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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

GKS / Berlin

Im September 2020 sollte die GKS-Akademie Oberst Helmut Korn wieder stattfinden.
Alle 2 Jahre bieten wir diese Akademie an, um 3,5 Tage gemeinsam ein Thema unter den verschiedensten Aspekten und in gebotener Tiefe und Intensität zu beleuchten.
In diesem Jahr sollte sich die Akademie unter dem Thema: „Handeln braucht Ordnung? – Soldat in einer neuen Welt!“ mit verschiedenen grundsätzlichen und aktuellen friedensethischen Fragen, dem Menschenbild der Inneren Führung und möglichen Ordnungsrahmen, die bei den sich immer schneller wandelnden Herausforderungen Orientierung und Halt geben können, befassen.
Die Corona-Pandemie stellte uns alle dann von einem zum anderen Tag vor ungeahnte Herausforderungen und tut dies bis heute.
Es gilt, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern und auszuhalten. Hierfür bedarf es aller Kraft und des Einsatzes vieler, im privaten, gesellschaftlichen und auch dienstlichen Bereich.
Wir haben uns deshalb entschlossen, die GKS-Akademie in das kommende Jahr zu verschieben.

Deshalb bitte schon jetzt notieren:
GKS-Akademie Oberst Helmut Korn
vom 7.-10.November 2021
im Diözesan-Exerzitienhaus Sankt Paulus in Leitershofen, 86391 Stadtbergen

Wir freuen uns schon auf viele gute Gespräche, interessante Referent*innen und eine aspekt- und sichtenreiche Akademie!

Und wer jetzt neugierig geworden ist, der kann sich hier einen kleinen Eindruck von der letzten GKS-Akademie verschaffen: https://gemeinschaft-katholischer-soldaten.de/index.php/verband/unser-verbandsleben/43-tradition-gestern-heute-morgen

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Gelungene Auftaktveranstaltung zur Drohnendebatte 2020

Drohne shutterstock 690489076 w(c) shutterstock.com / 690489076

Der erste Schritt zur Eröffnung einer breiten öffentlichen Diskussion der Frage der Bewaffnung von Drohnen, die durch die Bundeswehr eingesetzt werden, ist getan!
Corona-Pandemie entsprechend veranstaltete das Bundesverteidigungsministerium eine Podiumsdiskussion mit drei unterschiedlich besetzten Panels als Livestream-Veranstaltung.
Diskutiert wurde das Thema unter ethischen, politisch-militärischen und völkerrechtlichen Aspekten.
Dass das Thema kein Leichtgewicht ist, bei dem es einfache, auf der Hand liegende Lösungen gibt, wurde in jedem Panel deutlich. Erst die sehr differenzierter Betrachtung ließ die unterschiedlichen Argumentationslinien, die zu den unterschiedlichen Beurteilungen führen, deutlich werden.
In den drei Panels gelang es, den Argumentationsrahmen aufzuzeigen, innerhalb dessen die Entscheidungskriterien für oder gegen die Bewaffnung von Drohnen zu suchen und gegeneinander abzuwägen sind.
Deutlich wurde, dass die Diskussion der Frage der Bewaffnung der Heron TP für die Bundeswehr, die demnächst im Bundestag zu führen sein wird, nur ein Einstieg in die allgemeine Debatte des Einsatzes von ferngesteuerten, autonomen oder sogar KI-gestützten Waffensystemen sein muss.
Die Diskussionsveranstaltung soll nur der Anfang eienr breit angelegten Debatte sein, die sowohl in der Gesellschaft als auch im Bundestag in den kommenden Wochen zu führen sein wird.
Wir freuen uns auf eine breite, intensive, sachliche und streitige Debatte, nicht nur unter Expert*innen und im Bundestag, sondern in der Gesellschaft.
Wir sind dabei!
Unsere ausführliche Stellungnahme zur Bewaffnung der Heron TP für die Bundeswehr könne Sie hier nachlesen.

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Spiritueller Impuls zum 8. Mai

Am 14. November 1940 flog die Deutschen Luftwaffe einen verheerenden Angriff auf die englische Stadt Coventry, rund einhundertfünfzig Kilometer von London entfernt. Über fünfhundert Menschen starben, viele Gebäude, darunter auch die mittelalterliche Kathedrale St. Michael, wurden zerstört. Der damalige Domprobst Richard Howard ließ aus drei Zimmermannsnägeln des Dachstuhls, die bei den Aufräumarbeiten gefunden wurden, ein Kreuz schmieden und an die Chorwand der Ruine die Worte „FATHER VORGIVE“ („Vater vergib“) meißeln. Im Lauf der Zeit sind viele Kopien des sogenannten „Nagelkreuz von Coventry“ in der ganzen Welt verstreut. Ebenso hat sich die „Nagelkreuzgemeinschaft“ gebildet, deren weltweite Mitglieder an jedem Freitag um 12.00 Uhr das 1959 entstandene „Versöhnungsgebet von Coventry“ beten. Auch nach 75 Jahren Kriegsende hat das Gebet immer noch Bedeutung und Berechtigung.

Nagelkreuz Berlin Schaller w

Versöhnungsgebet von Coventry

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
Vater, vergib!

Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist,
Vater, vergib!

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
Vater, vergib!

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen,
Vater, vergib!

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge,
Vater, vergib!

Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht,
Vater, vergib!

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott,
Vater, vergib!

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1939 1945 GKS Shutterstock w1939 - 1945 / (c) Shutterstock.com

75 Jahre Kriegsende in Europa – 

Kein Frieden ohne Versöhnung

 

Am 8. Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich bedingungslos. – Damit war zumindest in Europa der 2. Weltkrieg beendet.
Er ist der größte militärische Konflikt in der Geschichte der Menschheit.
Direkt oder indirekt waren über 60 Staaten an ihm beteiligt, geschätzte 110 Millionen Menschen nahmen als Soldaten oder sonstige Bewaffnete an ihm teil.

Brandbomben Dresden GKS Shutterstock wBrandbomben auf Dresden / (c) Shutterstock.com
Die Zahl der Kriegstoten wird mit mehr als 60 Millionen Menschen angegeben. Weitere 17 Millionen Menschen waren verschollen und blieben es oft bis heute.

Zahlen, die so unvorstellbar hoch sind, dass es schwer fällt, ihre Dimension wirklich zu erfassen.

Der von Deutschland ausgegangene Zweite Weltkrieg war nicht nur ein Krieg gegen Staaten, sondern ausdrücklich gegen die Bevölkerungen der überfallenen Staaten gerichtet. Militärisches Handeln gab den Rahmen für Massenverbrechen an Juden, Kriegsgefangenen, Sinti und Roma, politisch Andersdenkenden, Behinderten und Zwangsarbeitern.
Angesichts der Grausamkeit, der Menschenverachtung, des millionenfachen Sterbens und des unsagbaren Leids, schworen sich viele Menschen guten Willens damals:


Nie wieder Krieg!

Dieser Schwur bindet uns bis heute.

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges herrscht in Deutschland Frieden. Dies ist die längste Friedensperiode, die Deutschland jemals erleben durfte.

75 Jahre Frieden! –

Diese 75 Jahre Frieden sind ein großes Geschenk, aber sie sind auch eine Herausforderung und eine Verpflichtung, die Gegenwart und Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen auf dieser Welt zu gestalten.

Sankt Michael redaktionelle Nutzung Shutterstock wSankt Michael / GKS / redaktionelle Nutzung / Electric Egg / Shutterstock.com

Der Katholikenrat beim Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr und die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) haben aus diesem Anlass eine gemeinsame Erklärung unter dem Titel

„Kein Frieden ohne Versöhnung“

herausgegeben.

„Die europäische Geschichte nach dem 8. Mai 1945 zeigt uns: nur wenn letztlich Feindschaft und Hass überwunden und stabile Beziehungen etabliert werden, ist ein dauerhafter Frieden möglich (Gaudium et Spes, Nr. 82). Der Einsatz militärischer Mittel kann für uns daher immer nur die letzte Möglichkeit sein, um weitere Gewalt einzudämmen und den Politikern sowie zivilen Friedensinitiativen Zeit und Raum zum Verhandeln einer dauerhaften und gerechten Friedenslösung zu verschaffen. Der 8. Mai 1945 steht für uns daher nicht nur als Verpflichtung für den Frieden, sondern auch für die Hand der Versöhnung und die Chance auf einen positiven Neuanfang“ heißt es dort.

 

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Wenn Soldatinnen und Soldaten nicht in die Kirche gehen können,
dann kommt sie eben nach Hause.

Der Katholische Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Franz-Josef Overbeck feiert am Sonntag, 12. April, ab 10 Uhr in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“ die Messe. Dazu trägt ein Soldat aus Berlin die aufgezeichnete und zugeschaltete Lesung vor. Sie wird mit Video-Livestream über die Homepage des Bistums Essen und über seine Facebook-Seite ausgestrahlt. Damit haben auch Bundeswehrangehörige einen zentralen katholischen Gottesdienst an Ostern, der an allen Einsatzorten Gemeinsamkeit schafft. Wegen Corona wurden alle Gottesdienste abgesagt; so geht die Katholische Militärseelsorge in Verbindung mit dem Bistum Essen auf die Bedürfnisse der Menschen ein und kommt auf die Bildschirme und Smartphones. Dadurch sollen möglichst viele Gläubige und Interessierte die Möglichkeit erhalten, den Gottesdienst mitzufeiern. Da die Anwesenheit in der Kirche nicht möglich ist, werden die Lesungen und Fürbitten an verschiedenen Orten des Bistums aufgezeichnet und im Video-Stream eingespielt.

https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-uebertraegt-ostergottesdienst-mit-bischof-overbeck/ fbclid=IwAR0oX9KgTXL_Zj0nDiKl5jOlK0Hb3XjHwoU2mpiPL9eSz6IgZQtAj1EJ3VQ

Weiterhin möchten wir Sie noch auf einen Videobeitrag von Militärbischof Overbeck aufmerksam machen, den Sie unter
https://www.katholische-militaerseelsorge.de/militaerbischof/ostern-2020/ finden.

 

(Quelle: KS / Doreen Bierdel)

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„EUROPA IST EINE GROSSE MÖGLICHKEIT“

Matthias HorxMatthias Horx

 

 

Matthias Horx ist „Trend- und Zukunftsforscher“.
Mit uns hat er für den AUFTRAG 304 Ende 2019 über Europa, den Klimawandel, Donald Trumpund die AfD gesprochen.

 

 

 

Sehr geehrter Herr Horx, Sie sind Zukunftsforscher. Sind Sie im Hinblick auf unsere europäische Zukunft optimistisch oder pessimistisch?

Europa ist wie ein Baum, der mal von Wind und Sturm, mal von Borkenkäfern angegriffen wird, aber trotzdem weiter wächst. Ab und zu bricht auch mal ein Ast ab. Ich finde auch, dass man sich solche „ismen” wie Pessimismus oder Optimismus nicht leisten kann. Das sind alles Verkürzungen, die der Komplexität der Wirklichkeit nicht gerecht werden. Europa ist ein Muss. Wir leben auf einem Kontinent und ich bin ein “Possibilist”. Ich glaube, an Möglichkeiten und Europa ist mit seiner Geschichte, seiner diversen Kultur, seinen auch schrecklichen Erfahrungen
eine große Möglichkeit, gerade in einer globalisierten Welt. Unser großer Kernwert ist die Kultur, das komplexe Denken, das aus Tausenden von Jahren im Umgang mit Umbrüchen stammt.

Kennen Sie die vier Szenarien für die Europäische Union? Was sagen Sie: Leben wir im Jahr 2030 in einem gemeinsamen europäischen Haus oder in einer Ruine?

In einem gemeinsamen europäischen Haus. Aber wie in einem großen Familienhaus ist auch dort nicht alles nur harmonisch. Es gibt unordentliche und staubige Ecken und im Keller rumpelt es bisweilen.

Wie wird sich Europa hinsichtlich der Sicherheitspolitik entwickeln?

Das hängt von den Herausforderungen ab. Wenn es um uns herum aktive große Kriege gibt, werden sich die notwendigen
Integrationen der europäischen Politik schneller entwickeln, also eine europäische Armee, die es ja heute längst in Ansätzen gibt, aber auch ein Sprechen mit einer Stimme. Ansonsten ist das Konzept „Soft Power“ noch nicht ausgereizt. Es wird in der multipolaren Welt ja keine Hegemonie mehr geben.

Werden wir irgendwann eine Europäische Armee haben?

Ja, zumindest einen starken Kern und das ziemlich bald. Wir werden effektive und robuste Einsätze in der Umgebung Europas brauchen, die nicht nur ein Land organisiert.

Trumps kontroverse Russlandpolitik und seine Haltung zur Nato machen die Zusammenarbeit zwischen EU und den USA schwierig. Was sagen Sie, wie wird sich künftig die Zusammenarbeit mit Trump entwickeln? Kommt die zweite Amtszeit?

Mit Populisten wie Trump kann man nicht zusammenarbeiten. Das sagen sie auch selbst: Diene mir oder f*** you! Diese Art von Halbstarken-Populismus wird zwar immer wieder mal hochkochen, aber auch schnell wieder vorbei sein. Das sogenannte „Volk“ ist der Erlöser dann doch schnell wieder überdrüssig. Anders als in der präfaschistischen Zeit Europas vor 100 Jahren leben wir heute in einer medialen Anspruchsgesellschaft und in einem breiten Wohlstand. Der echte Faschismus braucht immer einen Opferkult und am Ende Krieg. Die aggressiven Populisten von heute stolpern meistens über ihre eigenen Schnürsenkel, wie man in meinem Gastland, in dem ich seit 20 Jahren wohne, Österreich, gut sehen kann. Ich glaube nicht, dass die amerikanische Gesellschaft am Ende noch mal vier Jahre diese Muppet-Show im Weißen Haus sehen möchte. Der politische Konsument ermüdet schnell und Trump ist ja eher immer mehr vom Gleichen: Er kann nicht anders.

Wie sieht es hinsichtlich der katholischen Kirche aus? Werden Themen wie die priesterliche Lebensform (Zölibat) und Führungspositionen von Frauen in der Kirche in den nächsten Jahren überdacht und gegebenenfalls der modernen Zeit angepasst?

Stück für Stück, ja. Die Kirche hat ja schon 2000 Jahre Zeit gehabt. Da kommt es auf ein Jahrhundert auch nicht an. Aber es wird schneller gehen. Sonst zerbröselt die Organisation.

Wie finden Sie eigentlich Greta Thunberg? Sie sind ja Kritiker der verbreiteten Klimavisionen, die Ihrer Meinung nach zum Zwecke der Angstmache funktionalisiert werden.

Nein, ich finde, Greta macht einen tollen Job und ist eine echte Ikone. Sie nutzt zwar eine alarmistische Rhetorik, “ich want you to panic”, aber im Unterschied zum profanen und gefährlichen Alarmismus geht es hierbei nicht nur um das Aufmerksamkeitserzeugen durch mediale Reize und Übertreibungen. Sie ist authentisch, weil sie ein echtes Anliegen hat, für das sie kämpft und das sie nicht nur benutzt, um Auflage zu gewinnen oder Follower auf Facebook. Sie ist weder eitel noch zynisch. Sie kombiniert Schock-Rhetorik mit Hoffnung. Sie ist auch nicht fatalistisch, nur entschlossen. Das erinnert uns daran, dass es sich lohnen kann, für etwas wirklich einzutreten, anstatt nur etwas zu “meinen”. Das ist eine wunderbare humane Botschaft.

Wie viel Macht glauben Sie, wird die AfD in den nächsten Jahren bekommen?

Sie ist an ihrem Zenit. Die Nachfrage nach dumpfer Angstrhetorik ist groß, aber jeder Trend erzeugt einen Gegentrend, einen Widerstand, eine Klärung. Die Demokraten finden in der Auseinandersetzung mit der populistischen Finsternis immer mehr zu sich selbst. Früher hat die AfD die Etablierten vor sich hergetrieben. Heute erzeugt sie ein zunehmendes Selbstbewusstsein auf der Seite der offenen Gesellschaft. Man sieht, dass sich in vielen europäischen Staaten auch die Zivilgesellschaft gegen den Rechtspopulismus erhebt.

Kann man sich eigentlich auf die Zukunft vorbereiten?

Nein, wie man sich auch generell nicht auf „das Leben“ oder „die Liebe“ vorbereiten kann. Aber man kann eine bestimmte Sensibilität entwickeln, eine Offenheit des Geistes und des Herzens.

Welche Dinge werden uns 2020 überraschen?

Es könnte zum Beispiel überraschen, dass die ökologische Wende schneller vorankommt und besser gelingt, als alle befürchten. Vielleicht haben wir schon 2027 den „Carbon Peak“, also den Zenit der CO2-Ausstöße erreicht. Wir werden uns noch wundern – auch über das Positive im nächsten Jahr.

Vielen Dank für das Interview!

 

„Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt!“


Matthias Horx

Nun beschäftigt sich der Zukunftsforscher Horx mitten in der Corona-Pandemie damit, Antworten für die Frage nach den langfristigen Auswirkungen dieser „Tiefenkrise“ für unsere Gesellschaft und die Menschheit zu suchen. Er kommt zu sehr interessanten und mutmachenden Ergebnissen.

Mehr dazu unter: https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

 

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Erstveranstaltung des Neugegründeten GKS Kreis Saarland

GKS / Kreis Saarland / Merzig 12.02.2020

Während der Bereichskonferenz des GKS Bereiches West vom 29.11.-01.12.2019 wurde der GKS Kreis Saarland gegründet und somit der Bereich West um ein weiteres Bundesland mit GKS Vertretung erweitert.
Um diesen jungen Kreis im Saarland bekannt zu machen und möglichst viele neue Mitglieder im Saarland zu gewinnen, wurde durch den Vorsitzenden des GKS Kreis Saarland Hauptmann Christoph König eine Informations-/ und Erstveranstaltung im Standort Merzig in der Gemeinsamen Heimbetriebsgesellschaft durchgeführt. Dazu wurden alle Truppenteile der Luftlandebrigade 1 des Saarlandes mit insgesamt 4 Standorten angeschrieben und herzlich eingeladen.
DreiklangDer Stv. Vorsitzende Bereich WEST Oberstleutnant Frank Nowak hielt den Hauptvortrag Rund um die GKS beginnend mit der Historie, der Gliederung, den Arbeitsschwerpunkten, den Publikationen bis hin zu dem aktuellen Hilfsprojekt des Bereich WEST, der Unterstützung des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Köln.
Zusätzlich wurden alle Fragen rund um die GKS und insbesondere der möglichen Mitgliedschaft innerhalb der GKS erörtert.
Nach dem Vortrag über die GKS, ließ es sich der zuständige geistige Beirat des neuen Kreises, Herr Standortpfarrer Marius Merkelbach nicht nehmen dem Kreis viel Erfolg zu wünschen und sagte natürlich seine volle Unterstützung zu.
Auch aus seiner Sicht ist eine kommunikative Zusammenarbeit besonders wichtig und er blickt dem freudig entgegen.
Zusätzlich wurde Informationsmaterial über die Arbeit der GKS in Form von verschiedenen Flyer, Informationsbroschüren sowie Ausgaben des Auftrages von Nr. 300 bis zur aktuellsten Ausgabe Nr. 304 vorgestellt und zur Verfügung gestellt.
Bei Kaffee und Kuchen waren sich alle einig, dass es eine sehr Informative und Zielführende Veranstaltung war und nicht nur neue Mitglieder, sondern auch viele Ansprechpartner und Multiplikatoren für die einzelnen Standorte des Saarlandes gewonnen wurden.

Text und Grafik: Oberstlt. Frank Nowak

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Lasst uns beten -
Gebet in der Coronakrise

Als Christinnen und Christen wissen wir uns in der Liebe Gottes geborgen, die uns Kraft, Mut und Zuversicht gibt, auch schwierigste Situationen durchzustehen.
Ein Gebet ist manchmal die einfachste Möglichkeit, diese Kraftquelle anzuzapfen.
Ich darf Ihnen daher ein Gebet des Bischofs von Innsbruck, als ein Gebet für die nächsten Tage und Wochen empfehlen.

Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie
und allen Pflegenden Kraft in dieser extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken für alle Frauen und Männern,
die gewissenhaft die Versorgung und Infrastruktur unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle,
die in Panik sind und von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle,
die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir alle miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir,
dass die Pandemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen und Ressourcen den aktuellen Anforderungen gerecht werden.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten zurückgeht.
Wir hoffen, dass in allen Bereichen bald wieder Normalität einkehrt.
Guter Gott,
mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Ja, wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist Ursprung und Ziel von allem,
Du allein bist ewig, immer liebend.
Dein Heiliger Geist bewahre unser Herz in der Dankbarkeit.
Getragen von einem tiefen Frieden werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht,
sie schenkt Zuversicht und macht unsere Herzen bereit,
offen und aufmerksam füreinander.


Gebet nach Bischof Herman Glettler, Insbruck

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Niemand wird als Mörder geboren - Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz

GKS / Kreis München / München, Februar 2020

Bereits zum zweiten Male konnte die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) – Kreis München über Helga Maria König, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände und Gemeinschaften in der Region München (ARGE), die insbesondere auch als „Brückenbauerin mit Herz“ in der bayerischen Landeshauptstadt bekannt ist, die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz für ein Zeitzeugengespräch am 07.02.2020 im Offizierheim der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München gewinnen.

 

2 H Kreil DSCF2924Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten – Kreis München begrüßt Henriette Kretz sowie die „internen“ und „externen“ Gäste.

 

Waren es beim Zeitzeugengespräch im März 2019 noch überwiegend Angehörige der Bundeswehr, für welche stellvertretend Brigadegeneral Thomas Hambach (Kommandeur Landeskommando Bayern), Oberst Stefan Berger (Kommandeur Landesregiment Bayern), Leitender Regierungsdirektor Lindner (Leiter Bundeswehr-Dienstleistungszentrum München), Oberstleutnant Christian Binder (S3-Stabsoffizier  Regionalstab Territoriale Aufgaben Bundeswehr Nord), Oberstleutnant Thorsten Klapp (stellvertretender Kommandeur Regionalstab Territoriale Aufgaben Bundeswehr Ost), Oberstleutnant Peter Greyer (stellvertretender Kommandeur Regionalstab Territoriale Aufgaben Bundeswehr Süd) sowie Oberstleutnant Frank Baader (Regionalstabsoffizier Bayern Süd – Karrierecenter der Bundeswehr IV) begrüßt wurden, durfte sich die Gemeinschaft in diesem Jahr auch über eine Bereicherung in Form der Teilnahme einer Vielzahl von „externen“ Gästen freuen, wodurch diese auch wieder ein Stück weit mehr einem Motto der GKS „Gemeinsam neue Wege wagen“ gerecht werden konnte.

 

3 H Kreil DSCF2936Henriette Kretz spricht zu den rund 200 Gästen im Offizierheim der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München.

 

Neben den „internen“ Gästen von den verschiedensten Dienststellen aus München, Neubiberg, Freising, Fürstenfeldbruck, Feldafing, Kleinaitingen, Ingolstadt, Neuburg an der Donau, Nürnberg und Bogen waren auch Schülerinnen aus dem städtischen Sophie-Scholl-Gymnasium München mit der Schulleiterin Oberstudiendirektorin Karin Moritz und der Lehrerin Katharina Soell-Schmid, Schülerinnen und Schüler aus dem städtischen Willi-Graf-Gymnasium München mit der Lehrerin Katharina Bachmann und dem Lehrer Michael Hatala sowie Mitglieder des Pfadfinderstammes Sankt Severin aus Garching mit der Leiterin Franziska Bauer und den Leitern Niklas Kemper und Lukas Koch sowie Mitglieder des Pfadfinderstammes Maximilian Kolbe aus Pullach mit der Leiterin Luisa Schmucker der Einladung zum Zeitzeugengespräch in die Ernst-von-Bergmann-Kaserne gefolgt, durch deren Teilnahme auch noch einmal untermauert wurde, dass es für die Botschaft dieser Veranstaltung weder eine Zielgruppe nach soziodemografischen noch nach psychografischen Merkmalen gibt, da diese Botschaft ausnahmslos uns alle angeht!

 

7 H Kreil DSCF3006Oberstudiendirektorin Karin Moritz, die Schulleiterin des städtischen Sophie-Scholl-Gymnasiums München, liest ein Henriette Kretz gewidmetes Gedicht vor.

 

Ferner waren auch Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten Ausschüsse, Behörden, Einrichtungen, Kirchengemeinden, Räte, Stiftungen, Verbände, Vereine, Organisationen und Zusammenschlüsse unter den Gästen, vom Generalkonsulat der Republik Polen in München mit Konsul Michał Madaj, dem Integrationsbeauftragten des Landkreises München, Ali E. Danabas, dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus - Referat I.9 - Politischer und religiös begründeter Extremismus, Erinnerungskultur mit Studienrätin Karolin Nitzlnader über die Aktion für das Leben e.V. mit dem Vorstandsmitglied Waltraud Schreyer, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Bezirksverband München (Stadt und Land) mit dem Geschäftsführer Thomas Koterba, die Hanns-Seidel-Stiftung München mit Erich Kornberger vom Referat III/6 (Internationales, Sicherheit, Europa, Entwicklung), den Bezirksausschuss 11 „Milbertshofen - Am Hart“ mit Gabriele Tomsche und Adolf Jackermayer, den Kreuzbund Diözesanverband München und Freising e. V. mit dem Diözesanvorsitzenden Franz E. Kellermann, das Evangelisch-Lutherische Prodekanat München-Nord mit Dekan Felix Reuter, die Evangelisch-Lutherische Versöhnungskirche München-Harthof mit Pfarrerin Dorothee Hermann, den Geistlichen Beirat der GKS auf Bundesebene, Militärdekan Bernd Schaller, die katholische Jugendstelle Donauwörth mit Jugendpfarrer Bernd Rochna, den Katholikenrat der Stadt und Region München mit der Vorsitzenden Hiltrud Schönheit, die Redaktion KOMPASS mit Jörg Volpers bis hin zu der Stiftung Logos & Ethos, München, vertreten durch die Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stiftung, Dr. Monika Goerdeler, und den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Berthold Goerdeler (Enkel des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler, der von 1930 bis 1937 Oberbürgermeister von Leipzig war, vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und vor 75 Jahren in Berlin-Plötzensee ermordet wurde).

 

8 H Kreil DSCF3016Henriette Kretz beantwortet die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

Ebenfalls vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz, in welchem Abertausende von Menschen ermordet wurden, befreit, weshalb sich die Anwesenden an dieser Stelle der Veranstaltung zur Erinnerung/zum Gedenken und insbesondere auch aus Respekt gegenüber allen Opfern der NS-Gewaltherrschaft für eine Schweigeminute erhoben.

Damit sich eine solche Vergangenheit nicht wiederholen kann und aus der Erinnerung auch die Lehren bezüglich der Folgen eines Wegsehens gezogen werden können, durfte auch der Wunsch des Auschwitz-Überlebenden und Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees, Roman Kent, nicht unerwähnt bleiben, der sein 11. Gebot “Du sollst nicht gleichgültig sein” so gerne der Bibel hinzufügen würde, denn wo Unrecht geschieht und wo Menschen gedemütigt und verfolgt werden, darf es keine Gleichgültigkeit geben, weil Gleichgültigkeit tötet.

 

9 H Kreil DSCF3051Henriette Kretz beantwortet die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

Mit der Aufforderung “Lassen Sie uns nicht gleichgültig sein!” erfolgte dann die Überleitung zum Vortrag von Henriette Kretz, die in ihrer bescheidenen und ganz natürlichen Art über ihre zuerst glückliche und unbeschwerte Kindheit berichtete, aus der dann, unter Einmarsch und Besatzung, ein Kampf ums Überleben wurde, wodurch sie den rund 200 Gästen zweifellos näherbrachte, was es heißt, Ausgrenzung und Diskriminierung zu erfahren.

 

10 H Kreil DSCF3084Brigadegeneral Thomas Hambach dankt Henriette Kretz und allen an diesem Zeitzeugengespräch Mitwirkenden und würdigt den Charakter der Veranstaltung sowie insbesondere die daraus resultierende unmissverständliche Botschaft.

 

Henriette Kretz merkte gleich zu Beginn ihres Vortrages an, dass die Schilderung ihrer eigenen Erlebnisse nur eines von vielen tausenden tragischen Kinderschicksalen in dieser Zeit beleuchtet, weshalb sie die Zuhörerinnen und Zuhörer auch darum bat, ihr nicht mit Applaus zu begegnen. Durch das Erzählen ihrer zutiefst erschütternden Kindheitsgeschichte und das Beantworten der im Anschluss gestellten Fragen hat Henriette Kretz, der es sehr viel bedeutet, diesbezüglich vor und mit Menschen zu sprechen, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben eindeutigen Aussagen wie „Niemand wird als Mörder geboren“ und „Die Erde gehört uns allen, nicht nur einem Volk“ unmissverständlich auch die Botschaft mitgegeben, dass wir, jede/jeder Einzelne von uns, alles in unserer Macht Stehende dafür tun müssen, dass sich derartige dunkle Kapitel der Menschheitsgeschichte nie wieder, nicht einmal im kleinsten Ansatz, wiederholen!

 

11 H Kreil DSCF3099Berthold Goerdeler bedankt sich für den Vortrag und geht auf Gedanken seines Großvaters, des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler, ein.

 

Diese Botschaft spiegelte sich inhaltlich auch in den Schlussworten der Gemeinschaft wider, die noch einmal klar herausstellte, dass das heutige Erscheinen von Henriette Kretz, die Präsenz der anwesenden Menschen/Multiplikatoren sowie auch der am 20.12.2020 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden in Deutschland unterzeichnete Militärseelsorge-Staatsvertrag, auf dessen tiefgreifende Bedeutung eingegangen und dessen Präambel vorgelesen wurde, nur einige Zeichen sind, die zeigen, dass die jüdische Gemeinschaft/das jüdische Leben in unserem Land ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft ist und bleibt!

 

14 OSF. Haelke Ein Blick in die Reihen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Seien wir dankbar dafür, dass sich jüdisches Leben nach 1945 in Deutschland wieder etabliert hat und betrachten wir dies bitte nicht alles einfach als selbstverständlich!

Lassen Sie uns wachsam sein, lassen Sie uns täglich dafür einstehen, sei es im Kampf/im Wirken gegen Antisemitismus, gegen Fremdenfeindlichkeit und gegen Rassismus, sei es im Kampf für Minderheitenrechte, sei es durch das Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne unseres Grundgesetzes, denn hierbei dürfen wir die Betroffenen nicht alleine lassen.

Halten wir dagegen! Zeigen wir Solidarität!

Es ist unsere oberste Pflicht!

Diese Pflicht geht uns uneingeschränkt alle an!

16 H Kreil DSCF3253Henriette Kretz beim Signieren ihres Buches „Willst du meine Mutter sein?“.

 

Text: Hptm Stefan Nüßle

Bilder: Hptm Thomas Kreil, OStFw Bruno Haelke

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Familie und Soldatenberuf: Herausforderungen meistern, Chancen erkennen

GKS / Kreis Ingolstadt / Lambach, Februar 2020

Der GKS Kreis Ingolstadt führte ein Themenwochenende vom 14. bis 16. Februar 2020 im Kolpingferienhaus Lambach, Landkreis Cham, durch. Soldaten mit deren Familien und Ehemalige aus den Standorten Manching, Ingolstadt, Neuburg und Ummendorf folgten der Einladung in den Bayerischen Wald. Themenschwerpunkt für diese Veranstaltung des Kreises Ingolstadt war nach mehreren eher sicherheits- und außenpolitischen Themen der letzten GSK-Themenwochenenden, wieder die Familie und der Soldatenberuf. Das Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft der Katholischen Universität Eichstätt (ZFG), entsandte auf Vermittlung von Dr. Peter Wendl, die beiden Diplompädagoginnen Frau Puhl-Regler und Frau Ressel.

Damit unterstrich das ZFG erneut ihre exzellente Unterstützung für die Militärseelsorge der Bundeswehr. Zunächst stellen alle Teilnehmenden in einer bemerkenswert offenen, vertrauten Art ihre Sorgen und Nöte dar, die sie mit zum Wochenende bringen. Damit konnte der „Bedarf zur genauen inhaltlichen Abgrenzung für den Vortrag ermittelt werden“. Die Referentinnen verwerteten diese Geschmackshinweise zur Grobplanung für Rezeptur bzw. für ein Kochbuch, das sie anschließend unter engagierter Mitwirkung der Teilnehmenden zusammenstellten. Der Soldatenberuf ist nun mal in vielerlei Hinsicht nicht mit anderen Berufen vergleichbar.

 

Referentinnen

Die ganz eigenen Herausforderungen, aber auch Chancen, die sich durch den besonderen Beruf für die Soldatinnen und Soldaten und deren Familien ergeben, verlangen nach guten Zutaten, damit die Rezeptur auch gelingt. Unter weiterer Anwendung  dieser kulinarisch-bildlichen   Darstellungsform des Themas brachten die hervorragend mitwirkenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus ihrer Sicht ganz persönlichen Chancen und Herausforderungen des Soldatenberufes als Zutaten für das Kochbuch ein.  

Dabei wurde deutlich, wie sehr das Thema Wochenendbeziehung, Einsatzbelastung und Gefahren aber auch die Besonderheiten wie die Militärseelsorge, die Kameradschaft und die Absicherung eine zentrale Rolle bei den Soldatenfamilien spielen. Frau Ressel und Frau Puhl-Regler verwendete in der verbleibenden Zeit diese Zutaten in unterschiedliche Rezepte und stellten sie vor. Teile hiervon sind auch in dem Buch „Jonas wartet auf´s Wochenende“ verwertet.

Das Buch ist der neueste Band, welcher im Rahmen der Kooperation mit dem Katholischen Militärbischofsamt durch das ZFG verfasst wurde. Die beiden Referentinnen sind auch Mitautorinnen des Buches. Das Buch ist bei den Katholischen Militärpfarrämtern kostenlos zu erhalten. Zum Abschluss des Tages diskutierten die Teilnehmenden über den Vortrag und zogen eine sehr positive Bilanz. Die offene und engagierte Teilnahme  aller waren einvernehmlich einzigartig und führte zusammen mit den herausragenden Referentinnen zum Gelingen des Wochenendes bei.

Die mitgebrachten Sorgen und Nöte aus der Woche waren am Ende „wie durch ein Wunder“ verflogen, so der das Wochenende begleitende Ingolstädter Militärpfarrer Dr. Stanko. Am Sonntagvormittag feierte Dr. Stanko für die Teilnehmenden des GKS-Wochenendes und für alle Gäste des Hauses den Gottesdienst in der hauseigenen Kapelle. Für den würdigen Rahmen sorgte u.a. die Begleitung durch Flötenspielerinnen und Geigenmusik.Der GKS-Kreis Ingolstadt wird sein zweites Wochenende im Jahr 2020 vom 04.bis 06.Dezember im Haus Chiemgau in Teisendorf durchführen.

Text und Foto: OTL Hermann Hofer, Kreisvorsitzender

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Habemus GKS Hamburg!

GKS / Kreis Hamburg / Hamburg, Februar 2020

Das Leben in Hamburg kann man vielfältig beschreiben. Hanseatisch kühl, aufregend, international oder ständig verregnet fallen mir spontan ein.

Bezogen auf den christlichen Glauben kommt mir hingegen nur ein Wort in den Sinn: Diaspora!  

Nur rund 10 Prozent der Hamburger bekennen sich zur röm.-kath. Kirche. Nur weitere 25 Prozent der Bürger gehören einer protestantischen Kirche an. In diesem doch zugegebenermaßen ziemlich weltlichen Umfeld hat sich unter der Initiative einiger Studierender der Helmut-Schmidt-Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg der örtliche GKS-Kreis neugegründet.
Ziel ist es neben der Katholischen Hochschulgemeinde den Studierenden und Mitarbeiter*innen der Universität, aber auch den Angehörigen der anderen Bundeswehrstandorte in Hamburg, eine weitere Plattform zu geben, um über ihren Glauben nachzudenken, sich zu orientieren und ihn zu leben.

 

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Foto der Vorsitzenden Obermaat OA Sebastian Kaup und Leutnant Sophia

Schulze-Zumloh

 

 

Denn als junger bekennender Katholik wird man immer mehr gewahr, dass Nichtreligiöse, und davon gibt es auch in der Bundeswehr mittlerweile nicht zu knapp, davon ausgehen, dass Religion und Glauben etwas Antiquiertes seien.

Doch gerade in unserer heutigen schnelllebigen, spaßorientieren Zeit ist der Glaube für uns eine Art Anker und Kompass zugleich. Die sich aus unserer religiösen Überzeugung ableitenden Werte sind stabil, geben uns Rückhalt und Orientierung.
Diese Tugenden sind, gerade in der Elitenausbildung, die in Hamburg an Bundeswehruniversität und Führungsakademie betrieben wird, nicht das allerschlechteste, was ein Soldat und Offizier in seinem Wertekanon haben kann.
So wollen wir als GKS Hamburg, unter dem Vorsitz von Obermaat OA Sebastian Kaup und Leutnant Sophia Schulze-Zumloh, beweisen, dass ein moderner Glauben nichts aus der Zeit gefallenes ist oder mit zurückgezogener weltfremder Ideologie zu tun hat. Sondern wir wollen mit unseren Veranstaltungen, Exkursionen und Erlebnissen im Kollektiv eine Gemeinschaft erzeugen, die neben dem Soldatenberuf auch auf der christlichen Moral aufbaut.

 

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GKS Hamburg mit Militärdekan Peter Henrich und den Pfarrhelferinnen der Katholischen Hochschulgemeinde

 

Bilder und Text: GKS

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„Ehrt mein Verhalten Gott und dient es dem Nächsten?“

Gottesdienst aus Anlass des Weltfriedenstages in Hildesheim

GKS / Bundesebene / Hildesheim, Februar 2020

Anlässlich des Weltfriedenstages feierte der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ mit Angehörigen der Bundeswehr, der Polizei und der Bundespolizei eine Heilige Messe im Hildesheimer Dom. Wie jedes Jahr unterstützte die GKS in Person von Hauptmann a.D. Michael Grundmann, dem Bereichsgeschäftsführer Nord, die Vorbereitungen.  Im Gottesdienst und beim anschließenden Beisammensein waren wir mit einer GKS-Delegation dabei.

 

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Eine Besonderheit des Gottesdienstes in Hildesheim ist, dass ihn Angehörigen der Bundeswehr, der Polizei und der Bundespolizei aus ganz Norddeutschland gemeinsam feiern. Bischof Wilmer dankte den Soldatinnen und Soldaten sowie den Polizistinnen und Polizisten für ihren wichtigen Dienst an der Gesellschaft und ermutigte sie auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens weiter zu gehen. Hierbei habe Jesus uns eine gewichtige Prüffrage an die Hand gegeben: „Wer sich vor wichtigen Entscheidungen fragt: Ehrt mein Verhalten Gott und dient es meinem Nächsten? – der wird selten falsch entscheiden.“ , gab er den Anwesenden mit auf den Weg.

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Im Anschluss an den Gottesdienst gab es die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch, sowohl über die Bedeutung der Friedensbotschaft des Papstes für den ganz konkreten Alltag und das eigene Leben, als auch über die aktuelle Situation in der kath.Kirche und den gerade begonnen Synodalen Weg.

Text: Redaktion

Fotos: Pressestelle Bistum Hildesheim

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Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft am Wegekreuz in der Wabelsberger Wacholder Heide

GKS / Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler / Wabelsberger Wacholder Heide, Februar 2020

Der Traumpfad Wabelsberger Wacholder Heide oben in der Eifel bot den Wanderern der GKS herrliche Wege durch Mischwald, wunderschöne Aussichten auf die Eifel und mediterranes Flair zwischen Wacholder Heiden und Kiefernhainen mit Resten von Schnee.

Eine kleine Andacht an dem Kreuz (Foto) endete mit dem Lied: „Möge die Straße uns zusammenführen“.

Bei einem Kaffee in entspannter Runde endete dieser erlebnisreiche Tag.

 

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Text und Bilder: StHptm a.D. Michael Wilke

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Wenn jeden Tag Sonntag ist
GKS - Seminare zur Dritten Lebensphase im Jahr 2020

Unser Juni-Seminar ist schon völlig ausgebucht und wir haben bereits eine Warteliste. Hier ist eine Anmeldung leider nicht mehr möglich. Noch freie Plätze gibt es in unserem Seminar vom 26. bis 30.8.2020

Das Seminar bietet Soldatinnen und Soldaten und ihren Partner/innen Informationen und Orientierungshilfen für die Zeit nach dem Dienstzeitende.

Nähere Informationen zu Inhalt und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.
Sie können sich gerne auch an den Seminarverantwortlichen OStFw a.D. Reinhard Kießner unter 09776-5769 oder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

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Morgenimpuls zum Thema „Frieden“ in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München!

GKS / Kreis München / München, Januar 2020

Mit einem Morgenimpuls zum Thema „Frieden“ startete der Pfarrgemeinderat des Katholischen Militärpfarramtes München am 15.01.2020 in der ökumenischen Kapelle der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in das noch junge Jahr, in welchem sich zwar das Friedensjahr 1945 zum 75. Mal jährt, welches aber ja bekanntlich leider nicht ganz so friedlich begann. Deshalb bot sich dieses Thema, das eigentlich nie an Aktualität verliert, auch für diese Veranstaltung geradezu an.

Am Anfang stand eine Geschichte über den 1828 im Oblast Tula geborenen Gutsbesitzer und großen russischen Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Tolstoi (er schrieb den weltberühmten Roman „Krieg und Frieden“). In der besagten Geschichte spielen Kinder Krieg. Tolstoi herrscht sie deshalb an, schüttelt missbilligend den Kopf und entgegnet ihnen, dass sie lieber Frieden spielen sollen. Daraufhin fragen die Kinder, wie Frieden eigentlich gespielt wird. Diese Geschichte bildete die Überleitung zur Definition von Frieden.

Vom althochdeutschen Wort „fridu“ über den heutigen Sprachgebrauch sowie über die Sprache der deutschsprachigen Juristen bis hin zu der Sprache der Psychologie und der Theologie sowie dem biblischen Verständnis, wurde auf die Bedeutung des Begriffes „Frieden“ eingegangen, zuletzt auf den Inhalt des Psalm 85,11, in welchem es heißt, dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen.

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Auf Gerechtigkeit und Friede folgte dann der gerechte Friede, der ein Leitbild für Friedensethik und Friedenspolitik in der christlichen Ökumene ist, verbunden mit der moralischen Gebotenheit von militärischen Interventionen, unter Beachtung des in der pastoralen Konstitution GAUDIUM ES SPES (Freude und Hoffnung) unter Punkt 79 (Der Unmenschlichkeit der Kriege Dämme setzen) aufgeführten Aussage:  

Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht, betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Indem er diese Aufgabe recht erfüllt, trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei.

Nach dem Eingehen auf Zitate zum Thema Frieden von Richard von Weizsäcker, Thomas von Kempen und Marie von Ebner-Eschenbach, die sagte: „Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst“, bekamen die Anwesenden einen kleinen Engel überreicht, der als Bote Gottes auch als Symbol für den Frieden, als Symbol für das Miteinander der Religionen sowie als Symbol für die interkulturelle und religiöse Verständigung dient/steht.

Abschließend wurde dann zusammen das Friedensgebet der Gemeinschaft Katholischer Soldaten gebetet und aus dem Buch Lebensrhythmen (Evangelisches Gesangs- und Gebetbuch für Soldatinnen und Soldaten) das Lied „Gib uns Frieden jeden Tag“ gesungen, bevor der Morgenimpuls dann mit einer vom katholischen Pfarrhelfer Freimuth Kettner vorbereiteten kleinen Stärkung seinen Ausklang fand.

Text: Hptm Stefan Nüßle, Vorsitzender GKS-Kreis München

Bilder: Hptm Manfred Fischer und Hptm Stefan Nüßle

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Gute Führung stärken!

Das Programm Innere Führung heute

GKS / Bundesebene / Berlin, Januar 2020

 

Die Bundeswehr ist ein Abbild unserer vielfältigen und pluralen Gesellschaft. Und auch sie unterliegt wie viele Bereiche der Gesellschaft einem permanenten Wandel.  Mit der Konzeption der Inneren Führung haben die Streitkräfte jedoch eine flexible Führungskonzeption, die darauf ausgelegt ist, auf Veränderungsprozesse zu reagieren. Ein Beitrag von Tilo Maedler und Tobias Brösdorf.

Mit dem Fall der Mauer, der vor 30 Jahren vollzogenen Wiedervereinigung unseres Vaterlandes und dem damit verbundenen Ende des Kalten Krieges haben sich nicht nur die sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend gewandelt. Auch die Bundeswehr durchläuft seit nun bald drei Jahrzehnten einen tiefgreifenden und noch immer nicht abgeschlossenen Veränderungsprozess. Der Wegfall der alles dominierenden Ost-West-Konfrontation, verstärktes Engagement bei internationalen Hilfs- und Friedenmissionen und die ersten, auch bewaffneten Auslandseinsätze gingen einher mit einer deutlichen Reduzierung des personellen und materiellen Umfangs der Bundeswehr. Aus der Wehrpflichtarmee ist eine Freiwilligenarmee geworden, in der ganz selbstverständlich auch Frauen Dienst leisten. Das Gesicht der Bundeswehr und ihr inneres Gefüge sind heute also ganz anders als vor 30 Jahren.

„Das Konzept der Inneren Führung ist eine zukunftsfähige Führungskonzeption, die flexibel auf gesellschaftliche und politische Veränderungen reagiert“

All dies hat  auch Auswirkungen auf die Führungskultur in den Streitkräften. Die Bundeswehr ist vielfältiger geworden, nicht nur hinsichtlich ihres Personals, sondern auch mit Blick auf ihren Auftrag. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr dienen in der Regel länger als früher, sind erfahrener, aber auch lebensälter als zu Zeiten der Wehrpflicht. Das verändert die Anforderungen an erfolgreiche Führung. Zudem machen die Gleichzeitigkeit von Auslandseinsätzen und einer Renaissance der Landes- und Bündnisverteidigung Führung komplexer und anspruchsvoller. Mit der erfolgreichen Integration der Kameradinnen und Kameraden mit Vordienstzeit in der NVA hat die Bundeswehr unter Beweis gestellt, dass sie mit dem Konzept der Inneren Führung über eine zukunftsfähige Führungskonzeption verfügt, die flexibel auf gesellschaftliche und politische Veränderungen zu reagieren vermag. Als Armee der Einheit gehörte die Bundeswehr zu jenen staatlichen Institutionen, in denen die Vereinigung besonders rasch und friktionsfrei verlaufen ist.

 

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„Es wurden elf Handlungsfelder identifiziert“

Wie steht es jedoch um die gelebte Führungskultur in der Bundeswehr nach nunmehr bald 30 Jahren permanenter Veränderung und nach Jahrzehnten knapper Haushaltsmittel? Unter dem Eindruck der eingangs beschriebenen Veränderungen und Fragestellungen wurde 2017 das Programm „Innere Führung – heute“ mit dem Ziel begonnen, in einem ersten Schritt zunächst ein vollständiges, aussagekräftiges und ehrliches Lagebild zur gelebten Führungskultur in der Bundeswehr zu gewinnen. In 41 Workshops mit über 800 Teilnehmenden aller Ebenen aus nahezu allen Bereichen der Bundeswehr stand die Frage nach den täglichen Rahmenbedingungen und den Herausforderungen im Fokus, welchen sich das Führungspersonal stellen muss. Vor allem aber ging es um die Frage, was heute unter „guter Führung“ verstanden und wie gute Führung auf allen Ebenen gestärkt werden kann.

Es wurden insgesamt elf Handlungsfelder identifiziert, in denen Maßnahmen erarbeitet und vollzogen werden sollen. Welche das sind, lesen Sie im aktuellen AUFTRAG, der Verbandszeitschrift der GKS.
 
Text: Tilo Maedler und Tobias Brösdorf
Foto: (c) Shutterstock

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Zeit für Familie und Gemeinschaft

GKS / Kreis Augustdorf / Bergisches Land, November 2019
Der guten Tradition entsprechend veranstaltete der GKS-Kreis Augustdorf im Zeitraum vom 01. bis 03. November 2019 wieder ein Themenwochenende im Haus „Maria in der Aue“, im wunderschönen Bergischen Land. Die Anreise erfolgte das erste Mal gemeinsam mit dem Bus, eine sehr gute Idee. Im Anschluss an das Abendessen versammelte der Vorsitzende, Gerhard Pape, die Teilnehmer, um sie auf das Wochenende einzustimmen. Hier stellte er in gewohnt lockerer Atmosphäre das Programm der kommenden zwei Tage vor.
 

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Das Programm am Samstag startete nach einem ausgiebigen Frühstück mit einem Vortrag und Diskussion zum Thema: Völkerverständigung - „Polen im zweiten Weltkrieg“. Der Referent, Herr Röpling, ist ein ausgewiesener Polenexperte, sein Vortrag war sehr gut vorbereitet und durch das Einbringen der eigenen Erlebnisse in der Begegnung mit dem polnischen Volk sehr kurzweilig. Mit seinen Ausführungen machte er deutlich, wie das polnische Volk unter dem Nationalsozialismus zu leiden hatte. Zusammenfassend kann man sagen, Herr Röpling hat allen Zuhörern nahe gebracht, welch ein tolles Volk unsere polnischen Nachbarn sind.
 

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Die angesetzte Zeit verging wie im Flug und sowohl der Referent als auch die Anwesenden zogen ein sehr positives Fazit. Der Rest des Tages wurde genutzt zum Spazierengehen und sorgte für angeregte Gespräche in kleiner oder großer Runde. Am Sonntag machte sich der GKS-Kreis auf den Weg zum Altenberger Dom um dort der Hubertusmesse beizuwohnen. Der Gottesdienst mit den Bläsern und die Worte der Predigt waren sehr ansprechend. Im Anschluss an das Mittagessen fasste der Vorsitzende Gerhard Pape das Wochenende zusammen und mit den besten Wünschen für die bevorstehende Advents-  und Weihnachtszeit machte sich die Gruppe wieder auf die Heimreise.
 

Text und Bilder: GKS

 

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Adventsfeier der Gemeinschaft katholischer Soldaten (GKS) Bad Neuenahr-Ahrweiler / Grafschaft

GKS / Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft / Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dezember 2019

Unser GKS Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft traf am 3. Advent zur traditionellen Adventsfeier zusammen. Der Vorsitzende Oberst Bernd Schneider konnte nach der Begrüßung das neue Fahnenband mit der Ergänzung des vollen Namens präsentieren. Mit den Liedern „Wir sagen euch an den lieben Advent“ und „In der Weihnachtsbäckerei“ begann ein besinnlicher Nachmittag, der mit dem Ausblick auf das Neujahrstreffen 2020 endete.

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes NEUES JAHR.

 

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Fotos und Text: StHptm a.D. Michael Wilke

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„Bewaffnete Drohnen - Chancen und Risiken“

GKS / Kreis Nord / Hamburg, Dezember 2019

Themenwochenende des Bereichs Nord

Vom 6. bis 8.12.2019 lud der GKS-Kreis Nord zum Themenwochenende in Hamburg ein. Thema war der auch in der Politik wieder stärker diskutierte Einsatz von bewaffneten Drohnen und deren Beschaffung für die Bundeswehr.

Als Einstieg diente der Film „Eye in the sky“, der sehr anschaulich und eindrucksvoll die ethischen wie aber auch die politischen Dimensionen und Probleme eines Drohneneinsatzes beleuchtete.

Im Anschluss konnte der eingeladene Referent Major (US) Georg Rothhaupt, ehemaliger Drohnenpilot und Ausbilder und jetziger Verbindungsoffiziere der US Army an der Offizierschule der Luftwaffe, seine eigenen Einsatzerfahrungen weitergeben und die verschiedenen Facetten seiner Mission verdeutlichen.

Es entstand dadurch ein sehr vielschichtiges Bild über die beteiligten Instanzen und Zuständigkeiten eines Einsatzes von Drohnen, das viele Teilnehmende überraschte.

Die anschließende Diskussion ließ insbesondere die Aufgabe des Piloten, der „wie bei einem Computerspiel einfach nur den Knopf drückt“, für alle in einem deutlich differenzierteren  Licht erscheinen.

Mit diesen Informationen ausgestattet, wurde anschließend die Stellungnahme der GKS zum Einsatz bewaffneter Drohnen intensiv diskutiert. Die Ergänzungen und Anmerkungen der Teilnehmenden werden dem zuständigen Sachausschuss mittgeteilt und können so Teil der immer weiter zu führenden, notwendigen Diskussion zum Thema werden.

 

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Zum Ausklang des Tages begab sich die Gruppe zur St. Nikolai Kirche, einem den „Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945“ gewidmeten Mahnmal. Besonders wird hier an die Operation Gomorrha vom 24.7. bis 3.8.1943 erinnert, einer Serie von Luftangriffen der Royal Air Force und der US Air Force auf Hamburg. 34.000 Menschen starben durch das Flächenbombardement, durch das aufgrund besonderer Witterungsbedingungen in den östlichen Stadtteilen Hamburgs ein Feuersturm ausgelöst wurde. Ca. 125.000 Menschen wurden darüber hinaus verletzt. Die Bilder des Schreckens standen uns hier sehr deutlich vor Augen.
Zugleich aber auch die Schönheit der Hansestadt, die uns nach dem Aufstieg zum Turm zu Füßen lag.

 

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Ein gemeinsamer Besuch auf einem der zahlreichen Weihnachtmärkte und eine Gesprächsrunde zum Ende beendete einen thematisch sehr emotionalen Tag und weckte Vorfreude aufs nächste Jahr.

Text: OTL a.D. Norbert Kisters, Bereichsvorsitzender Nord
Fotos: HptFw. Jule Haberlag

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Weihnachtsmitgliederbrief 2019

GKS / Bundesebene / Berlin, Dezember 2019

Liebe Mitglieder der GKS, nur noch wenige Tage trennen uns vom Ende des Jahres 2019. Ein Jahr, das wieder viele Dinge mit sich gebracht hat, welche uns als Gemeinschaft, als Christinnen und Christen und als Soldatinnen und Soldaten bewegt haben. Die jetzt vor uns liegenden Feiertage regen förmlich dazu an, das Jahr nochmals Revue passieren zu lassen und sich dabei an manche Ereignisse zu erinnern, die in unserer schnelllebigen Zeit schon beinahe in Vergessenheit geraten sein könnten. Wir möchten diesen Brief daher auch dazu nutzen, einige Ereignisse aus unserer Gemeinschaft in Erinnerung zu rufen und damit auf das GKS-Jahr 2019 zurück zu blicken.

Untenstehend finden Sie den vollständigen Weihnachtsmitgliederbrief 2019 als PDF.

 

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Einkehrtag im Advent

GKS / Kreis Stetten, Meßstetten, Sigmaringen / Schwenninger, November 2019
 
Wie eigentlich jedes Jahr fand die Info-Veranstaltung des Kreises Stetten/Meßstetten/Sigmaringen am ersten Advent statt. Dieses Mal begann sie mit einem Gottesdienst in der Gemeindekirche Sankt Mauritius, zelebriert durch unseren Militärgeistlichen Pater Stefan, der uns in seiner Predigt viele Gedanken für die Adventszeit mitgab. So zitierte er z.B. Karl Valentin: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch wieder ruhiger".
 
Danach wurde nach Schwenningen, in den Landgasthof Unger, verlegt. Dort konnten wir unser Mittagessen zu uns nehmen. Im Anschluss wurde der Bildungsanteil durch Frau Monika Rueß, Sozialdienst des Bundeswehrdienstleistungszentrums Stetten a. k. M., bestritten. Das ausgesuchte Thema war PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). PTBS ist die Folge eines psychischen Traumas. Dies ist ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten (lebensbedrohliche Ereignisse).
 
Die Art der Situation und das Erleben der Person ruft akute Belastungsreaktionen hervor.
Psychische:
- Todesangst
- Bedrohung
Körperliche:
- Zittern
- Schweißausbrüche
- Schlafstörungen
Geistige:
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Dissoziation (Wirklichkeit und Wahrnehmung, Gefühle und Bewusstsein klaffen auseinander)
Mögliche Schutzreaktionen:
- Man ist nicht Teil des Geschehens
- Automatische Handlung
- Veränderte Zeitwahrnehmung
- Als sei der Körper nicht betroffen
- Das Geschehen wird wie im Film erlebt.
 
Die Traumatisierung ist abhängig von der Lebensgeschichte, dem Ereignis und dem folgendem Schock, mit anschließendem Versuch der Bewältigung. Die Folge von der traumatischen Reaktion ist die Erholung oder die Entwicklung eines traumatischen Prozesses (PTBS). Daher definiert sich PTBS als eine mögliche Folgereaktion eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse.
 
Symptome können z.B. aufdrängende Bilder, Sinneseindrücke, Alpträume und Flashbacks sein.
Die betroffene Person versucht Gefühle und Situationen zu vermeiden, die mit dem Trauma in Verbindung stehen. Weitere Folgen:
- Depressionen (65%)
- Angststörungen (80%)
- psychosomatische Beschwerden (60%)
- Suchterkrankungen
- Amnesien
- Aggressivität/Reizbarkeit (ca. 75%)
- Störung der Beziehungsfähigkeit/der Arbeitsfähigkeit
 
 
Erste Maßnahmen sind das Herstellen einer sicheren Umgebung und die Stärkung des sozialen Umfeldes sowie die Organisation eines psychologischen Helfernetzes mit qualifizierten Ärzten/Psychologen. Die eigentliche Traumabearbeitung benötigt eine ausreichende Stabilisierung und keine weiteren Traumaeinwirkungen bzw. keinen „Täterkontakt“.
 
Der Vortrag endete mit einer offenen Fragerunde. Nach Verabschiedung der Referentin gab es noch Neuigkeiten aus der GKS:
- Kurzvorstellung des neuen Bundesvorstandes
- Bericht aus der Bereichskonferenz
- Beabsichtigtes Programm des Kreises 2020
Bei Kaffee und gespendetem Kuchen wurde der Einkehrtag 2019 gegen 16:30 Uhr beendet.
 

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Text: GKS

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