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Digitale Bundeskonferenz 2021

Digitale Bundeskonferenz 2021Digitale Bundeskonferenz 2021 

Am 7. und 8. Mai 2021 führte die GKS ihre Bundeskonferenz der Corona-Pandemie geschuldet erstmals digital durch.

Die Anspannung war bei den Verantwortlichen mit Händen zu greifen als der Zeitpunkt der Eröffnung der digitalen Konferenz näher rückte. Würde alles so klappen, wie wir es geplant hatten? Würde die Technik funktionieren? Würde es eine Bundeskonferenz werden, bei der wir unsere drei B – Begegnung, Bildung, Besinnung – mit Leben füllen würden? Diese Fragen führte beim ein oder anderen Verantwortlichen zu einer kurzen Nacht. – Rückblickend kann gesagt werden: Es hat sich gelohnt!

Der technische Ablauf, zum Teil mit zwei digitalen Tools, um sowohl das Meeting durchzuführen als auch die geheimen Bundesvorstandswahlen wirklich geheim und rechtssicher durchzuführen, verlief nahezu reibungslos – und die wenigen Schwierigkeiten konnten kompetent und schnell beseitigt werden.

Mit bis zu 55 Teilnehmenden, davon 44 stimmberechtigten Delegierten, war die Konferenz gut besucht. Und sowohl die Delegierten als auch die Gäste „fremdelten“ sehr rasch nicht mehr mit dem zumindest für eine Bundeskonferenz doch ungewöhnlichen Medium. So wurden auch die Pausen zum regen Austausch genutzt, ganz ähnlich wie es auch am Kaffeetresen gewesen wäre, wenn wir uns in Präsenz getroffen hätten. Und beim digitalen Kaminabend, bei dem sich die Delegierten am Freitagabend in „breakout rooms“ in kleinen Ruppen zum informellen Beisammensein im Cyberraum trafen, wurde intensiv diskutiert und auch die persönliche Begegnung kam nicht zu kurz.

Hier einige „Splitter“, die einen Eindruck von der Bundeskonferenz geben:

Bundeskonferenz

Eröffnung der Bundeskonferenz durch Stabshauptmann Andreas Quirin

Der Bundesvorsitzende der GKS, Stabshauptmann Andreas Quirin, hat die diesjährige Bundeskonferenz eröffnet. Es sei dem Bundesvorstand nicht leichtgefallen, die Bundeskonferenz digital durchzuführen, weil „Aspekte im zwischenmenschlichen Bereich schwer über den Bildschirm zu transportieren sind“, sagte er in seiner Begrüßungsrede. Die Corona-Pandemie hat den Verantwortlichen aber keine Wahl gelassen. Der Bundesvorsitzende war sich jedoch zu jeder Zeit sicher, dass auch auf dem digitalen Weg die Bundeskonferenz, – in der auch ein neuer Bundesvorstand gewählt würde –, erfolgreich gestaltet werden würde. Er bedankte sich bei der Bundesgeschäftsführerin der GKS, Frau Regina Bomke, und dem IT-Beauftragten, Herrn Oberstabsfeldwebel a.D. Hubert Berners, ohne deren Einsatz und Arbeit die Umsetzung der digitale Bundeskonferenz so nicht möglich gewesen wäre. „Mit großer Liebe zum Detail haben sie daran gearbeitet, dass die Säulen Bildung, Begegnung und Besinnung auch über die Bildschirme transportiert werden.“ Anschließend gab er das Wort an den Geistlichen Beirat auf Bundesebene, Militärdekan Bernd F. Schaller, und bat ihn um seinen geistlichen Impuls zum Einstieg in die Bundeskonferenz. 

Geistlicher Impuls zur Eröffnung der Bundeskonferenz

Der Geistliche Beirat auf Bundesebene, Militärdekan Bernd F. Schaller, hat in seinem geistlichen Impuls über die Geschichte vom Aufbruch Abrahams in das gelobte Land gesprochen. „Eine besondere Bundeskonferenz braucht einen besonderen Einstieg“, betonte er in diesem Zusammenhang. Genauso wie die Bundeskonferenz in Anbetracht der Corona-Pandemie zum ersten Mal digital durchgeführt werden würde, ebenso kann deren digitale Umsetzung und Durchführung einen Aufbruch in eine neue Welt bedeuten. Militärdekan Schaller warb darum, den neuen Wegen zu vertrauen, „auf die der Herr uns weist“.

 

„Wortmeldung können über den Chat gegeben werden.“

Es ist mit Sicherheit das erste Mal gewesen, dass der Vorsitzende des GKS-Sachausschusses Kommunikation, Oberstleutnant Marian Schiebilski, als bewährter und im besten Sinne gewohnter Moderator auf diese Weise zu den Delegierten und Gästen gesprochen hat.

In memoriam

In Memoriam
Gemeinschaft bedeutet miteinander unterwegs sein, ein Stück des Lebens miteinander teilen. So gedachte die Versammlung derer, die in den letzten 12 Monaten aus diesem Leben gegangen sind, besonders General a.D. Karl-Heinz Lather und des langjährigen Geistlichen Beirats auf Bundesebene, Prälat Walter Theis.

Unsere Gäste haben das Wort

Neben den Delegierten durften auch zahlreiche Gäste begrüßt werden, die sich aus der Ferne oder Nähe zuschalteten, um ihre Verbundenheit mit der GKS zu unterstreichen. Einige hatten die Gelegenheit zu einem Grußwort.

Die GKS hat „frühzeitig auf das digitale Format gesetzt“

Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks hat in seinem Grußwort dabei die Außergewöhnlichkeit der diesjährigen Bundeskonferenz betont. Die GKS habe „frühzeitig auf das digitale Format gesetzt“ – und das auch „sehr erfolgreich“, sagte er. General Rieks gratulierte den Verantwortlichen zu diesem wichtigen Schritt, denn „alles andere wäre eine Absage gewesen“. Weiterhin betonte er, dass die GKS mit ihren Leitsätzen und Prinzipien auf gutem Boden stünde. Er hat über drei wichtige Herausforderungen für die GKS gesprochen: Erstens: „Wir werden uns massiv über Drohnen und den Technologien unterhalten müssen.“ (Friedensethik) Zweitens: „Haben wir so wenig Kirchlichkeit, dass wir uns nicht nach vorne bewegen und mitreden?“ (christliche Ansätze) Und drittens, die GKS müsse für ihren Auftrag mehr Menschen werben und könne dies auch, da sie inhaltlich auf einem guten Weg sei.  

„Gemeinsam werden wir die Herausforderungen der Nach-Corona-Zeit angehen“

Der Präsident der AKS, Brigadier Mag. Martin Jawurek unterstrich in seinem Grußwort die seit vielen Jahren bestehenden und auch in Pandemiezeiten guten Beziehungen zwischen seinem Verband und der GKS. In einem Blick auf den eigenen Verband machte er deutlich, dass mit dem Ende der Pandemie viel Arbeit auf seinen Verband, aber auch auf die Kirche als Ganzes zukäme, da es in vielen Bereichen die Notwendigkeit gäbe, sich neu aufzustellen. Er setze dabei auf die gegenseitige Unterstützung und das aktive Miteinanderunterwegssein von AKS und GKS auf nationalem und internationalem Parkett.

„Die GKS hat eine Brückenfunktion“

Für die Deutsche Kommission Justitia et Pax sprach Dr. Markus Patenge das Grußwort. Er sagte, dass die GKS ein wichtiger Partner sei. Sie habe eine Brückenfunktion, die „wir so sonst nicht leisten können“. Er schätze besonders die militärische Expertise der GKS etwa im gemeinsamen Austausch zum Papier „Atomare Bewaffnung“. Er betonte, dass er sich auf die künftige Zusammenarbeit und den Austausch freue, der notwendig sein wird unter anderem hinsichtlich einer Europäisierung der Bundeswehr.  

Was war, was soll werden? – Interviews zu Lage der GKS
Screenshot Andreas
In der Bundeskonferenz ist der „Lagebericht“ von großer Wichtigkeit, denn in ihm wird auf die vergangenen 12 Monate zurückgeschaut, das verbandliche Tun bewertet und daraus Schlüsse für das weitere Vorgehen gezogen. In diesem Jahr wurde der Lagebericht in einer etwas anderen Form präsentiert:
Der Moderator interviewte die Entscheidungsträger der Bundesebene, der Bereichsebene und der Sachausschüsse und lockte manche Bewertung des Vergangenen und Aussage zur Zukunft aus ihnen heraus.
Im Mittelpunkt aller Aussagen stand natürlich die Corona-Lage mit ihren Auswirkungen auf das Verbandsleben. Mehr als ein Jahr konnten nun schon keine Intensivmaßnahmen der GKS mehr angeboten werden, haben – fast - keine persönlichen Treffen der Mitglieder auf den unterschiedlichen Ebenen mehr stattgefunden. Die Hoffnung, dass dies sich in den nächsten Monaten grundlegend ändert, ist groß. Deutlich wurde aber, dass in der Zwischenzeit auf allen Ebenen das Zusammenkommen via Zoom als echte Alternative angekommen ist. Und obwohl sich natürlich alle selbstverständlich auf Präsenzveranstaltungen mit der Möglichkeit der „echten“ Begegnung freuen, ist jetzt schon klar: Auf das monatliche Online-Seminar via Zoom oder die rasch organisierte digitale Besprechung zwischendurch will niemand mehr verzichten.
Den gesamten Lagebericht finden Sie hier

Die Bundeskonferenz hat gewählt

WahlergebnisDer Vorsitzende des Wahlausschusses, Oberstleutnant Frank Nowak, und der IT-Beauftragte der GKS, Oberstabsfeldwebel a.D. Hubert Berners, haben die Teilnehmenden durch die erste digitale Wahl der GKS geführt. Nachdem Frank Nowak in das online-Wahlprozedere eingeführt hatte, hatten die wahlberechtigten Mitglieder pro Wahldurchgang eine Minute Zeit, digital über eine*n neue*n Bundesvorsitzende*n abzustimmen.

Das Ergebnis: Der „alte“ Bundesvorsitzende der GKS, Stabshauptmann Andreas Quirin, ist der neue Bundesvorsitzende, die beiden Stellvertreter*innen bleiben Hauptfeldwebel Juliana Haberlag und Oberstleutnant Gerd Fridrich.

„Wir werden Mut brauchen, Ideen zu entwickeln“ 

Der Bundesvorsitzende der GKS, Stabshauptmann Andreas Quirin, betonte in seiner Dankesrede, dass die GKS in den nächsten zwei Jahren, Mut brauchen werde, Ideen zu entwickeln. Die GKS ist in einer Umbruchphase und die Steuerung und das Voranbringen dieses Prozesses wird die Hauptaufgabe der nächsten beiden Jahre sein.
Der neu gewählte Vorstand bedankte sich bei den Teilnehmenden für das Vertrauen und für die erfolgreiche Umsetzung der ersten Onlinewahl und bat darum, die vor der Gemeinschaft liegenden Aufgaben gemeinsam anzugehen und einander bei der Umsetzung auf allen Ebenen zu unterstützen.

Der Militärbischof hat das Wort - „Wir leben in spannenden Zeiten“

Der Militärbischof hat das WortNachdem der Katholische Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck der GKS zur Wahl des neuen Bundesvorstandes gratuliert hatte, wünschte er der Gemeinschaft gutes Gelingen und eine gute Zusammenarbeit, denn „wir leben in spannenden Zeiten“.

Der Militärbischof stellte seinen Vortrag unter  einen inhaltlichen Dreischritt:
Ausgehend von den coronabedingten kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, die wir derzeit erleben, stellte er die Frage, was dies für die GKS bedeutet, um dann einen allgemeinen Blick auf die Kirche und die Militärseelsorge zu werfen.

Corona hat wie ein Brandbeschleuniger bereits absehbare Entwicklungen, die in den nächsten 10 Jahren eingetreten wären, bereits jetzt virulent werden lassen und wirkt zugleich wie ein Brennglas, das viele Dinge, die bisher übersehen, in ihrer Bedeutung nicht erkannt oder ignoriert worden waren, in den Fokus rückt. Vieles, was sich coronabedingt verändert hat, wird auch nach dem Ende der Pandemie nicht einfach „zurückzudrehen“ sein.

Für die GKS hat dies deutliche Auswirkungen, da sie sich als Verband Strukturen verdankt, die gerade in radikaler Veränderung sind. Sie befindet sich dadurch im Spagat zwischen den Mitgliedern, die die traditionelle Linie des Verbandslebens schätzen und an ihr festhalten wollen und der Gruppe derer, für die die GKS nur interessant ist wegen ihrer Themen, ihrer inhaltlichen Arbeit und ihrer inhaltlichen Projekte.
Der Militärbischof bat die GKS, sich mit 3 wichtigen Themenfeldern, die aus der Sicht des Militärbischofs für die GKS an sich und das Wirken der GKS in der Militärseelsorge entscheidend sind, zu befassen:

  • Stärkung der inhaltlichen Arbeit in die GKS, in die Militärseelsorge und in Gesellschaft und Politik hinein
  • Stärkung des Verbandslebens und der Integrationsfähigkeit der GKS, um geistige und geistliche Heimat sein zu können
  • Stärkung des Gottesdienstes als Mittelpunkt des christlichen Lebens und der christlichen Gemeinschaft

Im Anschluss bestand die Möglichkeit für die Delegierten und Gäste, Fragen an den Bischof zu stellen, wovon intensiv Gebrauch gemacht wurde.

Gottesdienst

Gott Dein guter Segen
Schneller als gedacht waren die Stunden der Bundeskonferenz vorüber.
Zum Schluss stellten die Delegierten und Gäste in der durch den Geistlichen Beirat auf Bundesebene, Bernd F. Schaller, zelebrierten und  digital übertragenen Heiligen Messe all ihr Tun in und für die GKS unter den Segen Gottes.

Schon jetzt freuen wir uns auf die Tage der Begegnung 2022, die im März 2022 in Wittenberg und mit hoffentlich vielen Möglichkeiten zur persönlichen Begegnung stattfinden werden. 

 

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