Orientierung in Zeiten globaler Unübersichtlichkeit

Genau 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aktive Soldaten wie Reservisten, konnte Hermann Hofer, 1. Vorsitzender der GKS Ingolstadt, am 4. Mai im Kolpinghaus „Zauberberg“ in Pfronten begrüßen. Erfreulich, dass so viele junge Mitglieder mit Kindern der Einladung gefolgt waren. Auf der Tagesordnung stand aber auch ein Thema, das an Aktualität kaum zu überbieten ist: Die neue globale „Unübersichtlichkeit“, politische Bildung zu den drei großen politischen Prof.Dr. wPlayern USA, Russland und China, demnächst wohl ergänzt durch Indien. Hierzu hatte die Hanns-Seidl-Stiftung einen ausgewiesener Experten auf dem internationalen Parkett als Referenten gesandt. Dr. Gunther Schmid war Professor für Internationale Politik und jahrelang Mitarbeiter im Bundeskanzleramt unter drei Kanzlern. Der Freitagabend begann mit einer Hinführung zum Thema mit drei Thesen: 1. Der amerikanische Präsident Trump testet die liberale Demokratie der USA; 2. Die USA, Russland und China stecken ihre Einflussgebiete neu ab; 3. China schickt sich an, den Weltmarkt wirtschaftlich zu erobern. Der Samstag begann mit einem Morgenlob, gefeiert vom Neuburger Militärseelsorger Frank Schneider. Die Fortsetzung des Seminars zeigte, dass das Thema goldrichtig war. Selten wurde bei einem GKS-Seminar so viel gefragt, diskutiert und argumentiert. Zwischen Ordnungszerfall, autoritären populistischen Herausforderungen und transatlantischer Krise bewegten sich Vortrag und anschließende Gespräche. Fazit: Wir sind momentan am Ende der Berechenbarkeit internationaler Sicherheitspolitik.
Nach Abschlussbesprechung, Feedback, Wünschen und Anregungen zelebrierte Pfarrer Schneider den Sonntagsgottesdienst. Dabei gedachte man der verstorbenen Mitglieder OTL a.D. Anton Rackl und Waltraud Rödl. Sie hatte zusammen mit ihrem Mann Norbert in den 90er Jahren den GKS-Kreis Ingolstadt aufgebaut.
Das nächste Ingolstädter Themenwochenende wird Ende September in Ellwangen sein.

 

Text: Bauer
Bild: Hofer