnerung an diese Tage und als Zeichen des Friedens am kommenden Tag am Ehrenmal der Luftwaffe gepflanzt werden sollte.

Nach einer zünftigen Stärkung aus der Gulaschkanone begann dann der kulturelle Teil des Abends:

Die GKS lud zur Soirée im Kunsthaus Fürstenfeldbruck. Die Leiterin des KUNSTHAUSES, Frau Dr. Barbara Kink, hatte der GKS hierfür dankenswerterweise die Räumlichkeiten des KUNSTHAUSES mit der aktuellen Ausstellung: Olympia 1972 als großartigen Rahmen zur Verfügung gestellt.

Oberstleutnant Mellentin führte durch den bunten Abend und lud die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich ein, die Sonderausstellung „50 Jahre Olympia in München“ mit original Exponaten zu besuchen. Musikalisch begleitet wurde der Abend durch das Akkordeonorchester „Maisacher Würfel“. Ein absolut gelungener Abend zum Ausklang des Tages.

Am nächsten Morgen traf man sich am Kasernentor in Fürstenfeldbruck, um gemeinsam im Bus zur olympischen Regattastrecke in Oberschleißheim zu fahren. Von dort startete der Friedensmarsch, mit dem 50 Jahre nach Beendigung der XX. Olympischen Spiele in München die 50 Marschierenden den unermüdlichen Einsatz auf allen Ebenen für Frieden zwischen den Staaten, Ländern, Völkern und Menschen anmahnten.

Der 50. Jahrestag des Endes der XX. Olympischen Siele war dabei nicht von Ungefähr gewählt, denn am 5. September 1972 hatten palästinensische Terroristen Mitglieder der israelischen Olympia-Mannschaft als Geiseln genommen. Die Befreiungsaktion auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck scheiterte. Am Ende waren elf Israelis, ein bayerischer Polizist und fünf Terroristen tot. Das als fröhliches Friedensfest der Völker der Welt gedachte Sportgroßereignis endete in einer Tragödie. Aber gerade diese Tragödie mahnt uns bis heute, immer wieder für den Frieden einzutreten.

In diesem Sinne marschierten die Teilnehmenden die 15 km bis zur Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Dachau. Einem der Orte, in denen allen, die sie betreten mit Wucht deutlich gemacht wird, wohin Menschenverachtung und die Sucht, sich über andere zu erheben und sich selbst zu überhöhen, führt und der uns auch 72 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs immer wieder eindringlich mahnt, uns unverdrossen und mit aller uns zur Verfügung stehenden Kraft, Ausdauer und Kreativität für den Frieden einzusetzen.

Im Saal des Karmelitinnen-Klosters an der Gedenkstätte Dachau empfingen uns die Schwestern herzlich und bei einer Leberkäs-Semmel und einem Getränk konnten sich alle vom Marsch erholen. Daran schloss sich ein Impuls in der Kapelle des Klosters an, geleitet durch den ausgebildeten Gottesdienstleiter und Vorstandskollegen OStFw a.D. Reinhard Kießner. Dann ging es unter der Führung von Oberstleutnant Dr. Würmseher auf zur Führung durch die KZ-Gedenkstätte Dachau – für alle ein sehr emotional bewegender Besuch.

Aber der Tag war noch nicht zu Ende.

Zurück an der Kaserne in Fürstenfeldbruck versammelten wir uns am Luftwaffenehrenmal um gemeinsam das im Friedensgottesdienst am Vortag gesegnete Hainbuchen-Bäumchen in Erinnerung an diesen Tag und als Friedensmahnung zu pflanzen. – Möge es wachsen und gedeihen und seine Aufgabe als Friedensmahner noch viele Generationen lang erfüllen!

Mit einem vom Pfarrgemeinderat des Militärpfarramts Fürstenfeldbruck organisierten Pfarrfest, das mit einem ökumenischen Gottesdienst begann, klangen die erfüllten Stunden, die ganz im Zeichen des Betens, Redens und Marschierens für den Frieden gestanden haben, aus.

Schön war es! Ein herzliches Dankeschön allen, die sich in der Organisation und Durchführung eingebracht haben. Und es sei klar gesagt: Beim Weggehen hatte mehr als eine Person den Gedanken, dass man das ruhig im nächsten Jahr wieder angehen könnte!

Bilder: Baum

 

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