Studienreise nach Brüssel

GKS / Sachausschhuss Sicherheit Und Frieden (SA-SF) / Brüssel 05.-08.04.2019

Der Sachausschuss Sicherheit und Frieden führte unter Leitung von Oberstleutnant Rufin Mellentin vom 05.-08.04.2019 eine Studienreise nach Brüssel durch. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde sowie einem gemeinsamen Gebet starteten die Teilnehmenden mit einem Besuch im neuen Hauptquartier der NATO. Unter dem Eindruck dieser futuristischen Bauweise des neuen Gebäudes erhielt die Gruppe Vorträge zu aktuellen Handlungsfeldern der NATO und der EU. Obwohl das kollektive Verteidigungsbündnis bereits seit 70 Jahren nachhaltig den Frieden in Europa und der Welt stabilisierte, war die Euphorie anlässlich des 70. Jahrestages doch eher begrenzt vorzufinden. Als intergouvernementale Internationale Organisation steht die NATO zukünftig vor großen Herausforderungen wie z.B. die Entwicklung einer neuen NATO-Strategie oder einer „Culture of Readiness“. Krisenmanagement, kollektive Verteidigung und kooperative Sicherheit bleiben jedoch weiterhin die drei Kernaufgaben der NATO.

Bruessel 2019Vor dem neuen NATO Hauptquartier, der Sachausschuss Sicherheit und Frieden mit BG Wolfgang Wien

Parallel zu den Handlungsfeldern der NATO steigt auch weiterhin die Relevanz, eine EU-weite „Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ (GSVP) voranzutreiben. Die Bewältigung externer Krisen sowie Kapazitätsaufbau von Partnern und den Schutz Europas finden sich auch als Fokus in der globalen Strategie im letzten Weißbuch (2016) wieder. Daraus ergaben sich für die GSVP folgende drei Projekte der Zusammenarbeit. Erstens die ständige strukturierte Zusammenarbeit (PESCO). Zweitens die „Coordinated Annual Review on Defense“ (CARD). CARD beinhaltet die jährliche Berichterstattung über die gemeinsamen militärischen Kapazitäten, sowie die daraus resultierenden Empfehlungen. Drittens die Etablierung eines Europäischen Verteidigungsfonds, wodurch auch zukünftig gemeinsame Rüstungsprojekte gefördert werden sollen. Innerhalb der GSVP werden Operationen (exekutiv) und Missionen (nicht-exekutiv) differenziert. Während einer exekutiven EU-Operation (z.B. Operation Sofia) können Waffen zur Durchsetzung hoheitlicher Aufgaben eingesetzt werden. Dies ist bei einer nicht-exekutiven (z.B. Trainingsmissionen) Mission nicht möglich, sodass Waffengewalt nur im Falle der Selbstverteidigung eingesetzt werden darf. Alle nicht-exekutiven Missionen werden von einem Militärstab der Europäischen Union (MPCC) von Brüssel aus geführt. Die mandatsbedürftigen exekutiven Operationen werden von mehreren Stellen (NATO, MPCC etc.) in gegenseitiger Kooperation und Koordination geleitet.
Grundlagen der EU wurden durch die OTL d.R. Rainer Wenning und Maro Reuter in der Geschäftsstelle der Landesvertretung NRW erläutert. Weitere Themen, wie Politik in Brüssel gemacht wird, sowie die Bedrohung der EU durch Stereotype wie Populismus und Nationalismus, brachten viele spannende Diskussionen hervor. Konstruktive Dialoge beim gemeinsamen Abendessen steckten den Rahmen des ersten Tages ab.

Am nächsten Morgen trug Flottillenadmiral Jürgen Ehle zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen der EU aus Sicht des Europäischen Parlaments vor und erklärte die Strukturen des Leiters des Arbeitsbereichs Militärpolitik der Abteilung Politik der Ständigen Vertretung der BRD bei der EU. Im Anschluss daran stellte Frau Friedericke Ladenburger die Abteilung COMECE vor. COMECE steht für „Commission of the Episcopates of the European Union“ und bildet eine Abteilung innerhalb der EU, welche die Sicht der katholischen Bischöfe repräsentiert.
Frau Ladenburger ist juristische Referentin für Ethik, Forschung und Gesundheit und führte das friedenspolitische Verständnis der EU aus Sicht der gemeinsamen katholischen Soziallehre näher aus. Die EU-Friedenspolitik basiert in ihrem Fundament auf drei Säulen. Erstens die präamtive Friedensförderung z.B. durch Wiederaufbau und Versöhnung. Zweitens Frieden durch Gerechtigkeit z.B. Menschenrechte, Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) oder sozioökonomische Gerechtigkeit und zuletzt Frieden durch Sicherheit.

Auf der Grundlage der zuletzt angeführten Segmente ergeben sich aus katholischer Sicht vier Prinzipien, welche unter Beachtung ethischer Fragen insbesondere auch im Einklang mit dem Soldatenberuf eine Rolle spielen. Erstens ist Zeit mehr als Raum. Zweitens wiegt die Einheit mehr als der Konflikt. Drittens ist die Wirklichkeit wichtiger als die Idee und viertens ist das Ganze dem Teil übergeordnet. Forderungen der Bischofskonferenz zu diesem Thema beinhalten Konzepte der effektiven Bündelung von Verteidigungskapazitäten, von Abrüstungsstrategien, der Schaffung von Haushaltsmittel für spezifische Richtlinien und für Forschung, eines Internationalen Abkommens über Transparenz der Verantwortlichkeit für Kampfdrohen, der internationalen Ächtung tödlicher autonomer Waffensysteme. Unter diesen Aspekten wurde im Anschluss daran über den Einsatz von autonomer Waffensysteme diskutiert.
Zuletzt wurden Teilnehmende des Sachausschusses für Sicherheit und Frieden von der EU-Abgeordneten Dr. Angelika Niebler in Empfang genommen. Frau Dr. Niebler (CSU) stellte die Strukturen des EU-Parlaments vor und sprach über die Auswirkungen des BREXITs sowie die des Erstarkens von populistisch-nationalistischen Mächten.
Bei einem Rundgang durch das EU-Parlament mit Herrn OTL d.R. Marco Reuter wurden Prozesse der europäischen Gesetzgebungsverfahren dargestellt.
Abgerundet wurde die Reise mit eineam Gottesdienst durch Pater Stefan Würsen im Kloster Maleisen, einer kleinen Wanderung zum Restaurant in La Hupe und einem gemeinsamen Abendessen.

Autorin:
Ogiolda, Bettina
Hauptfeldwebel und M.A. International Relations
Mitglied des Sachausschusses für Sicherheit und Frieden

Bilder: SA-SF

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GKS Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft am Hochkreuz oberhalb Andernach

GKS / Bereich WEST / Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft

Das Traumpfädchen Kleiner Stern oberhalb Andernachs bietet herrliche Ausblicke aufs Rheintal, Neuwieder Becken und Vulkankrater. Oben angekommen, wurde unsere Gruppe begrüßt von unserem Vorsitzenden Bernhard Schneider. Doris und Walter Schäffer führten uns bis zum Hochkreuz Andernach.

GKS BNA Andach wt

Eine kleine Andacht unter dem Kreuz (Foto) endete mit dem Lied: „Möge die Straße uns zusammenführen“.
Bei einem Kaffee in entspannter Runde endete dieser erlebnisreiche Tag.

Text und Bild: M.Wilke

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"Von Spaltungen bedroht?

Das schwierige Verhältnis von Staaten und ihren Bürgern"

GKS / Bereich West / Bensberg 02.-03. April 2019

Die GKS Bereich West hat zusammen mit dem katholischen Militärdekanat Köln und der Thomas-Morus-Akademie Offiziere der Bundeswehr zu einer zweitägigen Akademietagung nach Bensberg eingeladen. Dieser Einladung folgten sowohl aktive als auch pensionierte Offiziere.

20190403 Teilnehmer w

Vom 2. bis 3. April 2019 näherten sich diese zusammen mit ausgewählten Referenten aus verschiedenen Perspektiven dem Verhältnis von Staaten und ihren Bürgerinnen und Bürgern an. Die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen einem Staat und den in ihm lebenden Individuen wurden hierbei genauso diskutiert, wie auch die gegenwärtigen Gefahren des aufkommenden Populismuses und der Politikverdrossenheit.

20190402 Wildfeuer wIn insgesamt fünf Vorträgen mit jeweils anschließenden lebhaften Diskussionsrunden führten fachlich versierte Referenten die Offiziere an die Thematik heran und stellten insbesondere die gesellschaftliche Situation in den USA, Frankreich, England, Italien und Deutschland dar. So legte Prof. Armin Wildfeuer mit seinem Vortrag zunächst die theoretischen Grundlagen, um den Begriff Staat mit seinen Kernelementen zu verstehen und in seiner historischen Entwicklung einzuordnen. Danach folgte die praktische Anwendung dieser theoretischen Grundlagen anhand von anschaulichen Beiträge zu den USA (Dr. Patrick Horst), zu Frankreich, England und Italien (Dr. Tobias Kunstein) sowie zu Deutschland (Dr. Andreas Püttmann).
Ebenfalls diskutierten die Offizieren über die Sinnhaftigkeit eines allgemeinen Gesellschaftsdienstes, wie ihn die GKS seit einiger Zeit fordert. Dieser verpflichtende Dienst wurde nicht nur von den Offizieren befürwortet. Auch der Referent und ehemaliges MdB für die Partei „Die Linke“ Paul Schäfer sah die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Diskussion über diese Einführung. Während er die Einführung eines solchen Dienstes im sozialen Bereich durchaus für sinnvoll erachtet, hätte er jedoch bedenken, würde dies einen freiwilligen Wehrdienst inkludieren.

Insgesamt fand die Akademietagung ein sehr positives Echo und wird daher mit einem noch festzulegenden Thema am 19./20.11.2019 fortgesetzt.

 

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Einsatzarmee Bundeswehr und Tradition
– wie passen neu und alt zusammen?

GKS / Nord / Kreis Husum 14.03.2019

„Die graue Stadt am Meer zeigt sich heute wirklich grau!“ so begann Herr Oberst a.D. Prof. Dr. Heinemann am 14.03.2019 seinen Vortrag zum Thema „Einsatzarmee Bundeswehr und Tradition – wie passen neu und alt zusammen?“ - Es hatte ihn auch wirklich sehr Norddeutsches Wetter in Husum begrüßt!

Husum 14.03.2019 Heinemann wOberst a.D. Prof. Dr. HeinemannVor einem gut gefülltem Saal von interessierten Soldaten, stellte die Kreisvorsitzende HF Juliana Haberlag im Vorfeld die Gemeinschaft Katholischer Soldaten vor. Der kurze Vortrag traf auf großes Interesse und zeigte, nach einem zum Schluss durchgeführtem Feedback, einmal mehr, dass die Masse der Soldaten von der GKS bisher nicht gehört hatten. „Ein Punkt an dem man ansetzen kann und muss!“ so das Fazit der Kreisvorsitzenden.
Nach einem sehr umfangreichen Vortrag von Herrn Oberst Heinemann, der auf sein geballtes Fachwissen als Militärhistoriker zum Thema Tradition zurückgreifen konnte, kam nach kurzem Zögern eine Diskussion auf, wie sich heute Tradition entwickelt. So war eine Frage; „Muss es denn das Scharfschützengewehr in der Vitrine der geschichtlichen Sammlung sein, was als Erinnerung aber auch Mahnung, gilt, oder kann, bzw. muss es nicht sogar genauso die Binde des Sanitäters sein?“
Ein spannender Ansatz, der zusammen mit vielen anderen Anregungen im Saal auch nach der Veranstaltung Anlass zu Gesprächen gab.

Husum 14.03.2019 wBürgermeister der Stadt Husum, Herrn Uwe Schmitz, stellv. Regimentskommandeur OTL Schnitker, Leitende Militärdekan Monsignore SchadtUnter den knapp 130 Zuhören befanden sich nehmen dem Bürgermeister der Stadt Husum, Herrn Uwe Schmitz, und dem stellv. Regimentskommandeur OTL Schnitker auch der Leitende Militärdekan Monsignore Schadt. Alle zogen ein sehr positives Resümee des Vortrages und hoffen auf weitere Veranstaltungen.

Text und Bilder: J.Haberlag

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Zeitzeugengespräch

mit der Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz

GKS / SÜD / Kreis München 01.03.2019

Über Helga Maria König, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände und Gemeinschaften in der Region München (ARGE), die insbesondere auch als „Brückenbauerin mit Herz“ in der bayerischen Landeshauptstadt bekannt ist, konnte die Gemeinschaft Katholischer Soldaten – Kreis München – mit welcher Frau Helga Maria König im Rahmen des internationalen und konfessionsübergreifenden Friedensgottesdienst im Juli 2018 ihren „Erstkontakt“ hatte, die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz für ein Zeitzeugengespräch am 01.03.2019 im Offizierheim der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München gewinnen.
Zeitzeugengespräch 01.03.2019 wHenriette Kretz berichtetIn gut 90 Minuten berichtete Henriette Kretz in ihrer bescheidenen und ganz natürlichen Art über ihre zuerst glückliche und unbeschwerte Kindheit, aus der dann, unter Einmarsch und Besatzung, ein Kampf ums Überleben wurde, wodurch sie den rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörern näherbrachte, was es heißt, Ausgrenzung und Diskriminierung zu erfahren.Mit der Erzählung ihrer zutiefst erschütternden Kindheitsgeschichte und der Beantwortung der im Anschluss gestellten Fragen hat Henriette Kretz, der es sehr viel bedeutet, diesbezüglich vor und mit Menschen zu sprechen, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unzweifelhaft auch die Botschaft mitgegeben, dass wir, jeder Einzelne von uns, alles in unserer Macht stehende dafür verwenden müssen, dass sich derartig dunkle Kapitel in der Geschichte der Menschheit nie wieder, nicht einmal im kleinsten Ansatz, wiederholen können!


Text: Hauptmann Stefan Nüßle
Foto: Stabsfeldwebel Steffen Göllnitz

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Gemeinschaft Katholischer Soldaten verleiht Fahnenbänder

GKS / Bund / Stapelfeld 21.03.2019

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Eine ganz besondere Zeremonie hatte sich die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) zum Ende der diesjährigen Bundeskonferenz vorgenommen. Der Bundesvorstand hatte entschieden, dass an alle derzeit 31 Kreise ein individuelles Fahnenband im neuen Corporate Design verliehen werden sollte. Mit der Einführung des neuen Corporate Design im vergangenen Jahr war das bisherige GKS-Kreuz zum Traditionszeichen erhoben worden, das weiterhin als Symbol für die Gemeinschaft stehen wird. Damit war klar, dass die vorhandenen Fahnen in den Bereichen und Kreisen weiter genutzt werden. Durch die Zuordnung eines individuellen Fahnenbandes das die Fahne fortan schmücken wird, sollen Tradition, Gegenwart und Zukunft als unverzichtbare Bestandteile unserer Gemeinschaft auch optisch deutlich gemacht werden.

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Der Geistliche Beirat auf Bundesebene, Militärdekan Bernd F. Schaller segnete die Fahnenbänder im Abschlussgottesdienst der Bundeskonferenz. „Es freut mich, dass wir mit diesen Fahnenbändern eine gelungene Symbiose zwischen der Tradition unserer Gemeinschaft und der Moderne schaffen“, brachte Schaller seine Gefühle vor der Segnung zum Ausdruck. „Wir schaffen damit das, was katholische Verbandsarbeit auszeichnet: Wir stellen eine Verbindung zwischen unserem Glauben und unserer Gemeinschaft her, die mit diesem Fahnenband auch nach außen sichtbar wird“, so der Ehrenbundesvorsitzende Oberst Rüdiger Attermeyer bei der Übergabe der Fahnenbänder an die Vertreter des Bundes, der Kreise und Bereiche, die mit ihren Fahnen zur Bundeskonferenz angereist waren.

Text: R.B.

Bilder: HTHB

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Gemeinschaft Katholischer Soldaten wählt neuen Bundesvorsitzenden

GKS / Bund / Stapelfeld 21.03.2019

Neuer BV

Stabshauptmann Andreas Quirin zum neuen Bundesvorsitzenden der Gemeinschaft Katholischer Soldaten gewählt. Mit dem 47 jährigen  wurde bei der diesjährigen Bundeskonferenz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) ein neuer Bundesvorsitzender gewählt. „Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe.“, so der neugewählte Vorsitzende direkt nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses. „Es liegt einiges an Arbeit vor uns, das erfolgreiche Tun meines Vorgängers auch in den nächsten Jahren fortzusetzen.“, skizzierte er kurz seine Gedanken.

Zu Stellvertretenden Bundesvorsitzenden wählten die 35 Delegierten die als Vertretung der rund 2000 Mitglieder an dieser Konferenz teilnahmen, Hauptfeldwebel Juliana Haberlag und Oberstleutnant Gerd Fridrich. „Ich finde es reizvoll, in einer Zeit, in der uns Katholiken der Wind stramm von vorne ins Gesicht bläst, Verantwortung zu übernehmen.“, so Fridrich über seine Beweggründe sich zu engagieren. „Ich hoffe, dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen können, das Bild unserer Kirche wieder positiver darzustellen.“, beschreibt er weiter. Neben der Wahl zum Bundesvorstand galt es für die Delegierten auch zahlreiche andere Tagesordnungspunkte zu bearbeiten. So trug mit Dr. Hubert Wissing, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Kirche und Gesellschaft des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ein profunder Kenner des Verbandskatholizismus in Deutschland zur Zukunft der kirchlichen Verbände vor. Dieser Input war für die Delegierten die Grundlage der anschließenden Beschäftigung mit der GKS. „Wir wollen mit dieser Arbeit die Basis zu Wort kommen lassen, damit wir Handlungsbedarf für die kommenden Jahre identifizieren.“, führte der bisherige Bundesvorsitzende Oberst Rüdiger Attermeyer in das Thema ein. Attermeyer, der in Anerkennung seiner Arbeit für die GKS zum Ehrenbundesvorsitzenden ernannt wurde, bilanzierte in seinem Lagebericht die 10 Jahre seiner Tätigkeit als Vorsitzender. „Wir haben viel erreicht und viel geleistet. Ich danke allen, die mich in den vergangenen Jahren unterstützt und mit mir gemeinsam diesen Weg gegangen sind.“, so Attermeyer zum Schluss seines Berichtes.

Text: A.Q. , Bild: HTHB

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Bundeskonferenz 2019

GKS / Bund / Stapelfeld / 20.03.2019 

Um 13.30 Uhr eröffnete der Bundesvorsitzende der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS), Oberst Rüdiger Attermeyer, die Bundeskonferenz 2019.

Attermeyer EröffnungOberst Rüdiger Attermeyer

Die Delegierten der GKS haben sich in Stapelfeld versammelt, um gemeinsam über die Lage des Verbandes zu sprechen, veränderte Rahmenbedingungen in Kirche und in kirchlichen Verbänden generell und speziell in der GKS zu beleuchten und über neue Wege zu beraten.
Delegierten der GKSDelegierten der GKS

Oberst Attermeyer begrüßte als Gäste der Bundeskonferenz Vertreter des Partnerverbandes der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Soldaten Österreichs (AKS), der Aktion Kaserne und des Katholikenrates des Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr.
Dr. Hubert WissingDr. Hubert Wissing

In einer anschließend Gruppenarbeitsphase setzen sich die Delegierten mit den konkreten Herausforderungen und Chancen in der GKS auseinander.
PuzzleteilenAus Puzzleteilen.......

Puzzle

Aus Puzzleteilen fügten sie ein Gesamtbild aus Lagebeurteilungen, Wünschen, konkreten Ideen und Aufträgen für die verschiedenen Ebenen zusammen.

Text: R. Bomke

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Woche der Begegnung in der Katholischen Akademie Stapelfeld

GKS / Bund / Stabelfeld 19.03.2019

Das organisierte Laienapostolat trifft sich vom 17. – 22.03.2019 zur Woche der Begegnung in der Katholischen Akademie Stapelfeld in Cloppenburg.
Die Tage stehen unter dem Thema

„Veränderungen gestalten – Schritt für Schritt neue Wege wagen“.

Die Woche wird durch die Tagung der Vollversammlung des Katholikenrates beim Katholischen Militärbischof eröffnet. An verschiedenen Berichten und Vorträgen wurde die Basis gelegt für vielfältige zukunftsorientierte Diskussionen in Kleingruppen, im Plenum und am Rande.

Auch wir trugen unseren Lagebericht vor.

Quirin Bericht Kath Rat w

Der stellv. Bundesvorsitzende Stabshauptmann Andreas Quirin legte den Schwerpunkt auf die Vergangenen 18 Monate und den Ausblick auf die kommende Zeit.

Text: R.Bomke ; Bild: M.Schiebilski

 

Anhang:
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Schicksalsjahr für Deutschland-Europa und die Welt?!

GKS SÜD / Kreis Ingolstadt 22. - 24.02.2019

Zu diesem Thema lud die GKS Ingolstadt zum ersten Themenwochenende des Kreises im laufenden Jahr 2019 vom 22. bis 24. Februar nach Ohlstadt bei Murnau ein.

Über 40 Teilnehmende folgten der Einladung und verbrachten das gemeinsame Wochenende am Fuße der Alpen im hervorragenden Hotel Alpenblick. Das gewählte Thema passte ideal zum Themenbereich Bildung, einem von drei Schwerpunktzielen der GKS: Begegnung-Besinnung-Bildung.

Als Referent wurde Herr Oberst Bauer, selbst jahrzehnte langes Mitglied der GKS und des Förderkreises des GKS, gewonnen. Oberst Bauer stellte den aufmerksamen Zuhörern die Ereignisse in Deutschland und der Welt vor genau 100 Jahren dar und verstand es die Thematik in drei Abschnitten gegliedert verständlich nahezubringen. Zunächst musste die Situation um die Zeit des Endes der Kampfhandlungen im November 2018 verstanden werden. Der Krieg war formell nicht beendet, eine Friedensvertrag lässt bis Juni 2019 auf sich warten. Dieser Umstand gepaart mit dem Führungsvakuum in Politik und Militär, führte zu völlig unterschiedlichen Ausgangslagen bei der Reorganisation der Gesellschaft. Teils komplett ausgerüstete Soldaten kehren ohne Auftrag oder Koordination in die Heimatgemeinden zurück und beteiligen sich später zu Beginn der Weimarer Republik an den Auseinandersetzungen, vor allem in und um Berlin herum, welche zurecht als Bürgerkrieg bezeichnet werden können. Hinzu kamen von Unrealismus und Hass erfüllte „Fake News“ zu den Kriegserfolgen der deutschen kaiserlichen Truppen, Stichwort „Dolchstoßlegende“, welche obendrein großen Anteil an der Zersplitterung der Parteien und Gesellschaft hatten.

Im zweiten Teil wurde die junge Demokratie beleuchtet, die sich so schwertat und von Gegensätzen und Gewalt gegeißelt wurde. Mit dem berühmten, fast zeitgleichen Ausrufen von zwei gegensätzlichen Republiken durch Philipp Scheidemann auf der einen und Karl Liebknecht auf der anderen Seite, begann dann zwar eine demokratische Phase mit freien Wahlen, erstmals auch für Frauen, jedoch war die gesellschaftliche Lage so instabil und die „Geburtsfehler“ der jungen Verfassung so gravierend, dass letztendlich mehr als ein Dutzend Regierungen kamen und gingen und von stabilen Verhältnissen nicht gesprochen werden konnte.

Als dritten Pfeiler, welcher stark beitragend zum Abdriften in die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts beitrug, stelle der Referent die Umstände und den Inhalt des Vertrages von Versailles dar. Das Gesicht Europas hat sich entscheidend verändert, Reiche haben aufgehört zu existieren, Grenzen wurden scheinbar willkürlich gezogen und tiefer Hass gepaart mit Nationalismus prägte viele Gesellschaften und war auch bei führenden Politikern prägendes Merkmal ihres Handelns.

Die Parallelen zu heutigen Politikstielen und Gräben in Gesellschaften sind in unterschiedlichen Ausprägungen selbst in Europa wieder festzustellen und sollten uns nach den Erfahrungen unserer Vorfahren vor 100 Jahren zur Wachsamkeit mahnen.

Zum Abschluss des Tages diskutierten die Teilnehmenden einen Beitrag unsers begleitenden Militärpfarrers Dr. Stanko zu Papst Franziskus, welcher auf eine ganz andere Art die gespannten Zuhörerinnen und Zuhörer zum Nachdenken anregte.

Pfarrer Stanko bei Messe Ohlstadt w

Am Sonntag zelebrierte Pfarrer Stanko einen Gottesdienst mit musikalischer Begleitung durch Orgel- und Geigenspiel. Nach dem Reisesegen und abschließendem Mittagessen ging das Wochenende der GKS Ingolstadt zu Ende.

Es bleiben viele Eindrücke, gemeinsame Stunden mit Familie und Freunden, besinnliche und bildende Momente und die Freude auf das nächste Wochenende in diesem oder ähnlichem Kreis. Der GKS Kreis Ingolstadt wir dieses vom 20.-22.09.2019 in Memhölz, südlich Kempten im Allgäu veranstalten.

Text und Bilder: H.Hofer

 

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Afrika-Europas Schicksal?

GKS SÜD / Kreis Ingolstadt 21. - 23. Sept. 2018

Zu diesem Thema lud die GKS Ingolstadt zum zweiten Themenwochenende des Kreises im laufenden Jahr vom 21. Bis 23. September nach Ellwangen/Jagts ein.

Für dieses historische aber auch angesichts der Entwicklungen seit 2015 und der Bundeswehreinsätze in der Region hochaktuellem Themenfeld, konnte erneut die Hanns-Seidel-Stiftung einen exzellenten Fachmann als Referenten stellen.

Dr Pabst w

Herr Dr. Martin Pabts leitet das Büro Forschung- und Politikberatung in München, ist Politikberater, Nahostexperte und Verfasser zahlreicher Publikationen und nicht zuletzt auch Referent an der Uni Bw in München.

Der Referent führte am Anreisetag zunächst in das Thema ein. Die Ära des Kolonialismus prägte den Kontinent wie kaum einen anderen und führte zu Interdependenzen mit Europa, die bis in die Gegenwart hineinreichen und auch die zukünftigen Beziehungen und die internationale Politik beeinflussen werden. Eine gewisse „Ruhe und Stabilität“ auf dem afrikanischen Kontinent wurde mitunter durch diese Kolonialherrschaft und später durch dominante Machthaber wie Muammar al-Gaddafi erzwungen. Nachdem nun diese Akteure weitestgehend verschwunden sind, hat sich die Lage auf dem afrikanischen Kontinent grundlegend verändert.

Am Fallbeispiel Mali erläuterte Dr. Pabts dann am Samstagvormittag die schwierigen innerstaatlichen Bedingungen in diesem Einsatzgebiet der Bundeswehr. Kulturelle Abgrenzungen, islamistische Akteure, die geographische Größe sowie Lage und machtpolitische Gründe gepaart mit politischen Turbulenzen führten zur gegenwärtigen Instabilität und in gewissen Landesteilen zum offenen Bürgerkrieg. Die Auswirkungen sind nach wie vor im ganzen Südsahara- und Westafrikagebiet zu spüren. So wird Europa weiterhin auf eine harte Bewährungsprobe gestellt, durch umfassendes Konfliktmanagement auf allen Ebenen die Situation in Afrika zu stabilisieren. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Sicherheitspolitik werden in der Zukunft bei der deutschen und europäischen Afrikapolitik ein noch größeres Gewicht haben, so der Referent.

Küttner w

Am Sonntag feierte Burkhard Küttner, Geschäftsführer der GKS Süddeutschland, in der hauseigenen Kapelle eine Wortgottesfeier mit Kommunion, welche er aufgrund seiner speziellen theologischen Ausbildung feiern konnte. Die überaus zufriedenen Teilnehmenden traten nach dem Feedback, einem Ausblick auf die kommenden GKS-Veranstaltungen und dem Mittagessen die Heimreise vom Tagungshaus Schönenberg an.

Text und Bilder: H.Hofer

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Bundesvorstand beschäftigt sich mit der Katholischen Soziallehre

GKS / Bund / Berlin 22.02. - 24.02.2019

Vor dem Hintergrund der verstärkten Zusammenarbeit mit unserem Schwesterverband aus Österreich, der AKS,  und mit Blick auf den gemeinsamen inhaltlichen Schwerpunkt der Beschäftigung mit der Katholischen Soziallehre , hat der Bundesvorstand vom 22.-24.02.19 ein Weiterbildungswochenende zu diesem Thema gestaltet. Unser Geistlicher Beirat - Herr Militärdekan Bernd F. Schaller - hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, die Vertiefung der Katholischen Soziallehre zu übernehmen. Wenngleich sich das Thema sehr theoretisch und wissenschaftlich anhört, gelang es Dekan Schaller rasch, den Bundesvorstand in einem äußerst lebendigen und praxisbezogenen Parforce-Ritt durch das Thema zu führen.

Katholische Soziallehre

Von den Hintergründen und den Umständen der Zeit der Industrialisierung beginnend, über die Lebensleistung ausgewählter Persönlichkeiten wie von Ketteler und Kolping bis hin zu den päpstlichen Sozialenzykliken unter ständiger Rückbesinnung auf die Heilige Schrift, arbeitete der Bundesvorstand die Grundprinzipien der Katholischen Soziallehre heraus: Subsidiarität, Solidarität, Personalität und Gemeinwohl. Sehr deutlich machte Dekan Schaller dem Bundesvorstand allerdings immer wieder klar, dass diese Grundprinzipien für alle gelten und die Mitwirkung eines jeden Einzelnen bedeutet - also auch die Mitwirkung der GKS!

Die Bedeutung der Katholischen Soziallehre für uns alle wurde im Gottesdienst durch das passende Evangelium nach Lukas mit den Kernaussagen „Gib jedem, der Dich bittet“ und „Seid barmherzig, wie es auch Euer Vater ist“ hervorgehoben. Durch das Orgel- und Dudelsackspiel im Gottesdienst kamen die Teilnehmer darüber hinaus noch in den Genuss einer besonderen musikalischen Gestaltung.

Text: OTL Gerd Friedrich

Bild: HTHB

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Fleißige Hände im GKS-Kreis Husum

GKS NORD / Kreis Husum

Die Vorbereitungen für die erste große Veranstaltung im GKS-Kreis Husum laufen auf Hochtouren.
Vorbereitungen w
In der letzten Woche lud die Vorsitzende, HF Haberlag, zum „Einladungen packen“. Über 100 persönliche Einladungen wurden so mit der fleißigen Unterstützung einiger Mitgleider an diesem Tag gefaltet, adressiert und an die Kommandeure, Kompaniechefs, Spieße und die zivilen Leiter in den umliegenden Kasernen verteilt.
Der Kreis läd am 14.03.2019 zu einem Vortrag in die Räumlichkeiten der UHG der Julius-Leber-Kaserne in Husum ein.
Referent wird Herr Oberst a.D. Prof. Dr. Winfried Heinemann mit dem  Thema „Einsatzarmee Bundeswehr und Tradition – wie passen neu und alt zusammen?“ sein.
Natürlich freut sich der Kreis auch über Teilnehmer aus den anderen Kreisen.
Anmeldung und weitere Informationen über die Vorsitzende HptFw Haberlag.
 
Text und Bild: HptFw Haberlag
 
Anhang:
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„Vernetzte Sicherheit“

GKS SÜD / Kreis München / 30. - 02.12.2018

Themenwochenende im schwäbischen Roggenburg

Mit insgesamt fast 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern führte der GKS-Kreis München vom 30.11.2018 bis zum 02.12.2018 ein Themenwochenende im Bildungszentrum Kloster Roggenburg durch.
Roggenburg 2018 10
Als Referent zum Thema „Vernetzte Sicherheit“ konnte die Gemeinschaft Patrick von Krienke gewinnen, der bereits am ersten Abend mittels eines „Problemaufrisses“ die Anwesenden an das Thema heranführte, die er dann im
Roggenburg 2018 4Roggenburg 2018 6Rahmen eines Impulsvortrages am Vormittag des Samstages und der darauffolgenden Diskussion am Nachmittag über die Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert, die alle Politikbereiche umfassen und dabei politische, ökonomische, ökologische, gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen und Entwicklungen berücksichtigen muss, informierte. Spätestens bei der Abschlussrunde am Sonntagmorgen wurde dann unumstößlich klar, dass der Begriff „Sicherheit“ in unseren Tagen ein breiter Begriff ist, der weit über die militärische Sicherheit hinausgeht.
Neben dem informativen und dem spirituellen Anteil, dem mittels eines Morgenimpulses, der sich inhaltlich primär mit der Adventszeit befasste, angefangen bei Grundlegendem (Beginn des neuen Kirchenjahres) über deren ursprüngliche Bedeutung als Fastenzeit bis hin zur heutigen Form (die auf das siebte Jahrhundert zurückgeht) und dem Besuch der sonntäglichen Eucharistiefeier in der dortigen Klosterkirche begegnet wurde,
Roggenburg 2018 7
profitierte die Gemeinschaft über den besagten Zeitraum im Anschluss an das fixierte Programm von der Möglichkeit, den unmittelbar in der Klosteranlage zeitgleich stattfindenden Weihnachtsmarkt zu besuchen, ein schwäbisches Highlight, welches von den Großen und Kleinen mit Begeisterung angenommen wurde.
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Für die in Gänze uneingeschränkte Familientauglichkeit des Themenwochenendes sorgten neben den optimalen infrastrukturellen Rahmenbedingungen und dem hervorragenden Service, den das von Pater Roman Löschinger geführte Bildungszentrum mit seinem absolut beispielgebenden und äußerst engagiertem Team unter der Leitung von Elisabeth Märcz an den Tag legte, insbesondere auch Hauptfeldwebel Simone Franke sowie Carolin Hofer, die sich mit ihrer warmherzigen Art in Verbindung mit ihren Qualifikationen im Umgang mit Kindern/Jugendlichen um die rund 20 Jungen und Mädchen kümmerten, damit auch ihnen der Aufenthalt im ca. 30 km südöstlich von Neu-Ulm gelegenen Roggenburg, welches insbesondere auch durch den legendären Auftritt des „Bayrischen Hiasls“ (Matthäus Klostermayr) im Jahre 1769 in der dortigen Roggenschenke bekannt wurde, in bester Erinnerung bleibt!
Roggenburg 2018 8
Roggenburg 2018 3 
 
Text: Stefan Nüßle
Bilder: Theodor Forstne

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"Gute Politik steht im Dienste des Friedens“:
Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag 2019

GKS / 17.01.2019 / Köln

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Unter dem Motto "Gute Politik steht im Dienst des Friedens" feierte Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 17. Januar 2019 mit Soldatinnen und Soldaten verschiedener Nationen sowie Bundespolizisten einen Internationalen Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln.
Beim Empfang im nahegelegenen Maternushaus richtete auch der Bundesvorsitzende Grußworte an die Anwesenden.


Bild: RA

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„Spielwiese neuer Mächte“ – Akademietagung für Offiziere

GKS WEST / 04.12. - 05.12.2018

Vom 04.12. bis 05.12.2018 fand die Akademietagung für Offiziere der Bundewehr im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg statt. Diese wird traditionell in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg, dem Katholisches Militärdekanat Köln und der Gemeinschaft Katholischer Soldaten Bereich West veranstaltet und stand in diesem Jahr unter dem Thema: Spielwiese neuer Mächte.

Dr. Michael Hartlieb Referent Thomas Morus AkademieOTL Michael Nickolaus Vorsitzender GSK WestMehr als 25 Jahre nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes sind auf dem internationalen Parkett alte Verbindungen, Einflusssphären und Verbindlichkeiten zwischen den Staaten stark verblasst. Der Einfluss anderer Akteure wird dagegen immer stärker, wie sich bei der Umgestaltung Asiens durch China deutlich zeigt – oder im Nahen Osten, wo besonders Saudi-Arabien und der Iran zu Regionalmächten heranreifen. Insgesamt gesehen wird es zunehmend schwerer, den Überblick über die zahlreichen Entwicklungen und neuen Bündnisse zu behalten und deren Auswirkungen auf die Weltlage richtig einzuschätzen. Unterhalb der Entwicklungen der globalen Großwetterlage ist es deshalb auch interessant zu verfolgen, wie sich die Stimmungen und die Selbstverständnisse der davon betroffenen Bevölkerungen entwickeln. Die Veranstaltung ermöglichte es den Teilnehmenden, mit Experten zu unterschiedlichen Regionen der Welt ins Gespräch zu kommen, die mit einem Blick auf die Verschiebungen der politischen Machtstrukturen und Einflusssphären  auch Einblicke in den Veränderungen der Lebenswirklichkeiten vor Ort geben konnten.


Vorträge:

Prof. Dr. Rachid Ouaissa
1. Öl ist nicht alles - Entwicklungen in der arabischen Welt
Prof. Dr. Rachid Ouaissa
Fachgebiet Politik des Nahen und Mittleren Ostens am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien, Philipps-Universität Marburg
 Dr. Enrico Fels
2. Die Umgestaltung des asiatisch-pazifischen Raumes - China und seine neuen Einflusssphären und Neue Seidenstraße - Auswirkungen eines globalen Megaprojektes
Dr. Enrico Fels
Center for Global Studies,Bonn
3. Regionale Führungsmacht oder …? - Brasilien und seine Suche nach seiner Rolle in Südamerika
Dr. Uwe Kaestner
Ehemaliger deutscher Botschafter in Brasilien und Vizepräsident der Deutsch- Brasilianischen Gesellschaft
4. … und Europa? Ein Kontinent zwischen neuem Nationalismus und auf der Suche nach sich selbst
Prof. Dr. Ralph Rotte
Professor für Politikwissenschaft, Institut für Politische Wissenschaft, RWTH Aachen
Die thematische Auseinandersetzung konnte Impulse für die ethische und moralische Befassung, auch gerade aus der Sicht des Soldaten, setzen. Im Ergebnis ein sehr gelungenes und hochwertiges Format.
 
Text undBilder: Michael Nickolaus, Bereichsvorsitzender West
 

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Bereichskonferenz II 2018 Bereich West

GKS WEST / 30.11. - 02.12.2018

Nach einem erfolgreichen Jahr für die GKS West trafen sich die ehrenamtlich Mitwirkenden der GKS West im Tagungshotel Maria in der Aue in Wermelskirchen.
BK WEST II 2018 Gruppe
Traditionell findet die II. Bereichskonferenz am ersten Adventswochenende statt. So begrüßte der Vorsitzende Michael Nickolaus die Delegierten der Kreise und die Vertreter des Bereichsvorstandes.
Mit Freude blickten OTL Michael Nickolaus und seine Mitstreiter aus dem Bereichsvorstand Tina Ternes, OTL Gerd Fridrich und OTL Stefan Schlereth auf ein sehr erfolgreiches und arbeitsames Jahr. Der Kreis Nordhessen wurde gegründet. Dieser hat bereits 16 Mitgliedsfamilien und führte sogar schon ein Themenwochenende erfolgreich mit sehr jungen Familien durch. Die Akademietagungen für Offiziere, welche zweimal im Jahr in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie und dem Katholischen Militärdekanat Köln durchgeführt werden, haben sich sehr gut etabliert. Für die Bereichswoche im April 2019 liegen bereits 225 Anmeldung vor. Viele der Kreise beleben das Laienapostolat in den jeweiligen Standorten und gestalten ein lebendiges Verbandsleben in doch ganz unterschiedlichen Formen. Die Herausforderungen 2019 sind die Gründung eines GKS-Kreises Saarland und die Revitalisierung der GKS Kreise Mayen und Nörvenich. Für die Bereichskonferenz konnte als Referentin die Geschäftsführerin der GKS, Frau Regina Bomke, herzlich willkommen geheißen werden. Nach der Begrüßung der 19 Familien folgt eine stimmungsvolle Adventsfeier. Im Vordergrund der Tagungen standen die Themen Datenschutz, Präventionsordnung, Ergebnisse aus der Arbeit des Bundesvorstandes, die Vorbereitung der Woche der Begegnung und die Festlegung auf ein soziales Förderprojekt. Zukünftig wird das Sparschwein Thea (Geschenk Gottes) Spenden für den Förderverein für Krebskranke Kinder e.V. Köln einsammeln. Hierzu hatte SFw (OA) Peter Öchslein, Kreisvorsitzender GKS Kreis Köln 1, sehr emotional vorgetragen und sich bereit erklärt die Federführung für die Spendensammelaktion des Bereichs West zu übernehmen. Das bisherige Förderprojekt für den Missionskreis Hennef und die durch diesen unterstützen Waisenheime und Buschkliniken in Afrika endet zum 30.03.2019. Die Spende wird am 29.03.2019 offiziell zur Benefizveranstaltung anlässlich des 30jährigen Bestehens des Missionskreises durch den Bereichsvorstand übergeben. Bis jetzt konnten bereits 1380€ gesammelt werden.
BK WEST II 2018 Msgr R.Schnettker mu
Zum Abschluss des Wochenendes wurde ein festlicher Adventsgottesdienst gefeiert.
 
OTL Michael Nickolaus, Bereichsvorsitzender West
 

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Der GKS-Kreis Köln auf dem Klettersteig entlang des linksrheinischen Jakobsweges.

GKS WEST / Kreis Köln / 15. Sept. 2018

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Am Samstag 15. September 2018 führte der GKS-Kreis Köln eine Informationsveranstaltung durch. Ziel war es, Interessierte über die Ziele der Arbeit der GKS zu informieren und sie für die Mitwirkung in der GKS begeistern und gewinnen zu können. 
Ort der Informationsveranstaltung war der Mittelrhein Klettersteig entlang des linksrheinischen Jakobsweges in Boppard am Rhein.
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Der besondere Reiz der Tour lag zum einen in der großartigen Landschaft mit ihren Ausblicken auf die berühmte (fast) 360° Rheinschleife, den Weinbergen, Wäldern sowie dem lichten Eichenwald und der Heidelandschaft beim Ausstieg des Klettersteigs, und zum anderen die abwechslungsreichen Kletterstellen mit Leitern, Eisenbügel-Treppen, der Querung einer senkrechten Wand auf Eisenstiften und dem finalen Aufschwung mit viel Felskontakt. Da der Klettersteig sehr gut für Anfänger und Kinder (ab ca. 8 Jahren) geeignet ist, konnte die ganze Familie teilnehmen.
Klettersteig 2 w
Für alle die nicht Klettern wollten oder konnten, bestand die Möglichkeit den Weg zum Zielpunkt über den parallel verlaufenden und teilweise den Klettersteig kreuzenden Wanderpfad (Jakobsweg) zu erklimmen. Ebenso bestand die Möglichkeit das Ziel mit der Sesselbahn Boppard zu erreichen.
Mit über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern machten wir uns früh auf den Weg, um unser Ziel, das Restaurant Gedeonseck, gegen Mittag zu erreichen. Nach der körperlichen Herausforderung im Rahmen des Aufstiegs, wurde zunächst dem leiblichen Wohl mit leckerem Grillgut und Salaten Rechnung getragen. 
Im Anschluss daran fand die geistige Betätigung in Form eines Informationsvortages durch den Kreisvorsitzenden des GKS-Kreises Köln, Stabsfeldwebel (OA) Peter Öchslein, statt.
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Der Nachmittag wurde dann genutzt um sich im gemütlichem Beisammensein kennen zu lernen und sich mit den „alten“ Mitgliedern auszutauschen. Nach dem gemeinsamen Abstieg erfolgte die Rückreise.
Das Fazit dieser Art der Informationsveranstaltung kann nur als sehr gelungen bewertet werden. Das Ziel, neue Mitglieder für die Arbeit im GKS-Kreis zu gewinnen und dabei den Spaß für die ganze Familie nicht zu kurz kommen zu lassen, wurde zur Zufriedenheit aller erfüllt.
Text und Bilder: GKS-Köln

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Militärpfarrer wird entpflichtet

GKS SÜD / Kreis Fürstenfeldbruck / 14. Nov. 2018

Am 14.November lud der katholische leitende Militärdekan München Herr Artur Wagner nach Fürstenfeldbruck.

Verabschiedung Hutter2 w

In einem sehr feierlich gestalteten Gottesdienst wurde der Standortpfarrer Militärdekan Alfons Hutter  nach 17 Dienstjahren von seinem Dienst entpflichtet.
Sein Nachfolger wird der jetzige Militärpfarrer des katholischen Militärpfarramt Bad Reichenhall, welches zuständig ist für die Standorte Bad Reichenhall, Bischofswiesen, Schneizlreuth, Traunstein Militärpfarrer Andreas Vogelmeier.
Beim anschließenden Empfang in dem Offizierheim des Fliegerhorstes wurden die Verdienste von Militärdekant Alfons Hutter nochmals benannt und gewürdigt.
Alfons Hutter wurde mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet.
Unter den geladenen Gästen waren auch Vertreter aus der Gemeinde Thalmässing. Mit Alfons Hutter soll neues Leben ins verwaiste Pfarrhaus einziehen. Alfons Hutter (65), kennt sich als gebürtiger Wendelsteiner im Landkreis Roth aus. Als Sekretär von Bischof Karl Braun lernte er in den 1980er-Jahren die gesamte Diözese kennen, später war er unter anderem Rektor des Diözesanexerzitienhauses Schloss Hirschberg. Seinen Bekanntheitsgrad erlangte er jedoch vor allem ab 2007, seit diesem Jahr ist er nämlich Militärdekan, als Seelsorger war er unter anderem in Afghanistan, im Kosovo und in Mali im Einsatz.
Doch hatte er schon vor seinem jüngsten Gang in den westafrikanischen Krisenstaat davon gesprochen, dass er nach der Standortauflösung des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck, wo Hutter zuletzt stationiert war, in seine Heimatdiözese zurückkehren wolle. Ohnehin hat er zu vielen Gelegenheiten Kontakt gehalten.
Zum 1. Dezember wird Alfons Hutters Gang in die Heimat tatsächlich Realität. Alfons Hutter werde dann das Pfarrhaus in Thalmässing neben der Kirche St. Peter und Paul beziehen und auch im Pfarrverband Heideck-Laibstadt-Liebenstadt-Thalmässing mit anpacken. Allerdings sei er auch für Aufgaben außerhalb dieses Bereichs freigestellt.
Marianne Schneider, die ehemalige Vorsitzende und seit der jüngsten Pfarrgemeinderatswahl stellvertretende Vorsitzende des Gremiums, hat den neuen Pfarrer bereits kennengelernt. "Er ist ein ganz netter Mensch", sagt sie, "ich glaube er passt zu uns." Getroffen habe man sich, als Hutter das Pfarrhaus als seinen künftigen Wohnort in Augenschein nahm. Dass Pfarrer Hutter auf Thalmässing aufmerksam wurde, sei wohl Eichstätt zu verdanken. Denn die Thalmässinger hätten im Gespräch mit dem Domkapitular Paul Schmidt zu verstehen gegeben, dass sie unbedingt wieder einen Geistlichen im Haus haben wollten, eventuell auch einen Ruhestandspfarrer. Was auch immer letztlich den Ausschlag gab: "Wir sind froh, dass wir dann wieder jemanden haben", sagt Marianne Schneider, vor allem einen Pfarrer, der sympathisch und aufgeschlossen wirke.
Verabschiedung Hutter1 wNoch ist der Militärdekan bei den Gläubigen in Thalmässing nicht allzu bekannt. Aber dass Schneider mit ihrer Einschätzung nicht ganz daneben liegen könnte, dafür steht beispielsweise die Faschingsgesellschaft Alfonso aus Ingolstadt. Denn dort, in der Pfarrei St. Augustin, war Hutter von 1995 bis 2001 tätig. In dieser Zeit gründeten die Faschingsfreunde ihre Gesellschaft - und benannten sie nach ihrem damaligen Pfarrer. Mit "Alfonso Hosianna!" erfanden sie auch gleich einen amüsant-katholischen Narrenruf.
Dass er durchaus manche Dinge mit einem Augenzwinkern betrachtet, stellt Pfarrer Hutter im Gespräch unter Beweis. Ja, er habe "einiges gelesen", sagt er über die Vorgänger von Kaplan Markus Müller. Immerhin sind die letzten drei Pfarrer hier allesamt nicht mehr im Dienst der katholischen Kirche, in mindestens zwei Fällen störte der Zölibat. "Da ist es ja gut, wenn jetzt ein Älterer kommt, ein ausrangierter Pfarrer", sagt Hutter und lacht. Und im Gegensatz zu Kaplan Müller werde er auch länger als ein Jahr bleiben. Nämlich mindestens die viereinhalb Jahre, die es dauert, bis er 70 Jahre alt ist, "ich werde sicher dort bleiben". Nicht nur das: "Ich freue mich darauf."
Sein neues Wohnhaus hat sich Pfarrer Hutter schon mehrmals angesehen, die wenigen Schritte bis zur Kirche St. Peter und Paul weiß er zu schätzen: "Das ist ja fast kuschelig." Auch das hiesige Personal habe er bereits bei der Besichtigung des Pfarrhauses kennengelernt, erzählt er, "man hat mir Fenster, Türen und Herzen aufgemacht". Er freue sich, in seinen Heimatlandkreis zurückzukehren, so der gebürtige Wendelsteiner, die Örtlichkeiten seien ihm vertraut. Die Pfarrer habe er zuletzt aber nicht mehr gekannt, zu weit sei er wegen seiner Tätigkeit als Militärseelsorger entfernt gewesen. "Der letzte, den ich gekannt habe, war Pfarrer Göller", sagt Alfons Hutter, "ich habe ihn seinerzeit noch im Krankenhaus besucht." Mit Josef Schierl, der Pfarrer, der für den Pfarrverband Heideck-Laibstadt-Liebenstadt-Thalmässing zuständig ist, habe er studiert.
Ihn werde er ab dem 1. Dezember unterstützen, der Umzug sei für den 19. November schon fest geplant. "Ich bin aber nicht der Befehlsempfänger des Pfarrers", betont er. Ein Viertel seiner Arbeitszeit sei für die Arbeit im Pfarrverband vorgesehen. Drei Viertel widme er weiterhin der Militärseelsorge. Das Militärbischofsamt sei an den Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke herangetreten mit der Bitte, dass ein erfahrener Geistlicher "auf die Militärpfarrer schauen soll". Sich kümmern in einer Zeit, in der die Auslandseinsätze der Bundeswehr immer zahlreicher werden. Der Bischof sagte zu, schon hatte Pfarrer Hutter eine neue Aufgabe, die mit seiner bisherigen ein Stück weit verwandt ist. Deshalb werde er immer wieder für längere Zeit gar nicht in Thalmässing sein, so Hutter, dann wieder eine Weile am Stück. "Das muss sich erst einspielen."
Zukunftsmusik ist auch der geplante Umzug der Offiziersschule der Luftwaffe von Fürstenfeldbruck in die Rother Otto-Lilienthal-Kaserne - voraussichtlich 2021/22. Pfarrer Hutter, der noch in Fürstenfeldbruck stationiert ist, kennt die dortige Führung. Und scherzte bereits im kleinen Kreis: "Ich bin der erste, der nach Roth zieht." Alfons Hutter wurde in Wendelstein geboren. Nach seiner Priesterweihe war er Kaplan in Lauterhofen, bevor ihn Bischof Karl Braun 1984 zu seinem Sekretär berief. 1988 wurde Hutter Rektor des Diözesanexerzitienhauses Schloss Hirschberg, 1995 übernahm er die Pfarrei St. Augustin in Ingolstadt. Im September 2001 wurde er für die Militärseelsorge in Mittenwald freigestellt, 2005 wechselte er nach Amberg, bevor 2011 die Versetzung nach Fürstenfeldbruck kam. Seit 2007 ist Alfons Hutter Militärdekan. Als Militärpfarrer ist Hutter nicht nur zuständig für die Gottesdienste mit den Soldaten, sondern auch für die Seelsorge an den Familien derjenigen, die im Auslandseinsatz sind. Mit 65 Jahren scheidet er nun nach Beamtenrecht aus diesem Dienst aus und er kehrt in seine Heimatdiözese als Seelsorger zurück. Obwohl er diese Aufgabe aus vollem Herzen ausgefüllt habe, wie er sagt, reichten die 17 Jahre auch aus: "Ich kann auch gut loslassen. "

Text und Bilder: B. Küttner

 

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Das Leben ist kein Bauernhof?

GKS WEST / Kreis Nordhessen / 23. - 25.11.2018

GKS-Kreis Nordhessen veranstaltet erstes Familienwochenende.

Wer will nicht einmal raus aus dem Alltagsstress, rein ins Grüne? Der neu gegründete GKS-Kreis Nordhessen veranstaltete unter dem Motto „Laudato Si“ sein Themenwochenende vom 23. bis 25. November auf dem Biobauernhof in Nidda.

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Die grauen Stunden der Herbstzeit geben einem eine gute Gelegenheit, sich in der Wärme der eigenen vier Wände zu besinnen. Doch so ein Austausch gelingt am besten, wenn man über den Tellerrand schaut, mit anderen sich austauscht und den Horizont erweitert. Also raus aus dem Alltagsstress, rein ins Grüne! Das letzte November-Wochenende nutzten die neuen GKS-Mitglieder des Kreises Nordhessen für einen solchen Anlass. Kurz vor der Adventszeit tummelten sie sich auf dem Biobauernhof „Im alten Hof“ im hessischen Nidda.
 

Einzigartige Atmosphäre

 

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Abwechslungsreiches Programm


Um mit der Natur in Einklang zu kommen, fehlt es im Alltag meist an den notwendigen Zugängen: Ein Bauernhof bot dabei einen guten Einblick in den Kreislauf der Produktion von Lebensmittel. So war das Betreuungsprogramm sehr vielseitig gestaltbar: Während die Kinder lernten, wie aus einem Korn am Ende ein Brot werden konnte, lauschten die Eltern einem hochwertigen Vortrag über „Körper-Seele-Geist“ im Zusammenhang mit der „Laudato Si“ des Papstes Franziskus. Man kam ins Gespräch und diskutierte viel.
 

Entfremdung des Menschen von der Natur

 
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Den geistlichen Beistand garantierte die evangelische Militärseelsorge. So erklärte sich der Standortpfarrer Ralf Eckert aus Stadtallendorf kurzfristig bereit, das komplette Wochenende zu begleiten. Seien es kleinere Gebetseinheiten mit allen Teilnehmern oder der Wortgottesdienst am Sonntag. Musikalisch begleitete das Wochenende Oberstleutnant Tobias Terhardt, Leiter des Heeresmusikkorps Kassel. Die Seele ein wenig baumeln lassen, der Entfremdung des Menschen von der Natur entgegenzuwirken und sich der Natur ein Stück zu nähern. Die Lehren der „Laudato Si“ begleiteten die Teilnehmer das gesamte Wochenende. Die Faszination des Landbaus, der Natur und Tierhaltung betteten dabei dieses theoretische Lehren-Konstrukt in die Praxis ein.
Ein toller Austausch und eine rundum gut gelungene Veranstaltung für alle.
Für das nächste Jahr stehen schon jetzt viele weitere Veranstaltungen der GKS an.
 
Autor/Fotos: Nora Bach-Sliwinski
 

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Themenwochenende im Bergischen Land 

GKS WEST / Kreis Augustdorf / 02. - 04.11.2018

Die finale große Veranstaltung des GKS Kreis Augustdorf für das Jahr 2018 führte  die Mitglieder in das Bergische Land.
Im Tagungshotel „Maria in der Aue“ erwartete die Teilnehmer ein umfangreiches Programm. Gerd Pape, Vorsitzender der Gemeinschaft, hatte dazu Herrn Uwe Rieks als Referenten eingeladen.
Herr Rieks, Diplom Verwaltungswirt, gestaltete den Samstag mit einem hoch interessanten Vortrag zum Thema: „Flüchtlinge“. Allein unser christlicher Glaube verpflichtet uns, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Das unendliche Leid von Menschen, die aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Herkunft verfolgt und  ermordet werden, darf nicht unbeachtet bleiben. Daher bot sich der Vortrag von Herrn Rieks an, das grundsätzliche Verständnis für Menschen die in unserem Land Asyl beantragen, zu vertiefen.

Augustdorf 02 04.11.2018 w

So ging Herr Rieks in seinem Vortrag zunächst auf die Fluchtursachen ein. Weltweit, so Herr Rieks, waren Ende 2017  rund 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht.

Im weiteren Verlauf des Referates wurde die aktuelle Entwicklung der Asylanträge in Deutschland und der Ablauf eines Asylverfahrens erklärt.
Thematisiert wurden auch die Leistungsansprüche von Asylsuchenden. Hierzu zählen u.a. die Leistungen zum Lebensunterhalt, bei Krankheit und z. B. auch bei Geburten.
An den Vortrag schloss sich eine lange Diskussion, begleitet von zahlreichen Fragen zum Thema an.
Gerd Pape dankte abschließend dem Referenten für seinen sehr professionellen Vortrag und für die tiefen Einblicke in das sehr umfassende Thema „Flüchtlinge“.
Der Samstagabend klang in geselliger Runde aus. Aber auch dort waren die Gemüter durch den Vortrag noch immer bewegt. Die schweren Schicksale vieler Flüchtlinge lassen sich nicht einfach ausblenden.
Der Sonntag war durch einen Gottesdienst im Altenberger Dom geprägt. Nach der „Hubertusmesse“ ließ der Vorsitzende das Wochenende noch einmal Revuen passieren und verabschiedete die Teilnehmer.

Bild G. Pape Text L. Müller

 

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