In dieser Rubrik legen wir ältere Meldungen der Startseite ab, damit Sie sie nochmals nachlesen können.

GKS bei der der 59. Internationalen Soldatenwallfahrt in Lourdes

Zum Thema  „Grenzsituationen – Menschenleben opfern, um Menschenleben zu retten?“
fürte die GKS ein Modul, unter der Leitung von Oberst i.G. Albert Hecht durch.

Modul Terror2

Dei Teilnehmer diskutierten über mögliche Beurteilungen und ihre Gründe.

 

 

Pressemitteilung

Die Erhöhung des Verteidigungsetats allein sichert nicht den Frieden

Donald Trumps Äußerungen zur Sinnhaftigkeit der Nato und das harsche Einfor-dern der Erfüllung des selbstgesteckten Ziels, die nationalen Verteidigungshaushalte auf 2% des Bruttoinlandprodukts (BIP) zu erhöhen, hat bei den europäischen Nato-Partnern für heftige Diskussionen gesorgt.

Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) begrüßt die Überlegungen zur Erhöhung des Verteidigungshaushaltes. Viel zu lang schon halten die zur Verfügung gestellten Finanzmittel mit den aktuellen Aufgaben nicht Schritt. Die Anzahl von Krisen- und Kriegseinsätzen steigt und das Parlament schickt „seine“ Armee weltweit in Einsätze, für die oft die Ausrüstung und die Personalstärken nicht ausreichen. Es ist eine Frage der Verantwortung, die materiellen und personellen Voraussetzungen für die Einsätze zu schaffen, die Anpassung des Verteidigungshaushaltes an den Bedarf ist die logische Konsequenz daraus.

Allerdings ist bereits jetzt deutlich erkennbar, dass allein mit Geld die vorhandenen Probleme nicht gelöst werden können, schon gar nicht kurzfristig. Dafür braucht es einen langen Atem, eine verlässliche Entwicklungsperspektive und besonders eine gut austarierte Personalgewinnungs- und erhaltungsstrategie, die über die Legislaturperiode hinausgeht.

Vor allem aber gilt: Frieden ist keine eindimensionale Wirklichkeit, die sich allein mit militärischen Mitteln erzwingen ließe! Eine nachhaltige, erfolgversprechende und vor allem auch ethisch vertretbare Friedensstrategie reicht von der Konfliktprävention, über die Krisen- und Konfliktbewältigung bis hin zur Friedenskonsolidierung und Nachsorge. Hier ist das Zusammenwirken verschiedenster staatlicher und nichtstaatlicher Akteure gefragt, die ihre je eigenen Kompetenzen in einem vernetzten Ansatz koordiniert einbringen.

Die GKS fordert deshalb - wie schon seit Jahren - , die Diskussion nicht einäugig auf die Höhe des Verteidigungshaushaltes zu beschränken, sondern auch die Förderung der anderen wichtigen Akteure aus Entwicklungshilfe, Klimaschutz, Wirtschaftsförderung etc. mit in den Blick zu nehmen. In diesem Wirkzusammenhang ist der angestrebte Einsatz von 2% des BIP ein klarer Maßstab, für den sich ein internationales Werben lohnt!

Jeder im Rahmen eines vernetzten Ansatzes investierte Euro ist ein wichtiger Beitrag für den Frieden, die Sicherheit und die menschenwürdigen Lebensbedingungen bei uns, in Europa und weltweit.

Berlin, den 23.2.2017

Rüdiger Attermeyer, Oberst
Bundesvorsitzender der GKS

 

Die Pressemitteilung finden Sie im Anhang:

Soldaten feierten einen Gottesdienst zum Weltfriedenstag

Am 19. Januar 2016 um 09.00 Uhr wurde der 40. Internationale Weltfriedenstag im Hohen Dom zu Köln mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und etwa 1200 Angehörige der Bundeswehr und Streitkräfte der Nachbarstaaten gefeiert.

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gks kreuz3x3Wir trauern um unser langjähriges Mitglied

Oberst a.D.
Rolf Gotzmann

* 5. Mai 1936      † 6.Dezember 2016

 

Er war über viele Jahre in der Laienarbeit der Katholischen Militärseelsorge und in seinem Heimatbistum engagiert. In der GKS hat er sich zuletzt als stellvertretender Vorsitzender im damaligen Bereich NRW aktiv eingebracht.
Seine ebenso engagierte wie ausgleichende Art ist uns allen zum Vorbild geworden.

In Gedanken und im Gebet sind wir verbunden mit seiner Frau
und seinen Kindern sowie allen Angehörigen und Freunden.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Für die Gemeinschaft Katholischer Soldaten

Oberst Rüdiger Attermeyer
Bundesvorsitzender

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Interview: Katholische Militärseelsorge Josef König
Bild: KS / Doreen Bierdel


Die Bundeskonferenz 2016

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Die Bundeskonferenz ist das höchste Gremium der Gemeinschaft Katholischer Soldaten. Delegierte aus allen Kreisen, Bereichen, Sachausschüssen und der Bundesvorstand treffen sich einmal im Jahr, um gemeinsam das vergangene Jahr auszuwerten, das kommende zu planen, über wichtige Verbandsdinge zu beraten und nicht zuletzt auch, um sich gemeinsam wichtigen Themen und Fragestellungen zu widmen und ihre Arbeit in Gebet, Gottesdienst und geistlichen Impulsen immer wieder an Gott zurückzubinden.

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Tag der offenen Tür der Bundesregierung

„Traditionell präsentiert sich die GKS im Rahmen des Tages der offenen Tür der Bundesregierung im Bundesverteidigungsministerium mit einem Stand gemeinsam mit der Katholischen Militärseelsorge.

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Militärdekan Bernd F. Schaller, General Volker Wieker, Oberstabsfeldwebel Christian Madl

Bild: Bettina Madl

Nachruf

KreuzUnser Kamerad Major a.D. Klaus Liebetanz verstarb am Sonntag, den 05. Juni 2016 nach langer schwerer Krankheit. Er wurde am 10.06.2016 auf dem Domfriedhof Verden/Aller mit einem kleinen militärischen Ehrengeleit unter großer Anteilnahme seiner Familie, Freunde und Mitstreiter beigesetzt.
Klaus Liebetanz wurde am 27. August 1939 in Berlin geboren. Nach der Flucht aus seiner Vaterstadt am Ende des II. Weltkriegs machte er das Abitur, studierte zunächst Philosophie und Theologie und trat  dann 1964 in die Bundeswehr als Offizieranwärter der Pioniertruppe ein. Aus seiner Ehe mit seiner Frau Inger gingen zwei Töchter und zwei Söhne hervor.
1988 ließ er sich in seiner letzten Dienststellung  als KpChef der Stabs- und Versorgungskompanie des Pionierbataillons 11 in Dörverden pensionieren. Im Kameradenkreis ist unvergessen, wie er mit fast fünfzig Jahren seiner Kompanie in der Sportausbildung voranlief und gegen den Widerstand der etablierten Heeresdenker sein Konzept des „Panzerabwehr-Rangers“ - eine Taktik von Kleingruppen gegen die zu erwartende Übermacht der  Panzern des Warschauer Paktes im Kalten Krieg- propagierte.
Nach seiner Pensionierung war er als Lateinamerikabeauftragter des Deutschen Roten Kreuzes tätig, gefolgt von Beratertätigkeiten für das Auswärtige Amt. Sein langjähriges Engagement im Auftrag des Auswärtigen Amtes als Fachberater für Katastrophenmanagement machte ihn zum einem berufenen Kritiker der Entwicklungspolitik unseres Landes, aber auch zu einem Befürworter von ressortübergreifenden Auslandseinsätzen.
Klaus Liebetanz war lange Jahre Mitglied der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, fast die gesamte  Zeit auch Mitglied des GKS-Sachausschusses „Sicherheit und Frieden.“
Seine Motivation für sein Engagement für alle Themen, die sich auf den Schutz der Menschenrechte und auf die Förderung des Friedens bezogen, war sein christlicher Glaube. Er war zutiefst davon überzeugt, dass dieser Glaube den vollen persönlichen Einsatz fordert. Er verwirklichte dies durch zahlreiche Einzelgespräche mit politischen Entscheidungsträgern, durch die Veröffentlichung von Artikeln und durch seine aktive und häufige Teilnahme an Symposien und Fachveranstaltungen zur Vernetzten Sicherheit und Entwicklungshilfe.  Die Vielfalt der von ihm gewählten Themen ist beeindruckend. Seien es Stellungnahmen der GKS zum Weißbuch, Veröffentlichungen von politischen Gesellschaften und Akademien oder grundsätzliche Dokumente des Sachausschusses. Als überzeugter Christ prüfte er unser Verhältnis zu Drittweltländern vor dem Hintergrund der Aussagen des Konzilsdokuments „Gaudium et spes“, nicht ohne substantielle Kritik an den politischen Zuständen in diesen Ländern zu üben.
Klaus Liebetanz „mischte sich gerne ein“ und übernahm Führung und Verantwortung und konnte mit seiner Begeisterung für eine als gut erkannte Sache Andere mitreißen. Vor Jahren initiierte er eine Reise von Gemeindemitgliedern zur Gemeinschaft von Sant‘Egidio in Trastevere/Rom. Die Gruppe war so von der Idee des Laienapostolats ergriffen, dass nach der Rückkehr in Verden dort  eine St. Egidio-Gruppe gegründet wurde, die lebhaft vom Glauben im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils inspiriert ans Werk ging. So war es für ihn selbstverständlich, dass er in diesem Verständnis selbst den Sprachunterricht obwohl schon schwer erkrankt für vier junge eritreische Männer übernahm, die im Zuge der großen Flüchtlingswelle des letzten Jahres nach Verden kamen.  
In Diskussionen, in denen er seine Gesprächspartner nie schonte, konnte er mit Sätzen wie: „mit der Konzilsschrift des 2. Vatikanischen Konzils hat die katholische Kirche endlich das Mittelalter überwunden.“  oder „das Paradies liegt nicht hinter uns, sondern vor uns“ herausfordern. Er tat dies immer aus Lauterkeit der Sache gegenüber und der Sehnsucht folgend, durch die Erkenntnis und die Tat die diesseitige Welt bessern zu helfen. Der Probst von St. Josef, Verden, der Klaus Liebetanz  mit einem sehr persönlichen Requiem und Auferstehungsamt auf seinem letzten irdischen Weg begleitete, war sich sicher, dass der Verstorbene auf dem Weg ins Paradies sei und sich dort gewissenhaft auf seine nächste Diskussion über „Gaudium et spes“ vorbereite.
Unsere Gedanken sind bei der Familie von Klaus Liebetanz, seiner Frau, den Kindern und Enkelkindern; ihnen gilt unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl. Nun möge er in Frieden ruhen und bei Gott seine Bestimmung finden. Das war sein Glaube.
Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten und besonders der Sachausschuss Sicherheit und Frieden wird sein Andenken in Ehren halten, ist ihm sehr dankbar für sein unermüdliches, herausforderndes Engagement und bleibt dem Major a.D. und Fachberater für Katastrophenmanagement Klaus Liebetanz im kameradschaftlichen Gebet verbunden.  

 

Für die Gemeinschaft Katholischer Soldaten
Oberst Rüdiger Attermeyer , Bundesvorsitzender

Besuch des Militärbischofs bei der GKS

Overbeck am GKS Stand

Am Nachmittag besuchte der Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Stand der GKS und konnte sich vom regen Zuspruch der Gäste des Katholikentages am Stand der Soldaten überzeugen.


Text und Bild: BB

Hybridkrieger, Cyberwar, Laserwaffen, Drohnen. Als Christ und Soldat für den Frieden

Werksattgespräch

Das Interesse am Werkstattgespräch der GKS war so groß, dass Gäste abgewiesen werden mussten, weil der Saal zu klein war. Im Saal diskutierten der Bundesvorsitzende, Oberst Rüdiger Attermeyer, mit dem Referenten, Oberstleutnant i.G. Dr. Jörg Wellenbrink, und den teilnehmenden Gästen die technische Entwicklung in den Streitkräften.


Text und Bild: BB

Tag der Militärseelsorge während des Katholikentages in Leipzig

Am Freitag, den 27.Mai 2016 war der Tag der Militärseelsorge. Aus diesem Anlass feierte der Katholische Militärbischof für die Bundeswehr, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen) einen Feldgottesdienst auf dem Gelände der General-Olbricht-Kaserne im Norden von Leipzig, an dem viele Gäste des Katholikentages teilnahmen . Musikalisch wurde der Gottesdienst begleitet vom Luftwaffenmusikkorps Erfurt.

Feldgottesdienst w

Am Nachmittag war Bischof Overbeck Teilnehmer am Podium: "Brandstifter oder Friedensförderer? Friedenskonzepte der Religionen im Dialog" Dabei betonten die Vertreter der Religionen, wie wichtig schon die Erziehung zum Frieden sei, machten aber deutlich auf die Unterschiede der Religionen aufmerksam. Es könne nicht darum gehen, "eine einzige Wahrheit" zu verkünden, sondern man müsse in der Verschiedenheit den anderen akzeptieren, um zu einem friedlichen Miteinander zu kommen.

Overbeck und Traut

Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und die Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, Barbara Traut.

Podium

Moderatorin Maria Ossowski, Kulturkorrespondentin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg, Prof. Dr. Bekim Agai, geschäftsführender Direktor des Institutes für Studien der Kultur und Gesellschaft des Islam an der Goethe-Universität, Frankfurt und Prof (emeritiert) Dr. Hans-Georg Kippenberg, Religionswissenschaftler

 

Text und Bilder: BB