Suche Frieden!
– Die GKS auf dem 101. Katholikentag in Münster

Stand auf der Kirchenmeile

Vom 9.-13. Mai 2018 nahmen wir am 101. Katholikentag in Münster teil.
Traditionell präsentierten wir unsere Arbeit mit einem Stand unter den Verbänden auf der Kirchenmeile. Täglich von 10 bis 18 Uhr standen wir dort den vielen Besucherinnen und Besuchern unter unserem Standmotto: „Beherzt für den Frieden“ Rede und Antwort. „Haben Sie schon einmal auf jemanden geschossen?“ – fragte eine Jugendliche und es war ihr anzusehen, dass sie all ihren Mut zusammennahm, um diese Frage zu stellen. Das „Nein“, mit dem die Antwort begann, erleichterte sie und der Nachsatz: „aber es könnten Situationen kommen, in denen ich es tun müsste und auch tun würde“ wurde zum Ausgangspunkt eines langen, intensiven und sehr ehrlichen  Gesprächs. Lange, intensive, ehrliche Gespräche waren für uns überhaupt das Markenzeichen dieses Katholikentages. Die Menschen suchten das Gespräch, waren sehr daran interessiert, die Sicht von Soldatinnen und Soldaten kennenzulernen und zu verstehen, wie sie ihren Dienst mit ihrem Glauben vereinbaren können. Viele kamen, manche mit einer klaren Meinung, die allermeisten mit großer Offenheit und an einem ehrlichen Austausch interessiert. – Da machte es Freude, Rede und Antwort zu stehen und sich und die eigene Haltung zur Diskussion zu stellen.


Katholikentag 2018 BundespräsidentHoher Besuch am Stand der GKS mit Eintrag in unser Gästebuch

Suche Frieden

– das Thema traf die Menschen mitten in ihrem Leben: Frieden mit sich, in der Familie, der engeren Umgebung. Frieden mit Gott, der (Amts-)kirche und den Schwestern und Brüdern, mit denen wir im Glauben gemeinsam oder auf unterschiedlichen Wegen unterwegs sind. Aber auch die so schwierige, manchmal ausweglos erscheinende Suche nach Frieden zwischen den Staaten, zwischen Völkern, Volksgruppen, Religionen und Ideologien. -  In hunderten offiziellen Veranstaltungen brachten Fachleute ihre Ansicht vor, wurde unter den Vertretern verschiedener Professionen und mit den Zuhörerinnen und Zuhörern heftig um mögliche Lösungen und den richtigen Weg gerungen. - Und manche Diskussion wurde auf dem Domplatz, im Schatten von St. Lamberti oder im Gras am Aasee weitergeführt.

GKS-Werkstattgespräch

Auch wir boten ein Werkstattgespräch an. Unter dem zugegebenermaßen provokanten Titel:

„Willst du den Frieden, rüste zum Krieg! (röm. Sprichwort) – Sind Soldaten Friedensstifter?“

luden wir ins Fürstenberghaus am Domplatz ein. Höchstens 60 Personen – so war unsere Vorgabe. – 102 Menschen kamen und wir fanden einen Platz für alle .  Unter der Leitung des Geistlichen Beirats auf Bundesebene, Militärdekan Bernd F. Schaller, diskutierten Brigadier Martin Jawurek, Militärkommandant von Niederösterreich und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten in Österreich, Oberst Prof. Dr. Winfried Heinemann, Militärhistoriker und GKS-Mitglied, und der Bundesvorsitzende der GKS, Oberst Rüdiger Attermeyer, mit dem Publikum.
Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Einsatzes von militärischer Gewalt? – Warum reicht es nicht, dass das eigene Handeln dem Gesetz nicht widerspricht, warum muss es darüber hinaus persönlich verantwortet werden? Wie kann eine Gewissensentscheidung zwischen Befehl und Gehorsam getroffen werden? Was kann als Maßstab für eine Entscheidung dienen, hilft eine christlich geprägte Ethik da weiter? Wie muss militärische Führung aussehen, um dem Soldaten, der Soldatin die Möglichkeit zu geben, ihrem eigenen Gewissen folgen zu können? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um einen Militäreinsatz zu rechtfertigen? Unter welchen Bedingungen kann der Einsatz von Gewalt tatsächlich zum Frieden führen? Diesen Fragen wurde kenntnisreich nachgegangen. 
Aber es blieb nicht beim Theoretisieren, sondern die Podiumsteilnehmer und die anderen anwesenden Soldaten wurden auch persönlich angefragt: Wie hältst Du es ganz persönlich als Soldat? Was hat Dich zu Deiner Berufsentscheidung bewogen? Wie gehst Du als Mensch, als Christ mit der großen Verantwortung um, die dieser Beruf mit sich bringt? Ist Dein Glaube für Dich Halt oder Last?  Fühlst Du Dich als Friedensstifter? - So persönlich wie die Fragen waren auch die Antworten.

Und jetzt?

Wir sagen Danke: allen, die in der Vorbereitung und Durchführung des 101. Katholikentages inhaltlich und organisatorisch den Grundstein für dieses große Ereignis gelegt haben, allen, die mit uns das Gespräch gesucht haben und den Münsteranern und Münsteranerinnen für die große Gastfreundschaft . – Schön war es!

Wir freuen uns jetzt schon auf 2021 –
dann sind wir wieder dabei,
beim 3. ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main

Bild: MD B.Schaller

weitere Bilder zum Katholikentag 2018 finden Sie hier:

Einladung zur Erkundung eines neuen Lebensabschnittes.

Gruppe april 2018

Vom 25.04.2018 bis 29.04.2018 fand in Nürnberg im Caritas-Pirkheimer Haus (cph) das Seminar 3. Lebensphase statt. 24 Teilnehmer konnten sich „im Zeichen der Burg“, auf die Zeit nach dem Berufsleben vorbereiten.
prof ertlDer Veranstaltungsort Nürnberg zeigte sich mit dem gesamten Charme seines mittelalterlichen Stadtbildes und rundete somit das Seminar ab.
Hauptziel der Veranstaltung war die sozial-psychologische Vorbereitung der Teilnehmer auf den bevorstehenden Lebensabschnitt. Professor Dr. Heimo Ertl, der die Akademie inhaltlich leitete, fand bei der Ausgestaltung des Seminars die richtige Mischung.
Auch verwaltungstechnische  Themenbereiche kamen nicht zu kurz. Es trug vor, Regierungsamtfrau Claudia Hartmann Sozialberaterin im Bundeswehrdienstleistungszentrum Ingolstadt Außenstelle Roth. Der sehr interessante Vortrag brachte den Teilnehmern viele neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der sozialen Versorgungslage nach Beendigung des Dienstverhältnisses.
Die Gesundheit im Alter war das Thema von Prof Dr. med Dieter Belohlavek. Seine Ausführungen hatten die Zielsetzung, das Altern als Chance oder Perspektive zu betrachten.
Zum positiven Nachdenken wurden die Teilnehmer mit spirituellen und psychologischen Inhalten angeregt. Für diese Aufgabe konnte Pater Johannes Jeran SJ gewonnen werden. Sein großes Wissen und seine fundierten Kenntnisse in Theologie, Philosophie und Psychologie machten ihn zu einem wichtigen Gesprächspartner der Seminarteilnehmer.
Zum Abschluss des Seminars wurde mit dem katholischen Standortpfarrer aus Roth, Herrn Militärpfarrer Iurii Kuliievych  eine heilige Messe gefeiert.
Als Repräsentanten der Gemeinschaft Katholischer Soldaten standen Gudrun und Reinhard Kießner zur Verfügung. Neben der organisatorischen Leitung waren eigene Erfahrungen mit dem Ruhestand eines Ehepartners häufige Geprächsinhalte mit den Teilnehmern des Seminares.
Abschließend zogen alle Teilnehmer ein sehr positives Resümee zu dem Seminar bei dem die hervorragende Versorgung durch das Caritas-Pirkheimer Haus und die sehr gute Harmonie der Gruppe besonders angesprochen wurde. 
Gerüstet um eine hohe Qualität in der dritten Lebensphase erreichen zu können wurden die Teilnehmer durch das Team der Seminarleitung und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden OStFw Christian Madl verabschiedet.

Reinhard Kießner    Nürnberg, 29.04.2018

„Gemeinsam – ein Auftrag“ oder „Gemeinsam – Wege gehen“

Vorstand 2018 w

AKS BAnner 1Vom 16.04. – 20.04.2018 tagte die „AKS – Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten“ Österreichs in SEMRIACH, Nähe GRAZ, in ihrer Frühjahrsbesprechung unter dem Thema „Frohbotschaft unter Soldaten sein“. Seit vielen Jahren ist es dabei guter Brauch, dass Vertreter der GKS hierbei zu Gast sind, genau wie jedes Jahr Vertreter der AKS bei der Bundeskonferenz begrüßt werden können.
In Arbeitsgruppen wurde zur Umsetzung der „Pastoralen Leitlinien“ diskutiert, so durch den Generalsekretär Bernhard Meurers anmoderiert.
Ziel dieser Tagung war es, die „Pastoralen Leitlinien“ der Diözesansynode von 2013 für das österreichische Bundesheer umzusetzen und als Ergebnis dem Militärbischof vorlegen zu können.

Arbeitsergebnisse w Inhaltlich wurden folgende Themenfelder bearbeitet:
+ Wahrnehmung der Militärseelsorge
+ Notwendigkeit eigener Militärseelsorge
+ Herausforderungen, Erwartungen und Antworten
+ Partizipation der Getauften
+ Gemeinsames Priestertum (Einheitlichkeit)

Dabei ist gerade in Zeiten der Veränderung eine Orientierung mit Gleichgesinnten, auch durch grenzen- und strukturübergreifende Kooperationen, von prägender Wichtigkeit.
Umso erfreulicher ist es, das seit vielen Jahren eine solche Kooperation zwischen der GKS und der AKS besteht. Diese soll im Sommer durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung noch vertieft werden. In der künftigen vertieften Zusammenarbeit sind die Ziele hierbei besonders, die Gemeinsamkeit zu finden, Schnittmengen zu definieren um sich nachhaltig und langfristig  gegenseitig unterstützen zu können und gemeinsam an deren Umsetzung zu arbeiten. Dazu findet im Juni diesen Jahres erstmals eine gemeinsame Sitzung beider Gremien in Österreich, in St PÖLTEN, statt.

 

 

OStFw Christian Madl
stv Bundesvorsitzender GKS

 

Collage Fk Seminar

 

„GKS – leicht gemacht!“

Funktionsträgerseminar 2018 in Berlin


Eine Fortbildungsveranstaltung für Funktionsträger, für zukünftige Funktionsträger, für derzeitige Funktionsträger aber auch für „alte Hasen“ in den verschiedenen Funktionen, die sich Erstausbilden, weiterbilden oder updaten lassen wollten.
FK Seminar 2018 BerlinDas Funktionsträgerseminar fand seit Jahren vom Freitag, dem 23.02.18 bis zum Sonntag, dem 25.02.2018 im Haus der KAS in Berlin-Marienfelde statt.
Die Leitung und Durchführung des gesamten Seminars hatte unsere Bundesgeschäftsführerin, Frau Regina Bomke.
Die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte durch den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der GKS, Herr Hauptmann Andreas Quirin, der auch die Grüße des Bundesvorsitzenden, Herrn Oberst Rüdiger Attermeyer, überbrachte. Er freute sich über die Bereitschaft der Teilnehmer sich hier aus- und fortbilden zu lassen und ihr Engagement in die GKS einzubringen.
Der Einstieg in das Seminar erfolgte mit der Auswahl von so genannten „Wetterbildern“ in der Vorbereitung auf die folgende Vorstellungsrunde. Mit drei verschiedenen Fragestellungen, auch mit den persönlichen derzeitigen Empfindungen und Erwartungen, wurde in die Abendeinheit gestartet.
Die Vorstellungsrunde brachte für jeden die weiteren Personenkenntnisse der Teilnehmer und legte die Erwartungen an das Seminar offen.
Den Abend nutzten wir, um uns vertieftes Basis-Wissen über die GKS anzueignen. Hierbei wurde deutlich, welch große Schuhe unsere Altvorderen des Königsteiner Offizierkreises uns hinterlassen haben. Dieses Wissen um die Geschichte prägte dann auch das anschließende Gespräch über die Ziele unserer Arbeit und das, was wir vermitteln wollen. Nach 22.00 Uhr klang ein inhaltreicher Abend in gemütlicher Runde aus.
Der Nächste Tag startete mit dem Morgenlob, das von Frau HptFw Juliane Haberlag, aus dem Standort Husum, vorbereitet worden war. Da sie solche Morgenandachten auch an ihrem Standort als eine GKS-Impuls-Veranstaltung anbietet, war es nicht nur ein guter spiritueller Einstieg in den Tag, sondern auch ein Beispiel, was unter GKS alles verstanden werden kann.
Und schon stürzten wir uns wieder in die Arbeit: In ihrer Funktion als Präventionsbeauftragte führte uns Frau Bomke in die Präventionsordnung, die ihr zugrundeliegenden Gedanken, die einzuhaltenden gesetzlichen Bestimmungen und Forderungen ein. Obwohl der Schwerpunkt auf der inhaltlichen Durchdringung der Thematik lag, kamen natürlich auch die Bürokratieerfordernisse, also die notwendigen Dokumentationen, nicht zu kurz.

Welche Ziele verfolgen wir mit unserer Arbeit vor Ort und in welcher Form erreichen wir diese besonders gut? Dieser Gedanke, der uns etwas abstrakter schon am Vorabend beschäftigt hatte, wurde nun in einer zweiten Runde auf die Arbeit vor Ort bezogen. Konkret bedeutete dies der Frage nachzuspüren, wie unter den realen Bedingungen heute vor Ort Bildung, Besinnung und Begegnung attraktiv und ansprechend gestaltet werden kann.
Nach so viel inhaltlicher Denkarbeit im Sitzen, nutzten wir die Mittagspause, nicht etwa für einen Spaziergang bei kaltem Wetter und herrlichen Sonnenschein, sondern wir gönnten uns einen Bildungsteil an einem anderen Ort: Wir besuchten das Notaufnahmelager Marienfelde. Bis zum Fall der Mauer war dies der Anlaufpunkt für hunderttausende Menschen, die der DDR den Rücken kehrten um im Westen in Freiheit zu leben. Die Gebäude, der hohe Zaun ringsum – alles noch im Original. Nur ein kleiner Teil genutzt als Erinnerungsstätte, der allergrößte Teil aber auch heute wieder Notaufnahmelager für Flüchtlinge und Asylbewerber. Wenn man aus den Fenstern der Erinnerungsstätte schaut, dann sieht man mitten hinein in das Leben der Menschen heute, die hier Zuflucht gesucht haben und auf eine Entscheidung bezüglich ihres Statuses warten. „Wiederholung“ der Geschichte? Beklemmend!
Ein Höhepunkt unseres Besuches war das Zeitzeugengespräch mit Herrn Stephan Giering, der als Schüler 1989, am 13. Oktober, im Alter von 16 Jahren, in den Westen geflüchtet war. Eindrucksvoll schilderte er seine Flucht über Ungarn und Österreich nach Deutschland, die Unterstützung, die er während der Flucht erfahren durfte und seine insgesamt gemachten Erfahrungen in der ehemaligen DDR und in der darauf folgenden Zeit.
Zurückgekehrt in die Tagungsstätte widmeten wir uns wieder der trockenen Org-Arbeit. Themenbereichen wie die Check-Liste, die Arbeit mit dem Kostenkalkulator zur Vorbereitungen von Veranstaltungen sowie die Abrechnung von Veranstaltungen wurden in Theorie und Praxis erarbeitet.
Mit einer Wortgottesfeier begannen wir den Sonntag. Danach ging es in den letzten Stunden des Seminars um Öffentlichkeitsarbeit, die Internetseite der GKS und generell über die Werbung und die Berichterstattung im Zusammenhang mit Veranstaltungen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten die sehr guten Vorbereitungen, die organisatorischen und inhaltlichen Maßnahmen und kehren jetzt mit vielen neuen Erkenntnissen zurück in ihre Standorte und in die Bereiche. Herzlichen Dank an unsere Bundesgeschäftsführerin, Frau Bomke, und alle unterstützenden Händen während dieses Seminars und in der Vorbereitung. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung zu diesem Einführungsseminar. Und an alle „Neuen“ oder auch „alten Hasen“ der Apell, nutzt dieses Angebot, es lohnt sich!
 
Text: Michael Grundmann

COLLAGE WFT 2018 Köln

 

Zum 51. Weltfriedenstag
– Gottesdienst und Zusammenkunft in Köln

WFT Köln 20180111Traditionell nahm die GKS am Weltfriedenstagsgottesdienst am 11.1.2018 im Kölner Dom teil. Dieser fand aus Anlass des 51. Welttag des Friedens statt, den Papst Franziskus unter das Thema „Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“ gestellt hat. Vor dem gut besuchten Dom überraschten Vertreterinnen und Vertreter der GKS  die Teilnehmenden mit Geltaschenwärmern. Die Außentemperaturen waren zwar mit 9 Grad Celsius eher frühlingshaft, aber trotzdem nahmen alle das kleine Geschenk gerne an, da der Kölner Dom für seine eisigen Innentemperaturen im Winter berüchtigt ist.

Ansprache BuVor 20180111

Im nahegelegenen Maternushaus war anschließend zum Empfang geladen. Der Bundesvorsitzende der GKS, Oberst Rüdiger Attermeyer, ergriff hier die Gelegenheit in seinem Grußwort erneut die Forderung der GKS nach einer Sicherheitspolitik, die einen vernetzten Ansatz in den Mittelpunkt stellt und weit über die reine Koordination militärischer Mittel hinaus geht, vorzubringen. Im Vorraum präsentierte die GKS ihr neues Corporate Design und stand für Gespräche zur Verfügung. Dieses Angebot wurde gerne genutzt.

Gruppe vor dem DOM 20180111

Den vollständigen Text des Grußwortes finden Sie im Anhang.

Text: Regina Bomke

Bilder: Michael NIckolaus

Anhang:
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 20. Enquete des Instituts für Religion und Frieden in Wien

Am 17/18. Oktober 2017 hatte MMag. Stefan Gugerel, Leiter des „Instituts für Religion und Frieden“ und Militärsuperior im Militärordinariat für die Republik Österreich,  zur 20. Enquete seines Instituts nach Wien eingeladen.
Die diesjährige Jubiläumsenquete stand als Veranstaltung unter dem Thema „Soldaten in revolutionären Prozessen“ unter den Vorzeichen  der  Gedenken  an den 300.  Geburtstag  Maria Theresias und der russischen Revolutionen des Jahres 1918.

AKS 2017 1

Neben traditionell theologischen Gästen des Instituts aus den verbündeten Streitkräften und der Führung des österreichischen Bundesheeres nutzen aus dem Bundesvorstand der Gemeinschaft Katholischer Soldaten Oberstabsfeldwebel Christian Madl ( Regen im bayerischen Wald) und Oberstleutnant Rufin Mellentin (aus dem oberbayerischen Fürstenfeldbruck) die Gelegenheit, „regionale“ Kontakte zu vertiefen, zumal man auch im süddeutschen Raum im Jahr 2018 die traditionell guten Verbindungen nach Österreich auf der „taktischen Ebene“ intensivieren will.
Die Veranstaltung mischte „Bescheidenheit“( ungezwungene Begegnung )  und „Glanz“(Abendandacht in der Schlosskapelle Schönbrunn) zu typisch wienerischer Atmosphäre.  Besinnung und Begegnung waren herzlich, und der intensive Bildungsteil ein Genuss.
Vielen Dank nach Österreich!

Oberstlt R. Mellentin
Bereichsvorsitzender Süddeutschland
FFB, 24. Oktober 2017

GKS Collage

 

Relaunch der GKS:

„Wir wollten ein moderneres, alle Altersgruppen ansprechendes Design“

Nach 31 Jahren hat die GKS ein neues Erscheinungsbild. Damit reagiert der Bundesvorstand auf die Kritik am bisherigen Design. Sachausschussvorsitzender Oberstleutnant Marian Schiebilski über das neue Erscheinungsbild samt neuer Farbgebung und Logo.
 CD

Die GKS hat ein neues Erscheinungsbild. Warum haben Sie sich für ein neues Design entschieden?

31 Jahre sind in der Welt der Werbung eine kleine Ewigkeit. Wir wollen in der GKS nicht jedem Trend hinterherrennen und stehen für eine gewisse Beständigkeit. Wir sind aber auch darauf angewiesen, uns beständig zu regenerieren und neue, jüngere Mitglieder für die Mitarbeit zu begeistern. Deshalb wollten wir ein moderneres, alle Altersgruppen gleichermaßen ansprechendes Design finden.
Wir haben uns dabei auf die Hilfe von Profis gestützt. Mit dem Designbüro „Incorporate Berlin“ haben wir ein kompetentes Team gefunden.

Gab es einen konkreten Anlass für die Überarbeitung?

In den letzten Jahren gab es immer mehr Kritik am bisherigen Design. Die Darstellung passte nicht mehr zu neuen, modernen Formaten der GKS. Ich denke besonders an die Sachausschussarbeit mit jungen Kameraden von den Universitäten der Bundeswehr oder an die After-Work Veranstaltungen in Berlin. Der geplante Neuansatz unserer Verbandszeitschrift AUFTRAG gehört auch dazu.

Geht mit dem neuen Design auch eine neue Positionierung der GKS einher?

Mit dem neuen Design wollen wir uns in der Darstellung evolutionär weiterentwickeln. Dabei bleiben wir aber unserer Kernidee treu: Wir befassen uns mit den ethischen Herausforderungen des Soldatenberufs. Als Laienverband können wir durchaus kritisch arbeiten. Auf diese Kernkompetenz wollen wir uns zukünftig noch mehr konzentrieren.

Welche Überlegungen flossen in die Überarbeitung der Marke mit ein?

Das neue Design soll einerseits modern und ansprechend sein, gleichzeitig aber auch einen Wiedererkennungswert haben. Wir haben uns deshalb für eine offen gestaltete Form des Kreuzes mit zwei liturgischen Farben und mit zwei Grüntönen als Zeichen der Soldaten entschieden.
Weil das Design in der Verbandsarbeit vornehmlich durch Laien verwendet wird, haben wir sichergestellt, dass es auf jedem gängigen PC und Tintenstrahldrucker einfach und gut verwertbar ist. Dazu wurden u.a. Vorlagen für den Geschäftsschriftverkehr, Präsentationen und Werbemittel erstellt.


„Es galt daher, möglichst alle mitzunehmen.“

Welche Elemente wurden überarbeitet?

Das Kreuz wurde in seiner gleichschenkligen Form in runder Darstellung beibehalten. Die Farbgebung wurde grundlegend verändert. Der Schriftzug wird in einer Standardschriftart waagerecht dargestellt. Dabei werden die Abkürzung GKS und die volle Bezeichnung gleichzeitig verwendet. Die traditionelle Darstellung mit im Kreis geführter Schrift führte in der Darstellung oft zu pixelligen Treppeneffekten.

 Was war die größte Herausforderung für Sie?

Die Funktionsträger in der GKS arbeiten fast alle ehrenamtlich und mit großem Engagement.
Dabei identifizieren sie sich in hohem Maße mit dem Verband wie auch mit seinem äußeren Erscheinungsbild. Das Kreuz der GKS ist in seiner hergebrachten Form vielen ans Herz gewachsen. Eine Veränderung kann daher nie ohne Wertschätzung für das in der Vergangenheit Geleistete vollzogen werden. Es galt daher, möglichst alle mitzunehmen. Wir haben dies durch fundierte, nachvollziehbare und sachorientierte Vorbereitung im Sachausschuss, intensive Abstimmungsgespräche, Workshops mit dem Designbüro und mehrfache Beteiligung des Bundesvorstands erreicht.

Wie lange dauerte die Überarbeitung?

Von der ersten Beauftragung des federführenden Sachausschuss Kommunikation bis hin zur Abstimmung in der Bundeskonferenz ist ca. ein Jahr vergangen. Diese Zeit haben wir aber auch gebraucht, um der internen Diskussion und Abstimmung den nötigen Raum zu geben. Letztlich hat sich das als richtig erwiesen. Schließlich wächst die GKS durch Diskussionen.
 
Band 20x1
 

COLLAGE BK 2017

 

Innere Führung bleibt „Daueraufgabe“

Podiumsdiskussion zu aktuellen Fragen der Inneren Führung

20170921 GKS Bundeskonferenz Podium

Im Rahmen der diesjährigen Bundeskonferenz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) diskutieren die hochkarätigen Gäste Klaus Beck, Oberstleutnant André Wüstner, Oberst i.G. Sven Lange, der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels, Oberst i.G. Reinhold Janke und Oberst Rüdiger Attermeyer unter der Moderation von Oberstleutnant Oliver Ponsold Fragen zur Inneren Führung, zur Tradition der Bundeswehr und zum Thema Zeit im Führungsalltag. Es bestand ein Konsens unter allen Teilnehmern: „Innere Führung ist Frohbotschaft und nicht Drohbotschaft.“

Kein generelles Versagen der Führungsphilosophie

Bereits im Vorfeld der Podiumsdiskussion hat Oberst i. G. Dr. Sven Lange, Referatsleiter in der Abteilung Führung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung, in seinem Einführungsvortrag verdeutlicht, dass trotz aktueller Vorfälle wie Rechtsextremismus und Übergriffe durch Vorgesetzte innerhalb der Bundeswehr man nicht auf ein generelles Versagen der Führungsphilosophie schließen kann. Dennoch bleibt das Thema „Innere Führung“ ein Dauerthema. Aufgabe wird sein, das Konzept der Inneren Führung an die heutigen Anforderungen anzupassen.

Zeit - wiederkehrendes Thema 

Im Verlauf der Diskussion kehrte dann immer wieder der Aspekt der „fehlenden Zeit“ zurück. Zu wenig stünde den Vorgesetzten davon für Dienstaufsicht und Menschenführung zur Verfügung - eine Tendenz, die das „Militär im Frieden“ schon immer hatte. Ein Podiumsteilnehmer sprach von einem „Neuanfang“ Innere Führung, auch damit das durch bisherige Vorkommnisse verlorengegangene Vertrauen zurückkehren kann bei gleichzeitiger Akzeptanz einer annehmbaren „Fehlerkultur“ in Führungsprozessen.

 

COLLAGE 4

 

Die Delegierte der 57. Bundeskonferenz haben gewählt

Der alte Bundesvorsitz bleibt der neue

Berlin, 21. 9. Im Rahmen der diesjährigen Bundeskonferenz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) haben die rund 44 Delegierte nach dem Morgenlob des Diakon Thomas Ervens einen neuen Bundesvorsitz gewählt. Der alte bleibt auch der neue Bundesvorsitz für zwei weitere Jahre.

 

 Bundesvorstand FgBierdel 0826 w 09 2017von links: Oberstabsfeldwebel Madl, Bischof Dr. Overbeck, Oberst Attermeyer, Hauptmann Quirin
 

Gewählt wurden zum:

  • Vorsitzenden Oberst Rüdiger Attermeyer

  • Stellvertretenden Vorsitzenden: Hauptmann Andreas Quirin

  • Stellvertretenden Vorsitzenden Oberstabsfeldwebel Christian Madl