PRESSEMITTEILUNGEN

Gemeinschaft Katholischer Soldaten zur Verlängerung des ISAF-Mandats in Afghanistan

Heute steht die Verlängerung der deutschen Teilnahme am ISAF-Mandat der Vereinten Nationen auf der Agenda des Deutschen Bundestages. Diese Verlängerung wird jetzt mit Blick auf den beabsichtigten Abschluss des militärischen Einsatzes Ende 2014 zu betrachten sein.

Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) hat den Einsatz in Afghanistan mit den Erklärungen

  • „DerFriede ist möglich" (2004),
  • „Verantwortung übernehmen – moralisch handeln" (2008) und zuletzt
  • „Übergabe in Verantwortung" (2012)

kritisch begleitet.

Alle Erklärungen sind im Volltext verfügbar unter:

http://www.gemeinschaft-katholischer-soldaten.de/index.php/erklaerungen-der-gks

Insbesondere die jüngste Erklärung „Übergabe in Verantwortung" stellt die Rahmenbedingungen dar, die auch für einen Rückzug aus Afghanistan gültig sind. Dabei ist es wichtig, die Verantwortung für die eigene Sicherheit schrittweise so an die afghanischen Organe zu übergeben, dass sich die Lebensverhältnisse für das afghanische Volk nachhaltig verbessern und nicht in einen Zustand vor dem Eingreifen zurückfallen. Dazu darf das internationale Engagement nicht mit dem Abzug der Streitkräfte beendet sein. Der Schwerpunkt der Unterstützung muss dann auf Felder wie Bildung, Gesundheitswesen, Infrastruktur sowie Aufbau von Verwaltung, Justiz und Polizei verlagert werden.

Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten ist davon überzeugt, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages den Einsatz deutscher Soldatinnen und Soldaten auch weiterhin im Bewusstsein ihrer Verantwortung mit großer Ernsthaftigkeit debattieren, um diesen größten Friedenseinsatz unserer jüngsten Geschichte zu einem für alle Beteiligten erfolgreichen Abschluss zu führen.

Berlin, 13.12.2012

Rüdiger Attermeyer, OTL
Bundesvorsitzender der GKS